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Ex-Profi Thomas Hitzlsperger kritisiert einige Konzern-Bosse.
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Ex-Profi Thomas Hitzlsperger kritisiert einige Konzern-Bosse.

Kritik

Bundesliga ohne „Reiz“

Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat Kritik an den Führungsstrukturen deutscher Fußball-Vereine und dem Niveau der Bundesliga geäußert.

Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat Kritik an den Führungsstrukturen deutscher Fußball-Vereine und dem Niveau der Bundesliga geäußert.

„Viele Konzern-Manager, das muss man leider so nehmen, wie es kommt, verstehen vom Fußball Null bis Nichts“, sagte der ARD-Experte im Interview der „Süddeutschen Zeitung“. Die Bosse fühlten „sich wohl in autoritären Strukturen und in der Gesellschaft von B- und C-Promis. Ob die Mannschaft gut oder schlecht spielt, vermögen sie nicht zu beurteilen“, kritisierte Hitzlsperger.

Anders als in England hätten die meisten Bundesliga-Vereine zu wenig Geld, um auf höchstem Niveau zu spielen, sagte der 52-malige Auswahlakteur. „Eine Liga, in der sich außer dem FC Bayern niemand Hoffnung auf die Meisterschaft machen kann, hat keinen Reiz. Man tröstet sich damit, dass ja der Abstiegskampf so spannend sei.“ Das sei im Sinne des Wettbewerbs bedauernswert.

In Deutschland verhindert die 50+1-Regel, dass ein Investor einen Verein mehrheitlich beherrschen darf. „Viele Funktionäre würden sich gerne öffnen“, sagte Hitzlsperger, „sie fürchten aber den Unmut der Fans. Teile der Fans sind skeptisch, haben Angst vor Eigentümern, die mangels Identifikation und Wissen den Verein in den Ruin treiben. Ich kann beide Positionen nachvollziehen. Die Sorge, dass jemand den Verein übernimmt und dann herunterwirtschaftet, ist nicht aus der Luft gegriffen.“ (dpa)

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