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Jea macht’s vor: Erst der Piks, dann das Stadionerlebnis.
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Jea macht’s vor: Erst der Piks, dann das Stadionerlebnis.

Fußball-Bundesliga

Bitte impfen!

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Die deutschen Profifußballklubs gehen offensiv gegen die Impfmüdigkeit vor. Gut so. Ein Kommentar.

Die „Frage der Woche“ in der Onlineausgabe des Fachblatts „Kicker“ hat ausnahmsweise mal nicht unmittelbar etwas mit dem Geschehen auf dem Platz zu tun. Sie lautet nämlich: „Sollen volljährige Zuschauer künftig nur noch ins Stadion dürfen, wenn sie geimpft oder genesen sind?“ Zwei Drittel der Fans sagen ja, so soll es sein, ein Drittel lehnt eine solche Regelung ab. Dieses Drittel möchte, dass auch ungeimpften Menschen Eintritt gewährt wird.

Es ist also wieder mal ein Thema aufgeploppt, das spalterische Kraft entwickeln kann. Offenbar hat die Aufklärung und Überzeugungsarbeit bislang nicht ausgereicht, um Impfskeptiker und erst recht Impfgegner zum Piks zu bewegen. Diese Menschen - sofern gesund und erwachsen - verhalten sich unsozial. Sie weigern sich, ihren individuellen Beitrag zum Schutz von Schwächeren zu leisten. Das dürfen sie nach aktueller Gesetzeslage, weil es keine Covid-19-Impfpflicht gibt.

Es ist gut, dass eine Vielzahl deutscher Profifußballklubs der Impfmüdigkeit offensiv begegnet. Mit niederschwelligen Angeboten, oft direkt am Stadion, und bald auch konkret damit, denjenigen, die weder geimpft noch genesen noch minderjährig sind, den Zutritt zur Arena zu verwehren. Sich als Hausherr so zu verhalten, ist nicht nur ein Akt der Solidarität, sondern auch im eigenen Interesse. Denn je höher die Impfquote, umso größer die Chance, die Stadien alsbald wieder voll zu bekommen.

Aktuell stehen sich landesweit die Security-Leute und Ärzt:innen in den Impfzentren die Füße in den Bauch, weil ein gutes Drittel der Bevölkerung das kostenlose Impfangebot auch unbürokratisch ohne Anmeldung nicht wahrnimmt. Dabei zeigen doch die Zahlen deutlich, dass dank der Impfungen kaum noch Menschen schwer erkranken und nur noch sehr wenige sterben. Und dass viele Freiheiten, die uns so lange verwehrt geblieben sind, nun wieder gewährt werden.

Es ist ein Gebot der Fairness, der Barmherzigkeit und des ureigenen gesundheitlichen Interesses, eine abwartende oder abwehrende Haltung selbstkritisch zu überdenken. Und sei es nur deshalb, um wieder live im Fußballstadion dabei sein zu dürfen. Wer das nicht kapiert, soll sich, bitte schön, nicht beschweren. Es hat in dieser Pandemie ohnehin schon viel zu viele Menschen gegeben, die ihre Minderheitenmeinung viel zu laut krakeelend kundgetan haben. Und die bei der Einforderung ihrer individuellen Rechte die Pflichten einer Solidargemeinschaft ignorieren.

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