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Redet Tacheles: Der Mainzer Sportchef Christian Heidel.
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Redet Tacheles: Der Mainzer Sportchef Christian Heidel.

Kritik an Markus Söder

Christian Heidel zu Bayern München: „Das ist doch logisch“

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Sportvorstand von Mainz 05 unterstützt Gehaltskürzungen für ungeimpfte Spieler in Quarantäne und spricht sich für generelle Impfpflicht in Deutschland aus.

Christian Heidel bestärkt den FC Bayern, ungeimpften Spieler das Gehalt zu kürzen, die sich in Quarantäne begeben müssen und deshalb nicht für den Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung stehen. Der Sportvorstand von Mainz 05 sagte am Sonntagabend: „Ich finde das völlig in Ordnung. Ein Spieler kommt nicht zum Training. Warum soll der bezahlt werden? Das wird in Mainz hundertprozentig genauso gemacht werden. Denn wir haben ihn nicht in Quarantäne geschickt, sondern das Gesetz schickt ihn in Quarantäne und es gibt Möglichkeiten, das zu umgehen. Nämlich die Impfung. Der Spieler macht es nicht. Also wird er nicht bezahlt. Das ist doch logisch. Der FC Bayern wird das Problem die ganze Saison haben, solange die Inzidenzen so hoch sind, wenn sich die offenbar verbliebenen ungeimpften Spieler und Betreuer nicht impfen lassen.“

Heidel wird noch einmal grundsätzlich: „Wenn wir es auf dem normalen Weg nicht hinbekommen, hätte ich nichts gegen eine Impfpflicht einzuwenden. Wir müssen diese Pandemie beenden. So, wie es momentan abläuft, verschiebt sich das immer wieder ins nächste Jahr. Dann ist es im Winter schlimm und im Sommer gut, und nächstes Jahr stehen wir alle wieder so da wie jetzt. Am allerliebsten wäre es mir, wenn sich alle Menschen impfen lassen würden. Ich habe nur Bedenken, dass es so kommen wird.“

„98 Prozent geimpft“

Für seinen Verein sagt er: „Bei uns sind 98 Prozent der gesamten Profiabteilung geimpft. Wir haben den Laden hier sauber. Wir mussten keinen Druck ausüben. Wir haben es den Leuten erklärt. Und dann haben sie sich impfen lassen. Ich empfehle auch allen, sich boostern zu lassen. Ich selbst habe es schon gemacht.“

Ärger über Markus Söder

Heidel ärgert sich über die Politik. Besonders über den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder: „Ich kann mich nur wundern, wenn bei der Ministerpräsidentenkonferenz ganz, ganz wichtige Entscheidungen für uns Land getroffen werden und als erste Aussage danach kommt: Auch die Fußballer auf dem Platz müssen 2G erfüllen. Da habe ich schon den Eindruck: Man stellt dieses Thema in den Vordergrund, um andere Probleme, nämlich das, was politisch in den letzten Monaten passiert ist, zu übertünchen.“ Er habe den Eindruck, „wir rennen wieder nur hinterher. Alle Experten haben genauso das vorhergesagt, was jetzt passiert.“ Die Politik habe zu spät reagiert.

Rat zu 2G im Bundestag

Die Debatte um den Profifußball hält er jedenfalls für total übertrieben. „Es gibt keine Branche, die eine so hohe Impfquote hat wie der deutsche Profifußball. Mich würde mal die Impfquote des deutschen Bundestages interessieren. Darüber redet überhaupt niemand. Warum gibt es dort keine 2G-Regel? Von uns verlangt man das.“ Er glaube, dass auch ohne die AfD die Impfquote des Bundestages „nicht im Ansatz“ an die des Profißballs herankommt.

Mit Blick auf die Nationalmannschaft vor der WM in Katar sagt Heidel: „Im nächsten Winter bin ich mal gespannt, ob das Risiko eingegangen wird, ungeimpfte Spieler mitzunehmen. Das muss Hansi Flick entscheiden.“ Heidel macht kein Hehl daraus, wie er entscheiden würde.

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