Erfolgsarchitekt: Trainer Marco Rose.
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Erfolgsarchitekt: Trainer Marco Rose.

Borussia Mönchengladbach

Cooler Haufen

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Kluge Personalpolitik bringt die Fohlen wohl in die Champions League - auch ein Verdienst von Trainer Rose.

Christoph Kramer ist ein helles Köpfchen, er hat Abitur, erklärt Fußballspiele im Fernsehen und wirkt dabei immer ein bisschen wie der Klassensprecher. Jetzt, nach einem souveränen 3:1-Erfolg beim Absteiger SC Paderborn, der Borussia Mönchengladbach mit einiger Sicherheit den direkten Weg in die Champions League ebnen wird, hat der defensive Mittelfeldspieler wieder einen Satz gesagt, der schwer zu widerlegen ist: „Wie so oft haben die Tore entschieden.“ Da hat der gute Mann Recht, er selbst hat keines erzielt, wie in den vorangegangen 20 Partien auch nicht, er meinte in diesem Spiel das 2:1 durch den Kollegen Lars Stindl, ein Elfmeter, unmittelbar nach dem überraschende Ausgleich der Ostwestfalen. „Ein guter Zeitpunkt“, wie Kramer fand.

Ein guter Zeitpunkt war der Pflichtsieg aber auch, eröffnet er den Gladbachern doch alle Optionen, eine überragende Saison zu krönen. Ein Punkt zu Hause gegen Hertha müsste reichen zum vierten Tabellenplatz und damit zur Teilnahme an der Champions League, zuletzt hatten die Gladbacher 2016 in der Königsklasse spielen dürfen.

Kein Wunder, dass Trainer Marco Rose, seit Sommer am Bökelberg tätig, hochzufrieden war und seinen „coolen Haufen“ noch auf dem Platz hörbar lobte. Rose hat großen Anteil am Erfolg der Borussia, er hat die Mannschaft, ohnehin gut in Schuss, noch mal auf ein höheres Level gehoben. Dazu haben die Zugänge, allen voran Stürmer Marcus Thuram (für neun Millionen Euro), aber auch Lainer, Bensebaini und Embolo voll eingeschlagen. Aber die Personalpolitik unter Manager Max Eberl war ohnehin stets ein Pfund, mit dem Gladbach wuchern konnte.

90 Minuten fehlen noch zum Glück. Gewarnt sind die Fohlen allemal. Im letzten Jahr wurden sie im letzten Spiel noch abgefangen - von Bayer Leverkusen. Ein Déjà-vu soll mit aller Macht verhindert werden. 

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