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Ist die Meisterschaft der 1. Fußball Bundesliga am 32. Spieltag entschieden worden?

Bundesliga:

Ist die Meisterschaft schon entschieden?

War der 32. Spieltag die Entscheidung? Während Bayern gegen Hannover 3:1 gewann, kam der BVB in Bremen nicht über 2:2 hinaus.

Während Bayern gegen Hannover 3:1 gewann, kam der BVB in Bremen nicht über 2:2 hinaus. Nun trennen Bayern und Dortmund schon 4 Punkte bei noch zwei zu spielenden Partien. Auch wenn ein Wechsel an der Tabellenspitze nun unwahrscheinlich scheint, sollte ein Gesetz niemals außer Acht gelassen werden: Im Fußball kann fast alles passieren. Darüber hinaus warten bei der Champions League- und Euro-League-Qualifikation durchaus noch spannende Entscheidungen.

Wie Dortmund noch Meister werden könnte 

4 Punkte Vorsprung in zwei Spielen: für die Bayern eigentlich eine sichere Angelegenheit. Doch rein rechnerisch hat Dortmund durchaus noch die Chance, nach der Meisterschale zu greifen. Folgende Konstellationen sind durchaus möglich:

  1. Bayern patzt und Dortmund startet durch - Der FC Bayern muss nächsten Samstag bei RB Leipzig antreten – durchaus eine Herausforderung. Danach kommen die Frankfurter in die Allianz-Arena, was durchaus auch noch als schweres Spiel bezeichnet werden kann. Der BVB muss zunächst zu Hause gegen Düsseldorf ran und fährt am letzten Spieltag nach Gladbach. Gewinnt der BVB beide Partien und Bayern verliert die Begegnungen, ist Dortmund Meister.
  2. Zuspitzung am letzten Spieltag - Sollte es am 33. Spieltag so kommen, dass zunächst Bayern verliert und Dortmund gewinnt, existiert für den BVB auch noch eine andere Erfolgsvariante: Der FC Bayern kommt zum Saisonende nicht über ein Unentschieden hinaus, während Dortmund auch in Gladbach als Sieger vom Platz geht. In diesem Fall wäre der BVB ebenfalls Meister.

Folgende Szenarien, könnten sich an den letzten beiden Spieltagen zwischen Bayern und Dortmund noch ereignen:

33. Spieltag: Bayern gewinnt und Dortmund Egal + 34. Spieltag: Bayern gewinnt und Dortmund egal = FC Bayern wird Meister

33. Spieltag: Bayern spielt unentschieden, Dortmund gewinnt + 34. Spieltag: Bayern gewinnt, Dortmund gewinnt = FC Bayern wird Meister

33. Spieltag: Bayern spielt unentschieden, Dortmund gewinnt + 34. Spieltag: Bayern verliert, Dortmund gewinnt = BVB wird Meister

33. Spieltag: Bayern spielt unentschieden, Dortmund gewinnt + 34. Spieltag: Bayern spielt unentschieden, Dortmund gewinnt = FC Bayern wird Meister *

33. Spieltag: Bayern verliert, Dortmund gewinnt + 34. Spieltag: Bayern spielt unentschieden, Dortmund gewinnt = BVB wird Meister

33. Spieltag: Bayern verliert, Dortmund gewinnt + 34. Spieltag: Bayern spielt unentschieden, Dortmund spielt unentschieden = FC Bayern wird Meister

33. Spieltag: Bayern verliert, Dortmund gewinnt + 34. Spieltag: Bayern verliert, Dortmund gewinnt = BVB wird Meister

33. Spieltag: Bayern verliert, Dortmund verliert + 34. Spieltag: Egal = FC Bayern wird Meister

33. Spieltag: Egal + 34. Spieltag: Bayern gewinnt, Dortmund Egal = FC Bayern wird Meister

*Bei Punktegleichstand wird der FC Bayern Deutscher Meister, weil die Tordifferenz der Bayern um 18 Tore besser ausfällt als die vom BVB.

Der FC Bayern München darf also keine der beiden folgenden Partien gewinnen und Dortmund muss mindestens 5 Punkte holen, damit überhaupt noch eine Chance für den BVB besteht. Die bekanntesten Wettanbieter zeigen in ihren Quoten auch kaum noch Hoffnung für BVB. Wer auf den Meister setzen möchte, sollte sich die besten deutschen Wettanbieter vorher im Vergleich anschauen, um so das Maximum für sich herauszuholen.

