Fußball und die Krise

Corona und Fußball: Kein DFB-Pokalfinale am 23. Mai

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Die Bundesliga pausiert weiter, und auch der DFB-Pokal ist ausgesetzt. Ende offen.

  • Eintracht Frankfurts Fredi Bobic will mehr Zeit
  • Entscheidung über Start der Bundesliga liegt bei der Politik 
  • DFB-Pokalfinale verschoben

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+++ 13.00 Uhr: Das DFB-Pokalfinale kann nicht wie geplant am 23. Mai im Berliner Olympiastadion stattfinden. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Freitag nach einer Videokonferenz des Präsidiums mitteilte, bleibt der Wettbewerb aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und der Endspieltermin offen.

Fredi Bobic fordert mehr Vorbereitungszeit

Update 24.04.2020, 11.15 Uhr:  Sportvorstand Fredi Bobic von Eintracht Frankfurt sieht die schnelle Wiederaufnahme des Spielbetriebs kritisch und fordert eine Vorbereitungszeit von mindestens zwei Wochen. „Sollte die Politik entscheiden, dass wir wieder Bundesligafußball spielen können, brauchen wir natürlich irgendwann wieder ein Mannschaftstraining. Du brauchst mindestens 14 Tage, am besten wären ungefähr drei Wochen“, sagte Bobic im Interview mit RTL/ntv.

Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann teilt die Bedenken seines Frankfurter Kollegen: "Ich persönlich bin eher skeptisch, dass am 9. Mai wieder Bundesligaspiele stattfinden werden. Wir müssen abwarten, was die Regierung gemeinsam mit den Ministerpräsidenten am 30. April entscheidet."

DFL stellt Konzept zur Bundesliga-Fortsetzung vor

+++ 15.37 Uhr: Die Pressekonferenz der DFL ist beendet.

+++ 15.32 Uhr: Laut Dr. Meyer gibt es keine Spieler in der Bundesliga, die sich gegen eine Fortsetzung des Spielbetriebs ausgesprochen haben.

+++ 15.29 Uhr: Europa League und Champions League wird wohl erst im August ausgespielt, so Seifert. Dass es Terminkollisionen mit der Bundesliga in Mai und Juni kommt, ist auszuschließen.

+++ 15.27 Uhr: Mit welchem Spieltag es bei einer Fortsetzung des Spielbetriebs weitergeht, hat die DFL noch nicht entschieden.

+++ 15.26 Uhr: Seifert betont, dass das Ziel des Saisonendes weiter der 30. Juni ist. 

+++ 15.22 Uhr: Die nächste Konferenz der Bundesregierung ist für den 30. April geplant. Ob dort eine endgültige Entscheidung fällt, liegt nicht in der Hand der DFL.

+++ 15.16 Uhr: Das Unternehmen, mit dem keine Einigkeit erzielt wurde, ist nicht „DAZN“, erklärte Seifert. Der weitere Verlauf der Bundesliga wird sich auch auf die Wertigkeit der Rechte auswwirken.

+++ 15.14 Uhr: Seifert: „Bislang gab es insgesamt 14 positiv getestete Spieler, die alle wieder gesund sind.“

+++ 15.13 Uhr: Seifert betont, dass es bei einem weiteren „Lockdown“ eine Rückführung der für die Bundesliga vertraglich zugesicherten Tests geben wird.

+++ 15.11 Uhr: Bundesligaspieler, die positiv getestet werden, sollen nicht genannt werden. Der Verein, bei dem der Profi aktiv ist, bleibt ebenfalls geheim, so Seifert. 

Bundesliga: 20.000 Tests werden benötigt

+++ 15.10 Uhr: Dr. Meyer sagt, dass insgesamt etwa 20.000 Tests benötigt werden für die Bundesligavereine.

+++ 15.05 Uhr: Der bei der Pressekonferenz anwesende Prof. Dr. med. Tim Meyer erklärt: „„Unsere Spieler und Betreuer sind aufgrund des Bündels unserer Maßnahmen nicht als Hochrisikogruppen einzustufen.„

+++ 15.02 Uhr: Wenn das „okay“ für den 9. Mai als Spielstart kommt, „werden Liga und Vereine dafür bereit sein“, so Seifert. 

