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Im Zentrum aller Hoffnungen: Erling Haaland (Mitte) soll bleiben und weiter drauf losballern.
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Im Zentrum aller Hoffnungen: Erling Haaland (Mitte) soll bleiben und weiter drauf losballern.

Bundesliga

Borussia Dortmund: Mit gut gefülltem Konto ist kurz auch die Meisterschaft drin

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Borussia Dortmund fühlt sich gut gerüstet für die Mission Meistertitel - weil Erling Haaland noch da ist und Donyell Malen neu dazukommt.

Frankfurt - In Bad Ragaz waren in diesen Tagen auch ein paar Geheimagenten unterwegs. Die heiße Ware sollte schließlich im Verborgenen im BVB-Übungscamp in den Schweizer Bergen eintreffen. Derart jazzte zumindest der Boulevard jenes Versteckspiel hoch, was die Dortmunder um ihren Neuen vollführten, um Malen, Donyell Malen. Der Schnellschütze, bereits am Sonntag in einer „Geheimmission“ („Bild“) angereist, soll möglichst den Verlust von Jadon Sancho kompensieren, abgewandert ins Königreich ihrer Majestät. Ein heikler Auftrag, den Borussia Dortmund aber im Kollektiv meistern und sogar den Liga-Bösewicht aus Leipzig zur Strecke bringen wird.

Borussia Dortmund: Wie stark ist der Kader des BVB?

Besser sind die Dortmunder nicht geworden, schließlich fehlt Jadon Sancho (36 Scorerpunkte in der Vorsaison). Viel schlechter dürfte der BVB aber auch nicht sein. Der schnelle 30-Millionen-Stürmer Malen könnte gut funktionieren an der Seite des bezopften Holzhackers aus Norwegen, Erling Haaland. Darüber hinaus ist der Gerüst des Teams geblieben, Mats Hummels, Axel Witsel, Emre Can, Marco Reus. Der 32-jährige EM-Urlauber will endlich seinen ersten Meistertitel feiern, sieht seine Mannschaft mit all den dafür nötigen Qualitäten ausgestattet, „aber wir brauchen mehr Konstanz“. Torwart Gregor Kobel ist ein guter, aber kein herausragender Mann, in der Abwehr könnte weiteres Qualitätspersonal nicht schaden.

Marco Rose: Worauf steht der neue Trainer bei Borussia Dortmund?

Marco Rose, der Fünf-Millionen-Mann aus Gladbach, dürfte passen zur Borussia. Offensiv, aggressiv, flexibel will er spielen lassen. So wie es schon sein Vorgänger Edin Terzic, jetzt Technischer Direktor, bei den Westfalen angegangen war und damit Erfolg hatte. Der Leipziger Rose, sagt er selbst, will sich nicht festnageln lassen auf ein System. Ob 4-3-3 oder 4-3-2-1 oder 3-4-3, schnurzpiepegal ist ihm das. Hauptsache erfolgreich. Und, so seine Vorstellung: „Nach Dortmund passt Arbeiterfußball, also viel laufen, Bälle gewinnen und das Stadion hinter sich bringen.“

Borussia Dortmund: Wo hapert es noch?

An genügend gesunden Spielern, vor allem an jenen, die sich auf die Kärrnerarbeit verstehen, Abwehrleute. Viele sind länger verletzt (Morey, Zagadou, Coulibaly), andere nach ihren EM-Strapazen noch nicht zurück (Can, Hummels, Akanji). Zuletzt beim 0:2 gegen Bilbao verteidigten Lennard Maloney und Antonios Papadopoulos - gute Jungs aus der U23, aber sicher nicht gut genug, um die Problemzone der vergangenen Spielzeiten zu beheben. Zudem: Auch die offensiveren Profis Marius Wolf, Mo Dahoud und Gio Reyna sind angeschlagen.

Zu- und Abgänge

Zugänge: Abdoulaye Kamara (Paris Saint-Germain), Gregor Kobel (VfB Stuttgart), Soumaila Coulibaly (Paris Saint-Germain), Immanuel Pherai (PEC Zwolle, Leihe endet), Marius Wolf (1. FC Köln, Leihe endet).

Abgänge : Jadon Sancho (Manchester United), Leonardo Balerdi (Olympique Marseille, nach Leihe fest verpflichtet), Sergio Gomez (RSC Anderlecht, zuvor an SD Huesca verliehen), Jeremy Toljan (US Sassuolo), Chris Führich (SC Paderborn, nach Leihe fest verpflichtet), Lukasz Piszczek (Karriereende).

Erling Haaland: Star von Borussia Dortmund löst Spekulationen aus

Erling Haaland, der bis jetzt zwar noch nicht bei einem anderen Klub unterschrieben hat (obwohl der FC Chelsea kräftig baggert), stattdessen aber während eines Spiels. Einem jungen Flitzer kritzelte der nicht viel ältere Stürmer, immer noch erst 21, seinen Schriftzug aufs Shirt, erst dann konnte der Test gegen Bilbao fortgesetzt werden. Um den zweitbesten Torjäger der Bundesliga ranken sich seit Monaten Wechselspekulationen. 175 Millionen Euro – ja wirklich: 175! – überlege der FC Chelsea für die Dienste des Stürmers hinzublättern, heißt es. Bloß: Bisher haben sie das nicht getan und werden es wohl auch nicht mehr. Im kommenden Sommer kostet Haaland 100 Millionen weniger. Bedeutet wohl: Die Bundesliga darf die Urgewalt des Stürmers noch für ein letztes Jahr bestaunen. Gute Sache.

FR-Tipptabelle

Borussia Dortmund? Wie geht’s dem Schatzmeister?

Dank der Sancho-Millionen ist über langanhaltendes Unwohlsein nichts bekannt. Durch den Verkauf des englischen EM-Bankdrückers hat der BVB sein Konto ordentlich gefüllt, was freilich bitter nötig war. Für das laufende Geschäftsjahr kündigten die Dortmunder vorher einen Verlust von 75 Millionen Euro aufgrund der Pandemie an. Ein Haaland-Verkauf sei dennoch nicht nötig.

Wo landet Borussia Dortmund am Ende?

Vorübergehend gar der Meistertitel, weil die Borussia den Schwung aus der vergangenen Saison mit dem tollen Schlussspurt und dem DFB-Pokalsieg einfach mitnimmt. Haaland bleibt und knipst, Malen und die anderen Offensivkünstler begeistern. Letztlich aber kriegt auch Trainer Rose die Bude hinten nicht ganz dicht. Das Resultat: Immer noch kein Meistertitel für Reus, aber immerhin besser als Bösewicht Leipzig.

Die Bundesliga-Serie und alle veröffentlichten Tipptabellen finden Sie unter: fr.de/tipptabelle

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