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In der Kritik, aber mit Rückendeckung von den Chefs: Hasan Salihamidzic.
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In der Kritik, aber mit Rückendeckung von den Chefs: Hasan Salihamidzic.

FC Bayern und die Zukunftsplanung

Bosse schützen Brazzo

  • VonManuel Bonke
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Bayern-Führung stellt sich geschlossen hinter den umstrittenen Sportvorstand Salihamidzic – und muss den Gürtel enger schnallen.

Hinter dem FC Bayern und seinen Anhängern liegen äußerst turbulente Tage. Darum war es Balsam für die geschundenen Seelen der Bayern-Fans, dass Präsident Herbert Hainer und Bald-Vorstandschef Oliver Kahn am Dienstag auf zwei Stühlen in der Arena Platz nahmen und sich im Rahmen eines digitalen Mitglieder-Dialogs Fragen, Sorgen und Wünsche der Fans widmeten.

Kahn und Hainer punkteten bei der Aufarbeitung der Turbulenzen rund um den Rekordmeister mit ihrer ruhigen, sachlichen und analytischen Art. Zwar war dem künftigen Führungsduo anzumerken, dass es sich nicht unnötig lange mit den aktuellen Geschehnissen beschäftigen wollte, angesichts der teilweise massiven Fankritik gegenüber Sportvorstand Hasan Salihamidzic nach dem angekündigten Flick-Aus konnte das Thema aber nicht komplett ausgeblendet werden. „Jede Medaille hat zwei Seiten. Der Trainer guckt auf den kurzzeitigen Erfolg und der Sportvorstand schaut eher auf den mittel- und langfristigen Erfolg und berücksichtigt auch die wirtschaftlichen Zwänge“, sagte Hainer. „Wir wollen neben dem sportlichen Erfolg auch die wirtschaftliche Stabilität gewährleisten. Wir treffen alle Entscheidungen zusammen.“ Auch in die Kaderzusammenstellung sei der Vorstand involviert und stimme sich mit der Sportliche Leitung ab. Heißt: „Brazzo“ Salihamidzic ist nicht alleine dafür verantwortlich, dass etwa David Alaba und Jerome Boateng den Klub verlassen, obwohl Flick sie gerne behalten hätte.

Hainer verteidigte den höchst umstrittenen Sportchef entschlossen. „Der FC Bayern stellt sich geschlossen und mit Nachdruck gegen Anfeindungen in Richtung Hasan Salihamidzic. Sachliche Kritik ist selbstverständlich immer zulässig. Persönliche Angriffe und Hetze verurteilen wir allerdings auf das Schärfste.“

150 Millionen weniger

Dessen ungeachtet wird es interessant zu sehen sein, wie die Bayern-Bosse im anstehenden Transfer-Sommer den Spagat zwischen wirtschaftlicher Stabilität und sportlichem Erfolg im Hinblick auf Neuzugänge gestalten wollen. Denn auch die Münchner müssen den Gürtel enger schnallen. „Wir haben Corona, wir müssen mit einem Umsatzverlust von rund 150 Millionen Euro kalkulieren“, sagte Hainer. „Wir sind nach wie vor wirtschaftlich gut aufgestellt, doch die Schleifspuren sind beträchtlich.“

Nach Dayot Upamecano, der für 45 Millionen Euro Ablöse von Leipzig nach München wechselt, und dem ablösefreien Omar Richards vom FC Reading sollen dennoch weitere Spieler kommen. Passend dazu berichtet die gut informierte Zeitschrift „France Football“, dass der FCB den Transfer von Toptalent Eduardo Camavinga (18) von Stades Rennes abschließen möchte. Angesichts des enormen Marktwerts des Youngsters von 60 Millionen Euro und einer kolportierten Ablöse von bis zu 40 Millionen, kann mit einem kreativen Finanzierungsmodell gerechnet werden.

Topfavorit auf die Nachfolge von Flick ist nach wie vor Julian Nagelsmann. Allerdings wird es bei der Trainerpersonalie erst eine Entscheidung geben, wenn die (Bundestrainer-)Zukunft von Flick geklärt ist. Das hat mit möglichen Ablösesummen beider Trainer zu tun, die verrechnet werden könnten.

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