+++ 15.00 Uhr: Seifert stellt noch einmal klar, dass die DFL nicht entscheidet, wann wieder gespielt wird. Lediglich die Rahmenbedingungen können geschaffen werden, dass ein Spielbetrieb wieder möglich ist. Entscheidungsträger ist aber die Politik. 

+++ 14.54 Uhr: DFL-Boss Seifert stellt klar, dass durch die Tests für die Bundesligaspieler keine Kapazitäten für die Gesellschaft blockiert werden. 

+++ 14.50 Uhr: Einen besonderen Dank spricht Seifert an „Sky“ aus.

Bundesliga: Positive Gespräche mit Medienpartnern

+++ 14.49 Uhr: Es wurden Gespräche mit allen Medienpartnern geführt. „Mit einer Ausnahme wurde mit allen Partnern Einigungen erzielt“, sagte Seifert. Den 36 Profivereine könne nun bis zum 30. Juni schrittweise Liquidität möglich gemacht werden.

+++ 14.47: Bei einem Geisterspiel der Bundesliga sollen maximal 213 Personen im Stadion sein. In der 2. Liga sind es nur 188 Personen. Alle Vereine haben zugesichert, die maximale Anzahl der Personen einzuhalten.

+++ 14.44 Uhr: Geisterspiele seien aktuell die einzige Möglichkeit, die Liga am Leben zu erhalten, so Seifert.

Bundesliga-Fortsetzung: Entscheidung liegt bei der DFL

+++ 14.43 Uhr: DFL-Boss Seifert sagt, dass es an der Politik liegt, wann die Bundesliga wieder startet. Die Liga wäre am 9. Mai bereit, wenn es grünes Licht von Medizinern und der Politik gibt.

+++ 14.42 Uhr: Die Pressekonferenz der DFL beginnt.

Update vom Donnerstag, 23.04.20220, 13.02 Uhr: Seit 11 Uhr läuft die virtuelle Mitgliederversammlung der DFL. Die Verantwortlichen beraten dabei, wie es mit der Bundesliga weitergeht. In Kürze dürfte DFL-Boss Christian Seifert auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Versammlung berichten. Neben Seifert werden auch Prof. Dr. med. Tim Meyer (Leiter der „Task Force Sportmedizin"),  Prof. Dr. med. Barbara Gärtner (Mitglied der „Task Force Sportmedizin“) und Christian Pfennig (Mitglied der DFL-Geschäftsleitung) an der Pressekonferenz teilnehmen und für Fragen der Journalisten zur Verfügung stehen.

Update vom Mittwoch, 22.04.2020, 22.49 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist von einer Wiederaufnahme der Spiele in der Fußball-Bundesliga überzeugt. „Ich halte es grundsätzlich für vertretbar. Entscheiden tun nur die Länder, die sind zuständig. Klug ist es, beieinander zu bleiben, die Beurteilung durch Bundesgesundheitsministerium und das RKI wird eine Rolle spielen“, sagte Bouffier dem „F.A.Z.-Podcast für Deutschland“. „Alles, was ich gehört habe, lässt mich annehmen, dass sie zustimmen. Mein Eindruck ist, dass die meisten Ministerpräsidenten mitziehen“, sagte CDU-Politiker Bouffier.

Zuvor hatten auch die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU), eine Aufnahme von Geisterspielen im Mai in Aussicht gestellt.

Kritiker der Wiederaufnahme von Ligaspielen werfen dem Fußball vor, er binde Testkapazitäten, die dann etwa in Alten- und Pflegeheimen fehlten. Jeder Betroffene des Ligabetriebes soll nach den Vorstellungen der Deutschen Fußball Liga einmal pro Woche getestet werden. Dabei käme es nach Schätzungen bis zum Ende der Spielzeit zu etwa 20.000 Tests.

