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Weltmeister Kramer beendet WM-Spekulationen selbst - reist aber für anderen Job nach Katar

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Von: Marius Epp

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Christoph Kramer stand im WM-Finale 2014 in der Startelf. Eine erneute WM-Teilnahme schließt er aber selbst aus - der Bundestrainer baut nicht auf ihn.

Mönchengladbach - Er war die tragische Figur mit Happy End: Christoph Kramer erhielt von Jogi Löw plötzlich den Auftrag, Lionel Messi im WM-Finale zu stoppen. Ehe er sich versah, war sein Einsatz aber auch schon wieder vorbei: Bei einem Zusammenprall erlitt er eine Gehirnerschütterung und musste raus. Den Weltmeistertitel durfte er trotzdem feiern.

Lange Zeit spielte er bei der Nationalmannschaft in der Folge keine Rolle mehr. In der laufenden Saison schwang er sich mit starken Leistungen auf der neu für sich entdeckten Zehnerposition zum Kandidaten für die WM 2022 in Katar auf. Doch diesen Spekulationen macht er nun selbst den Garaus, wie auch tz.de berichtet.

WM 2022: Kramer beendet Spekulationen - „Können das jetzt abhaken“

„Es war schön, diese Welle so lange zu reiten, es wäre auch ein Traum gewesen“, sagte er der Bild. „Aber wir können das jetzt abhaken, ich bin definitiv nur als TV-Experte dabei.“ In den Planungen von Bundestrainer Hansi Flick spielt der 31-Jährige keine Rolle, wie er selbst bestätigte.

Christoph Kramer gehört nicht zu Hansi Flicks „Auserwählten“.
Christoph Kramer gehört nicht zu Hansi Flicks „Auserwählten“. © Marius Becker/dpa

Entgegen anders lautender Medienberichte stand er nicht auf Flicks 55er-Kaderliste. Die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld war einfach zu groß. Wäre Kramer Stürmer, hätte er wohl bessere Chancen auf eine Nominierung gehabt. Auf dieser Position herrscht beim DFB-Team nämlich eine ziemliche Flaute, nachdem Timo Werner seine Teilnahme an der Katar-WM aufgrund einer Verletzung absagen musste.

WM 2022: Flick auf Stürmersuche

Gute Chancen auf einen Flick-Anruf haben Niclas Füllkrug und Youssoufa Moukoko, auch ein gebürtiger Berchtesgadener ist in der Verlosung. Kramer reist trotzdem nach Katar, jedoch in Diensten des TV-Senders ZDF. Gemeinsam mit den Weltmeister-Kollegen Per Mertesacker und Sami Khedira und anderen fungiert er als Experte an der Seite der Moderatoren und Moderatorinnen.

Auch Grischa Prömel hatte sich Chancen auf eine WM-Teilnahme gemacht, wurde aber von einer bösen Verletzung jäh gestoppt. (epp)

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