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Schalker Sinnbild.
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Schalker Sinnbild.

Kommentar

Schalke 04 trudelt Richtung Abstieg: Übrig bleibt ein Trümmerhaufen

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Das personelle Tabula rasa dient auf Schalke nur noch der Abwicklung des Abstiegs. Doch die Risiken sind enorm. Ein Kommentar.

Immerhin diese eine Sache haben sie sich auf Schalke offenbar bewahrt, auch im Moment der größtmöglichen Konfusion den Sinn für Tradition nicht zu verlieren: Als dann nämlich auf die Spieler-Revolte und die Stuttgart-Klatsche am Sonntag noch das Tabula rasa auf Personalebene folgte, machten findige Spötter rasch ihre ganz eigene Rechnung auf: Vorstand Schneider + Trainer Gross + Teamkoordinator Riether + Athletiktrainer Leuthard = vier Leute weg, 04! Schalke kann Tradition. Wenigstens das.

Ganz ohne jene (durchaus berechtigte) Häme und mit ein wenig Wehmut ob des Absturzes eines geschichtsträchtigen Vereins muss konstatiert werden: Der stolze Klub aus dem Pott liegt in Trümmern – finanziell, strukturell, sportlich. Der vierte Bundesligaabstieg der 117-jährigen Vereinsgeschichte ist nur noch rechnerisch zu verhindern, sonst nicht mehr, selbst Aufsichtsratchef Buchta legte in seinem Statement zur Demission des Quartetts den Fokus bereits auf die kommende Saison.

Peter Knäbel übernimmt vorerst

Ob für den Schalker Neubeginn in Liga zwei dann ausgerechnet der einst beim HSV krachend gescheiterte und durch seinen Rucksackverlust (inklusive der Preisgabe von Gehaltslisten und Verträgen) zur Lachnummer gewordene Manager Peter Knäbel der richtige Mann ist, sei mal dahingestellt. Vorerst soll er jedenfalls gemeinsam mit den S04-Größen Büskens, Asamoah und Elgert den Abstieg einigermaßen ordentlich abwickeln.

Parallel dazu müssen freilich die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt werden, eine Herkulesaufgabe: Welche Spieler wollen den steinigen Weg ins Fußballunterhaus mitgehen? Welche Spieler sollen das überhaupt? Kolasinac, Mustafi, Serdar, Harit? Hmm, wohl kaum. Und vor allem, welches Personals kann sich der klamme Klub noch leisten? Wo kann er frische Kohle herbekommen?

Kommt Trainer Steffen Baumgart?

Wer verpflichtet die zweitligatauglichen Kicker und wer kennt sich dort so gut aus, um sie auch erfolgreich zum Wiederaufstieg zu coachen? Etwa der aufbrausende Paderborner Glücksbändchenträger Steffen Baumgart? Fragen über Fragen, die alsbald von einem Aufsichtsrat beantwortet werden sollen, der selbst zu Teilen noch nicht genau weiß, wie es mit ihm über den Sommer hinaus weitergeht.

Am 13. Juni, sechs Wochen vor Beginn der Zweitligasaison und damit quasi parallel zum Vorbereitungsstart, steht die Schalker Jahreshauptversammlung an, im Sommer werden fünf Aufsichtsratsposten neu besetzt. Wer jetzt Entscheidungen trifft, könnte dann schon nicht mehr da sein.

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