1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Borussia Dortmund: Deshalb wurde Sebastien Hallers Tumor beim Medizincheck nicht entdeckt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Sebastien Haller von Borussia Dortmund.
Sebastien Haller von Borussia Dortmund. © IMAGO/Revierfoto

Borussia Dortmund steht unter Schock, denn bei Neuzugang Sebastien Haller wird ein Hodentumor entdeckt.

Update vom Donnerstag, 21. Juli, 07:30 Uhr: In der Lizenzierungsordnung der DFL ist genau vermerkt, was bei einem Medizincheck beachtet werden muss. Eine Krebsdiagnostik sieht diese nicht vor. „Für die Erfüllung der personellen und administrativen Kriterien ist es erforderlich, dass der Bewerber sich verpflichtet, jährlich zu Beginn des Spieljahres und bei Transfers während eines Spieljahres für die Restlaufzeit der Saison die Sporttauglichkeit sämtlicher auf der Spielberechtigungsliste aufgeführten Spieler nach einer vorgeschriebenen ärztlichen Untersuchung auf orthopädischem und kardiologisch-internistischem Gebiet nachzuweisen, wobei der Nachweis der Sporttauglichkeit vom Bewerber, vom beauftragten Arzt und vom Spieler gemeinsam zu unterzeichnen ist“, heißt es auf Seite 15.

Update vom Dienstag, 19. Juli, 14.36 Uhr: Sebastien Haller hat sich emotional zu Wort gemeldet. Bei Instagram schrieb der Franzose: „Ich möchte Ihnen noch einmal von ganzem Herzen für all die vielen herzlichen Nachrichten danken, die ich erhalten habe. Ich war sehr gerührt, als ich diese netten Reaktionen gesehen habe und habe sogar das Gefühl, dass ich nicht so viel verdiene. Aber ich weiß, dass es dank Ihnen nur eine weitere Prüfung auf unserem Weg sein wird. Wir sehen uns bald auf dem Spielfeld, um unsere nächsten Siege zu feiern.“

Erstmeldung: Dortmund - Borussia Dortmund verlor das Testspiel im Trainingslager in Bad Ragaz gegen den FC Valencia mit 1:3, doch die schlimmste Nachricht des Tages kam erst später: Bei Neuzugang Sebastien Haller wurde ein Tumor im Hoden entdeckt. Der Angreifer klagte am Montagvormittag (18. Juli) über Unwohlsein und wurde daraufhin intensiv untersucht. Dabei fanden die Ärzte einen Tumor im Hoden des Franzosen. Haller reiste direkt aus der Schweiz ab, wie der Klub bekannt gab.

Borussia Dortmund: Tumor bei Haller gefunden

„Diese Nachricht heute war ein Schock für Sebastien Haller und uns alle. Die gesamte BVB-Familie wünscht Sebastien, dass er schnellstmöglich vollständig gesund wird und wir ihn bald wieder in die Arme schließen können. Wir werden alles in unserer Macht Stehende dafür tun, dass er die bestmögliche Behandlung erfährt“, wird Sportdirektor Sebastian Kehl auf der vereinseigenen Webseite zitiert.

Weitere Informationen gab es von Borussia Dortmund nicht. Der Verein bittet, die Privatsphäre des Spielers und seiner Familie zu respektieren. In Rücksprache mit Sebastien Haller wird der BVB über neue Erkenntnisse informieren, sobald diese vorliegen. Der Franzose wird seinem neuen Verein damit auf unbestimmte Zeit fehlen.

Sebastien Haller, der seinen Durchbruch bei Eintracht Frankfurt hatte, kam von Ajax Amsterdam zu Borussia Dortmund. Für seine Dienste zahlte der BVB 31 Millionen Euro an den niederländischen Top-Klub, für den Haller in der vergangenen Saison auftrumpfte. In 42 Einsätzen erzielte der 28-Jährige 34 Treffer und bereitete weitere neun vor. Besonders beeindruckend waren seine Zahlen in der Champions League: Elf Tore in lediglich acht Spielen.

Borussia Dortmund: Haller fällt unbestimmte Zeit aus

Der Stürmer schoss sich in den Niederlanden auf die Wunschzettel mehrerer Top-Vereine aus Europa, doch davon war ein Jahr zuvor nicht auszugehen. Sebastien Haller wechselte nach seinem Durchbruch bei Eintracht Frankfurt auf die englische Insel zu West Ham United. Dort konnte der Franzose aber nicht an die Leistungen aus der Bundesliga anknüpfen und fand sich auf der Bank wieder. West Ham, die 50 Millionen Euro an die SGE zahlen mussten, gaben Haller nach nur einem Jahr für nur 22,5 Millionen Euro an Ajax Amsterdam ab. Dort gab er seiner Karriere neuen Schwung und schloss sich nun Borussia Dortmund an.

Unterdessen hält der BVB seine Augen auf dem Transfermarkt weiter offen – und ist scheinbar an einer Rückholaktion interessiert. (smr)

Auch interessant

Kommentare