Markus Söder: RKI muss „grünes Licht“ für Bundesliga-Neustart geben

Update, 21.04., 22.25 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) muss dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) zufolge „sein grünes Licht“ für den Neustart der Fußball-Bundesliga geben. „Wir brauchen die Expertise des Robert Koch-Instituts“, sagte der 53-Jährige in den ARD-„Tagesthemen“. „Es müssen klare Geisterspiele sein, der Personenkreis muss klar kontrollierbar sein. Es muss auch dafür gesorgt werden, dass vor den Stadien auch nichts stattfindet.“ Einen „Blankoscheck“ für die Klubs „nach dem Motto, egal was passiert, es findet statt“, werde es „natürlich nicht geben“. RKI-Vizepräsident Lars Schaade hatte sich zuvor skeptisch zu dem Ligaplan geäußert, die Fußball-Profis ständig auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen.  

Bundesliga: DFL gibt Entscheidung über Wiederaufnahme des Spielbetriebs bekannt 

Erstmeldung vom 21.04.

Frankfurt - Die Bundesliga pausiert aufgrund der Corona-Krise aktuell noch. DFL und die Vereine der 1. und 2. Bundesliga hatten sich für das Aussetzen der Spiele bis zum 30. April verständigt. Nun könnte der Spielbetrieb in der Bundesliga aber zeitnah fortgesetzt werden. 

Bundesliga: Söder und Laschet halten Geisterspiele für möglich

Geisterspiele sollen ab dem 9. Mai möglich sein, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet bei „Bild“ mitteilten. „Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt. Das, was die DFL in diesen Tagen vorgelegt hat, lässt erkennen, dass es Schutzvorkehrungen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Zustand der Geisterspiele zurückkehren können“, sagteLaschet dazu.

Markus Söder ergänzte: „Das ist schon eine Gratwanderung. Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht überdrehen oder leichtfertig sind. Spiele mit Zuschauerbeteiligung sind völlig undenkbar. Auch Geisterspiele sind eine Gratwanderung. Es ist denkbar, dass wir vielleicht ab dem 9. Mai frühestens eine solche Geisterrunde spielen können.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bewertet das Konzept der DFL für die Bundesliga in der Corona-Krise ebenfalls positiv: „Mit dem Gesamtkonzept sind Geisterspiele sicher wieder möglich. Entscheidend ist, dass so das Infektionsrisiko minimiert wird. Das wäre für Millionen Fußballfans ab dem 9. Mai dann wieder ein Stück Normalität, wenn auch im leeren Stadion“, sagte er bei „Bild“.

Bundesliga: Bekanntgabe des Neustarts am Donnerstag

Die DFL will am Donnerstag (23.04.2020) bekanntgeben, wie es weitergehen wird mit der Fußball-Bundesliga. Eine Fortsetzung der Saison gilt trotz Corona-Krise als wahrscheinlich - aber ohne Zuschauer. DFL-Chef Christian Seifert ist froh über die Aussagen von Laschet und Söder: „Das sind positive Signale, die ausgesendet wurden. Das gibt beiden Ligen eine wichtige Perspektive. Die Politik vertraut uns, und wir und vor allem die Spieler müssen jetzt Vorbild sein.“

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge reagierte erleichtert auf die Aussagen zu einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga in der Corona-Krise: „Die Aussagen des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und des Ministerpräsidenten von NRW, Armin Laschet, sind ein sehr positives Signal für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes der Bundesliga. Es ist wichtig, dass wir mit den rechtlichen und medizinischen Vorgaben der Politiker vorbildlich und sehr seriös umgehen, um das Gesundheitsrisiko zu minimieren“, so Rummenigge, der der DFL für das ausgearbeitete Konzept dankt. 

Bundesliga: Ende der Saison bis zum 30. Juni

Wie das Konzeptfür genau aussieht, wird die DFL voraussichtlich am Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellen und außerdem ein genaues Datum für den nächsten Spieltag in der Bundesliga nennen. Bekannt ist bisher lediglich, dass die Saison trotz Corona-Krise am 30. Juni beendet sein soll. Unterdessen haben sich Fanbündnisse klar gegen Geisterspiele ausgesprochen.

(smr)

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa

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