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Voll fokussiert aufs Wesentliche: Breel Embolo.

Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Breel Embolo kehrt nach Schalke zurück

Der Schweizer Breel Embolo zeigt erst in Gladbach das, was man sich bei Schalke von ihm versprach - befürchtet zum Wiedersehen aber keine bösen Fanreaktionen.

Viele hatten ja schon eine gewisse Vorahnung: Wenn er erst einmal weg ist, wird er treffen. Genau dieser Fall ist bei Breel Embolo mit seinem Wechsel für zehn Millionen Euro im Sommer von Schalke 04 zu Borussia Mönchengladbach eingetreten.

Daher wird der Stürmer besonders im Fokus stehen, wenn es am Freitag (20.30 Uhr/ZDF) zum direkten Duell zwischen den Königsblauen und den Fohlen kommt. Erstmals kehrt der 22-Jährige in die Arena zurück. Dorthin, wo er keine einfache Zeit hatte. In seinen drei Jahren für die Knappen erzielte der Schweizer Nationalstürmer zehn Ligatore. Zum Vergleich: In seiner ersten Gladbacher Halbserie kam er auf sechs Treffer.

Borussia Möchengladbach: Darum ist Breel Embolo bei Gladbach so stark

Wie ist das zu erklären? „Ich konnte bei Borussia bisher regelmäßig spielen, das hatte ich in Schalke wegen vieler Verletzungen nie. Gesundheit ist einfach das Allerwichtigste“, erklärte der Angreifer in der „Bild“ – und schob nicht ohne Seitenhieb hinterher: „Dazu spüre ich das volle Vertrauen vom Trainer. In Schalke hatte ich das nicht immer – es wurde zwei-, dreimal auch an meiner Qualität gezweifelt. Und ein Spieler ohne Selbstvertrauen kann dir nicht viel helfen ...“

Genau das bekommt er augenscheinlich in Gladbach zu genüge. Trainer Marco Rose etwa beschreibt den Schweizer als „Pfundskerl“: „Es macht richtig Spaß, mit ihm zu arbeiten und mit ihm zu reden. Er ist ein feiner, sensibler Kerl. Breel ist aber auch ambitioniert und hat eine unglaubliche Qualität.“

Breel Embolo: Der Wechsel zu Borussia Möchengladbach tut dem Angreifer sichtlich gut

Die habe er auch schon vorher gehabt. „Er hatte auf Schalke eine unglückliche Zeit, was ja mehr mit seinen Verletzungen als mit seinen Leistungen zu tun hatte, die er so aufgrund dieser Unfälle nicht zeigen konnte“, sagte Sportdirektor Max Eberl. „Sein erstes halbes Jahr bei uns hat gezeigt, dass er langsam wieder in den Rhythmus kommt.“

Die Luftveränderung tat und tut dem Stürmer sichtlich gut. „Breel Embolo war, als er zu Schalke 04 gegangen ist, einer der interessantesten Spieler auf dem Transfermarkt. Wir haben uns damals auch für ihn interessiert, bis die Ablösesummen und Forderungen in astronomische Höhen gegangen sind“, so Eberl. Stattdessen wechselte Embolo im Sommer 2016 für 26,5 Millionen Euro vom FC Basel zu den Königsblauen. Als sich nun erneut die Chance ergab, Embolo zu verpflichten, schlugen die Fohlen zu. Dabei plauderte Eberl aus: „Als Breel bereit war, auf Geld zu verzichten, um bei uns zu spielen und wir uns mit Schalke auf einen fairen Preis einigen konnten, waren wir überzeugt, das tun zu wollen.“

Embolo von Borussia Mönchengladbach: "Konnte aus drei Jahren in Schalke auch positive Dinge mitnehmen"

Wie das Ganze bei den Schalker Anhängern ankommt, bleibt abzuwarten. Ob sie Embolo die „Flucht“ nach Gladbach verziehen haben und seinen Erfolg gönnen – oder eben nicht. „Natürlich gab es kritische Stimmen nach meinem Wechsel. Man kann es nie allen recht machen. Aber ich muss niemandem etwas beweisen“, erklärte der Schweizer: „Ich werde mit einem ganz kühlen Kopf in das Spiel gehen, weil ich weiß, dass ich aus den drei Jahren in Schalke auch positive Dinge mitnehmen konnte. Und die Schalker haben zur Zeit ja eher den Nübel auf dem Kieker ...“ Weil der Keeper sich gegen Königsblau entschied und lieber ablösefrei zum FC Bayern wechselt.

Das könnte sich aber schnell ändern, wenn Embolo dafür sorgt, dass Schalke keine Punkte aus dem Duell gegen Gladbach mitnimmt. „Natürlich hofft man, dass Spieler ihrem alten Verein vielleicht auch mal weh tun“, befand Eberl lächelnd. Genau so, wie es viele vorher schon irgendwie erwartet haben. Und manche auch befürchtet.

Von Marcel Guboff

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