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Quarantäne-Trainingslager für die Spieler der Hertha.
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Quarantäne-Trainingslager für die Spieler der Hertha.

Pandemie

Corona: Hertha BSC muss für zwei Wochen in Quarantäne

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Wegen vier positiver Corona-Diagnosen muss Hertha BSC als erster deutscher Fußball-Erstligist in komplette Quarantäne. Die nächsten Partien der Berliner werden verlegt.

Berlin - Fußball Bundesligist Hertha BSC meldet insgesamt vier positive Corona-Tests im Team. Am Donnerstag (15.04.2021) traf es bereits Chefcoach Pal Dardai, seinen Assistenzcoach Admir Hamzagic sowie den Spieler Dodi Lukebakio. Im Laufe des Tages war dann auch noch ein Corona-Test bei Marvin Plattenhardt positiv ausgefallen.

Nach dem somit vierten Corona-Fall sind mit dem gestrigen Donnerstag alle Spieler und der Betreuerstab von Hertha BSC in Quarantäne. Wegen der 14 Tage dauernden Quarantäne fallen die Bundesliga-Spiele beim FSV Mainz 05, gegen den SC Freiburg und beim FC Schalke 04 aus. 

Corona bei Hertha BSC: Aus Isolation wir Quarantäne

Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich erklärte, dass aus gesundheitlicher Sicht die komplette Isolierung des Teams „absolut der richtige Schritt“ sei. Der ehemalige Nationalspieler hatte als Interimscoach für Dardai das Training übernommen und am Donnerstagnachmittag die erste Übungseinheit geleitet. Nach dem Training folgte der nächste Schock. Damit werden auch generelle Fragen zum Profifußball in der schwierigen Phase der Corona-Pandemie neu aufgeworfen.

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf sollten sich Mannschaft, Trainerteam und enge Mitarbeiter um den Kader nach dem Training am Donnerstag eigentlich in eine behördlich angeordnete Isolation begeben. Alle beteiligten Personen sollten zunächst bis zum 28. April ein gemeinsames Quartier beziehen, das sie zu Trainingseinheiten und Spielen aber hätten verlassen dürfen. Nach dem vierten Fall hat sich die Situation nun aber geändert.

Corona bei Hertha BSC: Spielbetrieb ist nicht aufrecht zu halten

Die Hertha-Profis sollen sich während der häuslichen Quarantäne unter Anleitung des Trainerteams mit virtuellen Trainingseinheiten fit halten. Alle Betroffenen zeigen nach Vereinsangaben allerdings keine Symptome. „Wir nehmen die Situation trotz der schwierigen Umstände an und werden alles in unserer Macht Stehende für ein erfolgreiches Saisonfinale in die Waagschale werfen“, betonte Friedrich. Die Berliner stehen derzeit mit 26 Zählern auf Tabellenplatz 15 und nur durch die Tordifferenz vor den punktgleichen Bielefeldern auf dem Abstiegsrelegationsplatz.

In der aktuellen Lage sei der „Spielbetrieb nicht aufrecht zu erhalten“, hatte zuvor Detlef Wagner, Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit vom zuständigen Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf erklärt. Es gebe „keine Lex-Hertha - schon gar nicht von unserem Gesundheitsamt“.

„Das bedeutet, dass mein Amtsarzt die komplette Mannschaft unter Quarantäne gestellt hat“, ergänzte Wagner im rbb-Fernsehen: „14 Tage sind Pflicht.“ Somit entsteht für die gesamte Bundesliga und speziell Hertha sechs Spieltage vor Saisonende in eine prekäre Lage. Bisher mussten nur in der 2. Liga bei den jüngsten Corona-Fällen bei Holstein Kiel, dem Karlsruher SC und dem SV Sandhausen Spiele verschoben werden. „Aus sportlicher Sicht trifft uns das natürlich, denn wir haben nun im Kampf um den Klassenerhalt im Mai sechs Bundesliga-Spiele bis zum Saisonende am 22. Mai 2021 zu absolvieren“, sagte Friedrich.

Corona in der Bundesliga: Überlegungen zu Quarantäne-Trainingslager

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf sollten sich Mannschaft, Trainerteam und enge Mitarbeiter um den Kader nach dem Training am Donnerstag eigentlich in eine behördlich angeordnete Isolation begeben. Alle beteiligten Personen sollten zunächst bis zum 28. April ein gemeinsames Quartier beziehen, das sie zu Trainingseinheiten und Spielen aber hätten verlassen dürfen. Nach dem vierten Fall hat sich die Situation nun aber geändert.

Ob die Entwicklungen bei Hertha die Überlegungen neu beleben, dass sich die gesamte Liga in der Saison-Endphase in ein Quarantäne-Trainingslager begeben soll, bleibt abzuwarten. Die DFL hatte zunächst auf Empfehlung der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb unter Leitung von Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer beschlossen, angesichts steigender Infektionszahlen ihr Hygienekonzept weiter zu verschärfen. Eine hundertprozentige Sicherheit aber kann auch dies nicht gewähren, wie die jüngsten Fälle bei Hertha zeigen. (skr mit Agenturen)
 

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