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Nicht zu stoppen: Erling Haaland.
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Nicht zu stoppen: Erling Haaland.

Kommentar

Borussia Dortmund: Abhängig von Erling Haaland

Erling Haaland trägt das Team von Trainer Edin Terzic - doch das ist Segen und Fluch zugleich für Borussia Dortmund. Ein Kommentar.

Erling Haaland ist ein Geschenk, auch für die spanischen Sportjournalisten: Gestalten wie der 20-jährige Norweger treiben sie zu Höchstleistungen an auf ihrem Lieblingsfeld des Fabulierens. So schrieb „AS“ aus Madrid am Mittwoch, nachdem der Dortmunder Stürmer am Abend zuvor den FC Sevilla eigenhändig aus der Champions League befördert hatte: „Haaland, schon wieder dieser Haaland. Eine Bestie läuft frei herum. Er ist der Gigant, der aus der Kälte kam.“ Aus Barcelona textete die „Sport“: „Haaland frisst Sevilla auf. Von jetzt an wird Sevilla von einem Menschenfresser träumen. Wieder zwei Tore vom Monster.“

Das erinnert ein wenig an die frühen 2000er, als der FC Bayern München von der spanischen Presse „Bestia Negra“ getauft wurde, die „Schwarze Bestie“, weil er ständig Real Madrid aus der Champions League rauswarf. Von den Spaniern in den Status eines Monsters befördert zu werden, gehört zu den größten Auszeichnungen, die es im Fußball gibt. Man sollte eine Trophäe erfinden.

Bis dahin muss Erling Haaland sich mit den Trophäen begnügen, die er von der Uefa ausgehändigt bekommt. Wie schon beim Achtelfinalhinspiel in Sevilla, als er beim wichtigen 3:2-Erfolg des BVB zwei Tore beisteuerte, bekam er nach dem wilden 2:2 im Rückspiel den Pokal für den Spieler des Spiels überreicht. Von Sevillas Trainer Julen Lopetegui gab’s dazu den Satz des Abends: „Wir wurden von einem Spieler bestraft, der eine Ära dominieren wird.“

Haaland trägt den BVB

Die Dortmunder dürften sich gerade jeden Tag aufs neue dafür gratulieren, Haaland zum 1. Januar 2020 nach Westfalen geholt zu haben. 20 Millionen Euro überwiesen sie damals an RB Salzburg, und selten hat sich ein Geschäft so gelohnt. Der gewaltige Skandinavier bricht viele Rekorde im schwarz-gelben Trikot, erst am Dienstag wieder: In seinem 14. Champions-League-Einsatz erzielte er sein 20. Tor, so schnell war keiner vor ihm.

Das alles ist aber Segen und Fluch zugleich für Borussia Dortmund. Haaland trägt das Team von Trainer Edin Terzic, fast könnte man von einer Abhängigkeit sprechen. Die Kontertaktik, die Terzic zumindest in den Spielen gegen starke Ballbesitzmannschaften etabliert hat, passt perfekt zum rasend schnellen und durchsetzungsstarken Angreifer. Dass Haaland der einzige Profi ist, der dem BVB auf höherem Niveau Konkurrenzfähigkeit verleiht, könnte zum Problem werden. Andererseits: Was wäre der FC Bayern ohne Robert Lewandowski, was Paris Saint-Germain ohne Kylian Mbappé? Es sind stets die individuellen Könner, die den Unterschied machen.

Das weiß man auch in Spanien. Man darf davon ausgehen, dass Real Madrid im Sommer für Haaland bieten wird, und es ist schwerlich vorstellbar, dass der BVB ihn halten kann, und quasi ausgeschlossen, sollte Dortmund die Champions League verpassen. Erlkönig Haaland gehört auf die ganz große Bühne, mit Kron‘ und Schweif.

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