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Da war es passiert: Alexander Hack spielt den Ball mit dem Arm: Strafstoß und Rot sind die Folge. Der Anfang vom Ende für Mainz 05.
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Da war es passiert: Alexander Hack spielt den Ball mit dem Arm: Strafstoß und Rot sind die Folge. Der Anfang vom Ende für Mainz 05.

Mainz in Unterzahl chancenlos

Blackouts mit Folgen

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Mainz 05 verliert in Unterzahl in Leipzig, weil Alexander Hack gleich doppelt patzt.

Der kapitale Bock eines Einzelnen kann im Fußball den Matchplan für alle zerstören. 20 Minuten hatte Mainz 05 bei RB Leipzig alles wunderbar im Griff, ehe Alexander Hack erst nachlässig den Ball verlor und unmittelbar danach die Leipziger Führung per Handspiel verhinderte. Die logische Folge; Rot durch den hervorragenden Schiedsrichter Deniz Aytekin sowie Strafstoß, den André Silva zur Leipziger Führung verwandelte. Und dann ging es weiter in Unterzahl. Mainz war praktisch geschlagen.

Aber so ganz dann doch nicht, wäre nicht das gekommen, was Sportdirektor Martin Schmidt später als nochmaligen „Blackout“ bezeichnen sollte. Denn gerade hatte Jae-sung Lee die Leipziger 2:0-Führung durch Dominik Szoboszla gleich nach der Pause auf 1:2 aus Mainzer Sicht verkürzt, als der Ball im Gegenzug erneut im Tor der Rheinhessen einschlug. Das Leipziger 3:1 durch Christopher Nkunku war dann zu demoralisierend, als dass Mainz 05 noch einmal hätte zurückkommen können. Am Ende stand nach André Silvas zweitem Tor ein 1:4 der in dieser Saison zuvor so stabilen 05-Defensive, was die Mainzer Statistik in Leipzig aus den letzten vier Spielen bestätigt: 1:4, 1:3, 0:8, 1:4. Macht zusammen 3:19 Tore aus vier Auswärtsspielen bei den Sachsen.

„Nerviges Spiel“

Trainer Bo Svensson war entsprechend bedient am Ende eines gebrauchten Nachmittags nach einem laut des starken Keepers Robin Zentner „nervigen Spiel“. Besonders nervig muss sich das Geschehene für Alexander Hack angefühlt haben, von dem es dazu allerdings keine öffentlichen Statements zu hören gab. Was auch gar nicht nötig war, denn wie sehr sich der 28-Jährige über sich selbst ärgerte, war weithin sichtbar: Den Rest der ersten Halbzeit verfolgte der Innenverteidiger konsterniert aus dem Spielertunnel heraus und wurde dort immer mal wieder von den Kameras eingefangen.

Dabei hatte Hack bis zur Partie in Leipzig seine stabilste Saison abgeliefert und es sogar bis in die Rangliste des „Kicker“ geschafft. Als Stellvertreter des Langzeitverletzten Jeremiah St. Juste stand der Linksfuß seinen Mann. Dass der 1,93 Meter große Profi gut verteidigen kann und stark im Aufbau ist, hat er vielfach bewiesen. Ein gewisser Schlendrian hatte sich jedoch immer wieder bei ihm eingeschlichen, individuelle Fehler sorgten zu oft für Gegentore, zuletzt weniger schmerzhaft vergangenen April beim 2:1-Sieg gegen den FC Bayern. Da war Hacks völlig missglückte Kopfballrückgabe zuständig für den Münchner Anschlusstreffer durch Robert Lewandowski. Glück für Mainz und Hack gleichermaßen: Das passierte seinerzeit erst in der vierten Minute der Nachspielzeit, die Bayern hatten danach schlicht keine Zeit mehr zum Ausgleich.

Diesmal war der Fehler folgenreicher. Hack ist ein kluger Kerl mit sonnigem Gemüt. Aber er weiß auch, dass St. Juste bald von dessen Schulter-OP wieder voll hergestellt ist. Der mühsam erkämpfte Stammplatz gerät in Gefahr.

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