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Rekordmeister Bayern München wird nicht von BMW gesponsert - der Deal ist geplatzt.

Sponsorendeal

Bayern kontra BMW

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Bayern München will nach dem geplatzten Sponsorendeal Geld von BMW zurück haben. 

Der geplatzte Sponsorendeal zwischen dem FC Bayern und Autohersteller BMW hat wohl ein Nachspiel. Wie die Münchner „tz“ erfuhr, sollen die Münchner trotz der gescheiterten Verhandlungen im Nachhinein Zahlungen von BMW fordern. Hintergrund: Beide Parteien hatten bereits einen Vorvertrag unterschrieben, in dem die Höhe der Sponsoringsummen festgelegt wurde. Letztendlich hatte der FCB laut eigener Aussage Gespräche über eine mögliche Partnerschaft „aufgrund fehlender Vertrauensbasis“ abgebrochen. Die Folge: Sponsor Audi besserte sein Angebot prompt auf, allerdings zu deutlich niedrigeren Konditionen als das Sponsorenpaket von BMW beinhaltet hätte. Einen Teil dieses Differenzbetrags fordern die Bayern wohl ein.

Wie lukrativ die Partnerschaft zwischen BMW und Bayern genau gewesen wäre, blieb bis zuletzt unklar. Als der geplante Deal erstmals bekannt wurde, wurde ein Gesamtvolumen in Höhe von 800 Millionen Euro kolportiert. Diesem Betrag widersprach Bayern-Präsident Uli Hoeneß damals aber energisch: „Die Summen, die da in der Welt rumgeistern, die stimmen hinten und vorne nicht.“

Leicht sind die Zeiten für den Konzern aktuell ohnehin nicht. Bestes Beispiel: Die BMW-Aktie hat innerhalb eines Jahres 25 Prozent ihres Wertes verloren. Auf der Hauptversammlung im Mai hagelte es Kritik wegen drohender Kartellstrafe, Gewinneinbruch, Kursverlust und Dividendenkürzung.

Für Audi ist das Fortbestehen der Partnerschaft mit dem deutschen Rekordmeister hingegen ein Glücksfall. Denn: Die VW-AG als Muttergesellschaft von Audi sieht Fußball vor allem für das Thema E-Mobilität als idealen Kommunikator. Unter dem Claim „We drive football“ (Wir fahren Fußball) wurden bereits das Sponsoring der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gestartet, um sich als Marke neu aufzustellen. Außerdem wurde Bundestrainer Joachim Löw als Markenbotschafter gewonnen und das Unternehmen auf seinem Weg in die E-Mobilität begleiten. Dabei kann freilich auch der FC Bayern helfen.

In zwei Wochen steht wieder die Audi Summer Tour an, in deren Rahmen der FC Bayern einen Teil seiner Sommervorbereitung in den USA absolviert.

Salihamidzic unterwegs

Derweil kämpfen die Bayern hinter den Kulissen weiter um Neuzugänge für die anstehende Saison. So schaute sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Dienstag beide Halbfinalpartien der U21-Europameisterschaft in Italien an. Erst ging es ins Stadio Renato Dall’Arra nach Bologna zum Halbfinale zwischen Deutschland und Rumänien und im Anschluss ins ungefähr 100 Kilometer entfernte Stadio Citta del Tricolore in Reggio Emilia, wo Spanien auf Frankreich traf.

Gut möglich, dass Salihamidzic dort einen intensiven Blick auf Marc Roca geworfen hat. Der zentrale Mittelfeldspieler ist derzeit bei Espanyol Barcelona unter Vertrag. Laut spanischen Medienberichten sollen die Münchner an einer Verpflichtung des 22-Jährigen interessiert sein. Das wäre sicherlich nach dem Geschmack von Trainer Niko Kovac, der jüngst via „Kicker“ vier neue Spieler für die neue Saison forderte: „Mit 17 Profis kommen wir nicht weit, 19 brauchen wir schon!“

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