Champions League und Euro-League: Wer kann sich noch qualifizieren?

Als eine der besten 4 Ligen Europas stellt die Bundesliga aktuell 4 direkte Teilnehmer für die Champions League. Somit haben sich der FC Bayern, der BVB sowie RB Leipzig schon sicher für den Wettbewerb qualifiziert. Um den letzten Platz streiten sich aktuell vor allem 2 Teams:

  • Eintracht Frankfurt (54 Punkte)
  • Bayer 04 Leverkusen (54 Punkte)

Chancen haben aber auch noch:

  • Borussia Mönchengladbach (52 Punkte)
  • VFL Wolfsburg (52 Punkte)
  • TSG 1899 Hoffenheim (51 Punkte)

Da Frankfurt am letzten Spieltag noch zu den Bayern muss, kann das Ganze eine schwierige Angelegenheit für die Eintracht werden. Wolfsburg hat mit Augsburg und Stuttgart hingegen zwei machbare Aufgaben vor sich. Gladbach muss am letzten Spieltag noch gegen den BVB ran. Leverkusen dürfte mit Schalke und Hertha BSC Berlin hingegen ebenfalls ein Programm haben, welches die Chancen auf den Qualifikationsplatz steigert.

Gemessen am Restprogramm ist es nicht unwahrscheinlich, das Leverkusen am Ende das Rennen machen könnte. Sollte Frankfurt jedoch so beherzt und engagiert auftreten wie in der Europa League, können die Zuschauer die besonderen „Choreos“ der Frankfurter Fans auch bald in den Stadien der besten europäischen Fußballclubs bewundern.

Wie steht es um die Qualifikation für die Europa League?

Der Modus der Euro-League besagt, dass der Tabellenfünfte sowie DFB-Pokalsieger direkt für die Gruppenphase qualifiziert sind. Der Tabellensechste qualifiziert sich hingegen für die zweite Qualifikationsrunde.

Da das DFB-Pokalfinale jedoch zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig stattfindet, entfällt diese Qualifikationsregel. Beide Teams sind bereits über die Tabelle in der Champions League. Somit rückt der Tabellensiebte in die Qualifikationsrunde mit auf. Neben den oben genannten Teams vom Frankfurt bis Hoffenheim kann sich auch der SV Werder Bremen mit 47 Punkten noch Hoffnungen auf den siebten Platz machen.

Eintracht Frankfurt ist diesbezüglich übrigens ein Sonderfall, da ja noch Chancen auf den Sieg in der Europa League 2018/2019 bestehen. Sollte die Eintracht dies schaffen, ist der Verein automatisch für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert. Ein zusätzlicher Platz in der Europa League-Qualifikation entsteht dadurch jedoch nicht.

Gibt es für die Abstiegskandidaten noch Hoffnung?

Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass die beiden direkten Abstiegskandidaten 1. FC Nürnberg (19 Punkte) und Hannover 96 (18 Punkte) kaum noch Hoffnung haben dürften, zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Dort steht der VfB Stuttgart mit 24 Zählern. Stuttgart dürfte schon jetzt keines der verbliebenen beiden Spiele mehr gewinnen und Nürnberg sowie Hannover müssten beide Partien gewinnen – eine eher unwahrscheinliche Konstellation. Für Stuttgart geht es jedoch definitiv auch nicht mehr weiter nach oben. Der Abstand zum FC Schalke 04 auf dem vierzehnten Tabellenplatz (31 Punkte) ist auch rechnerisch nicht mehr zu überbrücken.

Es bleibt spannend: Die Bundesliga ist noch nicht komplett entschieden

Auch wenn die Hoffnungen auf ein Fotofinish im Meisterschaftsduell zwischen dem FC Bayern München und dem BVB zuletzt gedämpft wurden, ist die Meisterschaft noch nicht endgültig entschieden. Sollte der FC Bayern patzen, können die Dortmunder vielleicht doch noch als Meister hervorgehen. Aus eigener Kraft ist dies hingegen nicht mehr möglich. Spannender geht es noch beim Kampf um die Qualifikationsplätze für die Champions League und die Euro-League zu. Im Tabellenkeller scheint hingegen fast alles bereits gelaufen zu sein.

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