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Top-Transfer nach Paris: Torhüter Gianluigi Donnarumma.
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Top-Transfer nach Paris: Torhüter Gianluigi Donnarumma.

Kommentar

Der FC Bayern sollte bitte nicht jammern

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Paris Saint-Germain holt vier Topspieler, aber der FC Bayern muss deshalb nicht darben, sondern sollte seine Arbeit machen. Ein Kommentar.

Spötter behaupteten, Kylian Mbappé, der gestutzte Überflieger des französischen Fußballs, habe in Interviews zur Europameisterschaft eine bessere Figur gemacht als beim Turnier selbst. In einem Gespräch mit der Sportzeitung „L’Équipe“ ging es einmal fast ausschließlich um das Thema Geschwindigkeit der im Eiltempo vorangetriebenen Karriere. Natürlich durfte die Frage nicht fehlen, warum ein so eng mit Paris verbandelter Profi wie der 22-Jährige sich so lange Zeit lasse, seinen 2022 auslaufenden Vertrag bei Paris St. Germain zu verlängern. Mbappé sagte damals, er wolle abwarten, wo sein gerade in der Meisterschaft von OSC Lille düpierter Klub hinwolle – und wo dann in Zukunft sein bester Platz sei.

Eigentlich hat ihm sein Arbeitgeber die Antwort jetzt geliefert. Wer in diesem von Corona-Sparzwängen diktierten Transfersommer auf einen Schlag mit der Geldkanone erfolgreich auf den spanischen Weltmeister Sergio Ramos, 35, den zum besten EM-Spieler gewählten italienischen Torhüter Gianluigi Donnarumma, 22, den niederländischen Nationalmannschaftskapitän Georginio Wijnaldum, 30, und den marokkanischen Sausewind Achraf Hakimi, 22, schießt, der will nach ganz oben. Auf den Champions-League-Thron. Koste es, was es wolle.

PSG widersetzt sich allen Financial-Fairplay-Regeln

Der mit katarischem Geld aufgemotzte Spitzenklub Frankreichs widersetzt sich allen Financial-Fairplay-Regeln, die ohnehin kein scharfes Schwert der Europäischen Fußball-Union (Uefa) mehr sind, seitdem Sperren gegen die Großkaliber sogar von CAS-Richtern kassiert werden. Insofern ist die Pariser Transferoffensive ein fatales Signal.

Doch putzig wirkt es, dass ausgerechnet der FC Bayern zum Wehklagen ansetzt. Wer bitte zahlt als einziger Bundesligist denn Gagen von bis zu 20 Millionen Euro (oder sogar mehr?), um Manuel Neuer und Thomas Müller, vor allem Robert Lewandowski langfristig zu binden. Zur Einordnung: Ramos soll in Paris zwölf Millionen Euro, Donnarumma zehn Millionen netto verdienen. Aberwitzig viel Geld, gewiss, aber gewiss kein Preissegment, das die Münchner nicht stemmen könnten.

FC Bayern München: Hasan Salihamidzic ist gefordert

Die von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) veröffentlichten Finanzkennzahlen wiesen bei den Bayern zuletzt einen Personalaufwand von 339,7 Millionen Euro aus. Das ist die Kategorie eines Global Players. Daher sollte Sportvorstand Hasan Salihamidizic nicht über fehlende Chancengleichheit jammern, sondern endlich einen besseren Job machen. Es gilt, die Anlagen eines Joshua Kimmich oder Leon Goretzka so zeitig zu erkennen, dass sich aus deren früher Verpflichtung ein Mehrwert entwickelt.

Abgesehen von Alphonso Davies hat Salihamidzic kaum einen solchen Coup hinbekommen. Grausam wirkte gar das Gebaren im vergangenen Sommer, als auf den letzten Drücker noch vier Profis aus der zweiten Reihe kamen, mit der der inzwischen zum Bundestrainer beförderte Hansi Flick wenig bis gar nichts anfangen konnte. Nur die Notverpflichtung Eric Maxim Choupo-Moting konnte ein bisschen helfen. Den hatte Paris St. Germain zuvor verabschiedet. (Frank Hellmann)

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