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Heribert Bruchhagen bleibt dem HSV erhalten.

Hamburger SV

Bruchhagen bleibt bis 2019 beim HSV

Heribert Bruchhagen bleibt bis 2019 Vorstandsvorsitzender beim Hamburger SV. Der 69-Jährige hat im vergangenen Jahr Dietmar Beiersdorfer beerbt.

Heribert Bruchhagen bleibt wie erwartet auch in der kommenden Spielzeit der starke Mann beim Hamburger SV. Der norddeutsche Fußball-Bundesligist teilte am Mittwoch mit, dass der Aufsichtsrat und der Vorstandsvorsitzende der HSV Fußball AG sich auf eine Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2019 geeinigt haben. „Wir setzen auf Kontinuität und vertrauen Heribert Bruchhagen, dass er die anstehenden Aufgaben genauso angehen und erfolgreich bewältigen wird wie schon die Herausforderungen bei seinem Amtsantritt“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas C. Peters.

Bruchhagen hatte vor fast genau einem Jahr den abberufenen Dietmar Beiersdorfer als Vorstandschef abgelöst. Der größte Erfolg des erfahrenen 69-Jährigen bestand darin, dass er weitgehend für Ruhe beim wirtschaftlich und sportlich angeschlagenen Club sorgte, der letztlich auf direktem Weg den Klassenverbleib schaffte. 

Bruchhagen hatte zuvor in der „Sport Bild“ (Mittwoch) bekräftigt, seine Arbeit beim HSV fortsetzen zu wollen. „Es geht nicht um ein Vertragswerk, sondern um das Gefühl, ob etwas gewollt ist. Ich denke, dass Kontinuität angebracht ist“, betonte Bruchhagen, der vor seiner HSV-Zeit Vorstandschef beim Ligarivalen Eintracht Frankfurt war.

Auch ein Jahr nach seiner Amtsübernahme muss er sich beim HSV jedoch einer kritischen Lage stellen - sportlich wie finanziell. Denn die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol überwintert als 17. auf einem direkten Abstiegsplatz. Und auch wirtschaftlich ist der Verein - was auch der sportlichen Krise geschuldet ist - nicht vorangekommen.

Im Gegenteil. Die Verbindlichkeiten der HSV Fußball AG belaufen sich auf 105,5 Millionen Euro und haben einen Höchststand erreicht, nachdem das abgelaufene Geschäftsjahr ein dickes Minus von 13,4 Millionen Euro erbrachte. Bruchhagen erwartet hier aber eine Konsolidierung. „Unsere Planung sieht vor, dass wir dieses Jahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis abschließen. Das können wir schaffen.“

Das wird allerdings schwierig, wenn der HSV im Winter wie erwartet noch einmal personell nachbessert. So komme man bei der von Gisdol gewünschten Verstärkung im zentralen Mittelfeld schnell „in eine für uns schwierige Größenordnung“, wie Bruchhagen einräumte. Man müsse zwischen dem wirtschaftlichen Ziel und der sportlichen Notwendigkeit abwägen.

Klar sei aber: „Der Klassenerhalt steht über allem.“ Doch auch beim Abstieg würde er weitermachen. „Ich würde mich niemals der Verantwortung entziehen, wenn ich das Gefühl hätte, dass es gut für den HSV ist.“ An dieses Schreckensszenario glaubt er aber nicht. „Ich sehe, dass unsere Mannschaft gefestigter ist als vor einem Jahr.“ (dpa)

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