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Der Ball rollt wieder, zumindest bei den Kindern.
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Der Ball rollt wieder, zumindest bei den Kindern.

Corona und Fußball

„Bitte keine Kaffeekränzchen“

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Hessischer Fußballverband mahnt vor allem Eltern zur Vorsicht beim Kindertraining. Die Probleme für U15-Mannschaften sind noch ungelöst.

Seit Montag dürfen Vereine in Deutschland wieder ein Sportangebot für Kinder in Gruppen unter freiem Himmel anbieten. Der Hessische Fußballverband (HFV) hat dazu am Sonntagabend in einer zweistündigen Online-Informationsveranstaltung Details vorgetragen. Voraussetzung zur Wiederaufnahme des Trainings für Kinder bis einschließlich dem 14. Lebensjahr ist eine Inzidenz von unter 100 im Land Hessen (aktuell bei 68, Tendenz leicht steigend). Das heißt: Es gilt der Durchschnittswert des Bundeslandes. Dass etwa in Offenbach mittlerweile wieder ein Wert von über 100 erreicht wird, verhindert keinen Kinder-Freiluftsport in dieser Stadt. Es sei denn, Vereine würden von sich aus lieber Verzicht üben.

Der Verband mahnt, das Training behutsam hochzufahren und empfiehlt dringend, die Kabinen geschlossen zu halten, für Klubheime gilt das ohnehin verbindlich. Auch möchte der HFV verhindern, dass es zu Gruppenansammlungen vor den Sportanlagen kommt. „Bitte dort keine Kaffeekränzchen der Eltern“, sagt Verbandsmann Frank Illing, dessen Vortrag mehr als 550 Vereinsvertreter online zuhörten. Eltern dürften ihre Kinder auf die Anlagen begleiten, er empfehle aber, besser darauf gänzlich zu verzichten oder alternativ Masken zu tragen. Zudem sei ein Mindestabstand von drei (!) Metern einzuhalten.

Höchsten zwei Trainer:innen auf dem Platz

Die Trainingsteilnehmer und Begleiter müssten zur möglichen Nachverfolgung dokumentiert werden. Die Kinder sollten am besten umgezogen zum Training kommen und direkt danach die Anlage wieder verlassen. Höchstens zwei Trainer:innen dürfen ein Kindertraining leiten, aber nicht am Trainingsspiel teilnehmen. Die Anzahl der Kinder ist nicht beschränkt, Gastkinder zudem erlaubt. Auch für die Kinder wird bei Ankunft- und Abfahrt ein Mund-Nasen-Schutz empfohlen, der dann zum Training am Spielfeldrand abgelegt werden kann. Testspiele sind für Kinderteams zwar erlaubt, der Verband rät aber noch dringend davon ab.

Ein gewichtiges Problem haben die U15-Teams. Denn alle Spieler:innen, die noch nicht 15 sind, dürfen trainieren, diejenigen, die schon ihren 15. Geburtstag erlebt haben, sind laut Landesverordnung ausgeschlossen. Die SG Rosenhöhe-Offenbach reagiert darauf beispielsweise verantwortungsbewusst, indem sie ihre U15 noch komplett vom Training fernhält.

Grobe Verstöße melden

Verbandsvertreter Illing fordert die hessischen Fußballvereine auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, die Hygiene-Maßnahmen sehr ernst zu nehmen und grobe Verstöße zu melden. „Sonst ist der Fußball schnell wieder zu.“ Bei einer Inzidenz von über 100 in Hessen müssten die Öffnungen wieder zurückgenommen werden.

Nicht vor dem möglichen nächsten Öffnungsschritt am 22. März dürfen dann eventuell auch Jugendliche ab 15 und Erwachsene wieder trainieren. Derzeit ist das für diese Altersklassen nur in Zweiergruppen mit einem Trainer erlaubt. Der HFV fordert die Klubs dazu auf, nicht mehr als vier stabile Zweiergruppen auf einem Platz zu verteilen und so die Abstände einzuhalten.

Wird die Saison abgebrochen?

Noch nicht entschieden ist in Hessen, ob die abgebrochene Saison fortgesetzt werden kann und soll. Momentan ist der Spielbetrieb noch verboten. Hamburg hat die Saison bereits abgebrochen. In Hessen gibt es diese Überlegungen: Soll man versuchen, zumindest die Hinrunde zu Ende zu spielen und dann als Abschlusstabelle zu werten? Oder sollte man sich keinen Druck machen, Mobilität weiter verringern, die Saison abbrechen und allenfalls Freundschaftsspiele austragen, sobald das überhaupt erlaubt ist? HFV-Präsident Stefan Reuß sagte am Montagabend in der Sendung „Heimspiel“ des Hessischen Rundfunks, beide Optionen würden sehr genau geprüft. Am Donnerstag tagt der Vorstand. Danach weiß man vielleicht mehr.

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