Schon Ende März?

Krasse Regeländerung in der Bundesliga? Vor allem der BVB könnte bald davon profitieren 

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Die DFL plant eine krasse Regeländerung in der Bundesliga. Möglicherweise könnten Nachwuchsspieler bereits viel früher bei ihren Teams eingesetzt werden - und zwar schon mit 16.

  • In der Bundesliga gibt es eine klare Altersregelung für Profieinsätze
  • Nun plant die DFL, diese Regelung aber zu ändern
  • Bald könnten schon Spieler im Alter von 16 in der Bundesliga auflaufen

Frankfurt/Main - Sehen wir bald noch mehr junge Spieler in der Bundesliga? Bald könnten Youngster im Alter von 16 Jahren im Fußball-Oberhaus auflaufen. Zumindest will die DFL nun dafür sorgen. 

Bühne frei für die Babyface-Bundesliga? Top-Talente sollen zukünftig schon mit 16 Jahren im deutschen Profifußball eingesetzt werden dürfen. 

Nach SID-Informationen gibt es entsprechende Pläne bei der DFL, die Nachwuchshoffnungen wie Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund den frühen Schritt in die Bundesliga oder die 2. Liga ermöglichen würden.

Demnach plädieren die DFL-Kommissionen Fußball und Nachwuchsleistungszentren für eine Änderung der bisherigen Bestimmungen in der „Lizenzordnung Spieler“ (LOS), die von der Vollversammlung der 36 Erst- und Zweitligisten Ende März beschlossen werden könnte. 

Bundesliga: Krasse Regeländerung geplant - profitiert bald der BVB davon?

Laut der Bild und der Welt, die zuerst darüber berichtet haben, hat Dortmund bereits einen entsprechenden Antrag für das Treffen der Profivereine angekündigt.

Derzeit orientiert sich der Profifußball an den Regelungen des DFB. Dort ist festgehalten, dass Nachwuchsspieler entweder ihr 18. Lebensjahr vollendet haben oder zum jüngeren Jahrgang der U19 gehören müssen, um bei den Aktiven eingesetzt werden zu können. Sollte die DFL-Versammlung die LOS ändern, hätte das nur für die Bundesliga und die 2. Liga Gültigkeit. Eine Zustimmung des DFB wäre dafür nicht nötig.

Bislang führt Nuri Sahin als jüngster Spieler in der Bundesliga-Geschichte für Dortmund das Youngster-Ranking an. Der mittlerweile 31-Jährige, der seit 2018 bei Werder Bremen unter Vertrag steht, gehörte dem jüngeren U19-Jahrgang an und war im August 2005 genau 16 Jahre und 335 Tage alt. Ein möglicher neuer Rekordhalter könnte 335 Tage jünger sein.

Die Änderung würden den unzähligen Top-Youngster aus der Bundesliga ein früheres Bundesliga-Debüt bescheren. Ob das aber am Ende förderlich ist? Miroslav Klose kritisierte zuletzt den Hype um die Youngster in Deutschland.  

Der wohl bekannteste Spieler ist Moukoko, der erst 15 Jahre alt ist und im November 16 wird und in den Nachwuchs-Teams des BVB alles kurz und klein schießt.

Bundesliga: Krasse Regeländerung geplant - debütiert Moukoko bald für BVB?

Youssoufa Moukoko

Der in Kamerun geborene Stürmer lebt seit 2014 in Deutschland, seit 2016 trägt er das BVB-Trikot, in dem er fast wöchentlich für Schlagzeilen sorgt. Sein Ausbildungsvertrag bei den Westfalen läuft bis 2022, das derzeit gültige Reglement würde einen Einsatz bei den Profis ab August 2021 ermöglichen.

Derzeit sorgt ein anderer Jungstar beim BVB jedoch auch für Aufsehen. Allerdings ist der schon ein Stück älter. Erling Haaland feierte mit 19 Jahren ein irres Hattrick-Debüt in der Bundesliga, nachdem er im Winter für 20 Millionen zum BVB kam. 

Sollte die DFL die Altersgrenze senken, würde sie dem Beispiel der anderen europäischen Topligen (England, Spanien, Italien, Frankreich) folgen. In anderen Sportarten wie beim Turnen oder im Tennis sind junge Gesichter in der Elite längst keine Seltenheit mehr. So ist die 15 Jahre alte US-Amerikanerin Coco Gauff bereits seit 2018 Tennisprofi und hat im vergangenen Jahr ihr erstes Turnier gewonnen.

Bundesliga vor Regeländerung - In Europa schon Gang und Gäbe

Für das größte Aufsehen im Fußball sorgte zuletzt „Wunderkind“ Ansu Fati vom spanischen Meister FC Barcelona. Mit 17 Jahren und 40 Tagen hat sich das Supertalent aus Guinea-Bissau im Dezember zum jüngsten Torschützen in der Champions League gekrönt. 

Bei seinem Debüt in der spanischen Liga war Fati erst 16, Ende August 2019 hatte er sich im Alter von 16 Jahren und 304 Tagen als jüngster Liga-Torschütze in die Klubhistorie eingetragen. Die Ausstiegsklausel Fatis wurde daraufhin auf 170 Millionen Euro angehoben.

Ähnliches könnte der BVB mit Moukoko planen. Der Angreifer, der zu seinem 15. Geburtstag ein Barca-Trikot von seinem Idol Lionel Messi geschenkt bekam, stellte in der vergangenen Saison mit 50 Toren in der U17-Bundesliga einen Rekord auf. Für den DFB bestritt Moukoko bislang vier U16-Länderspiele.

Dem Jugend-Trend folgt auch der FC Bayern, der sich die Dienste von Nicolas Kühn sichert. Der Youngster ist der Gewinner der Fritz-Walter-Medaille 2019 in Gold. Allerdings soll er zunächst in der 2. Mannschaft (3.Liga)  

fs/sid

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Rubriklistenbild: © dpa / Friso Gentsch

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