1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Besuch vom Bundestrainer

Erstellt:

Kommentare

Guten Hunger: Joti Chatzialexiou, Britta Carlson, Oliver Bierhoff, Martina Voss-Tecklenburg und Hansi Flick (von links),
Guten Hunger: Joti Chatzialexiou, Britta Carlson, Oliver Bierhoff, Martina Voss-Tecklenburg und Hansi Flick (von links), © dpa

Hansi Flick und DFB-Direktor Oliver Bierhoff essen Mittag mit der Frauen-Nationalmannschaft

Nicht nur wir wollen wieder zurück an die Weltspitze, auch die Frauen wollen zurück an die Weltspitze“, sagte Flick, ein solches „Miteinander“ sei da doch ein „gutes Zeichen“. Mit Blick auf die Männer-WM im Winter in Katar betonte Bierhoff: „Es ist natürlich für beide Mannschaften ein ganz wichtiges Jahr.“

Also nutzte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg das erste Treffen mit ihrem Kollegen Flick zum Plaudern, aber auch für Fachgespräche: „Es ist einfach ein schönes Zeichen, dass beide sich die Zeit genommen haben und großes Interesse zeigen.“

Der Austausch tat gut, denn das aufregende Jahr beginnt beschwerlich. Statt in Bestbesetzung beim Vorbereitungsturnier in England den Ernstfall zu proben, müssen die von Corona und Verletzungen gebeutelten DFB-Frauen keine fünf Monate vor der Titeljagd improvisieren.

„Wir wollen eine Chance daraus machen“, sagte Voss-Tecklenburg, die sich die Personalsorgen im ersten Training nicht anmerken ließ. Auf der Anlage des SC Weiss-Blau Frankfurt scherzte die Bundestrainerin beim lockeren Aufwärmen mit ihren gut gelaunten Spielerinnen.

Dabei stand am Dienstag vor der Abreise nach Middlesbrough zum „Arnold Clark Cup“ fest: Nach Coronabefunden bei Kathrin Hendrich und Tabea Waßmuth (beide VfL Wolfsburg) fallen nun insgesamt 14 Spielerinnen aus. Leonie Maier (FC Everton), Sarai Linder (TSG Hoffenheim) und Ramona Petzelberger (Aston Villa) rückten nach.

Besonders schmerzt die Abwesenheit von Leitfiguren wie Alexandra Popp (Knie-OP), Svenja Huth (Corona), Dzsenifer Marozsan (Muskelverletzung), Almuth Schult (Quarantäne), Marina Hegering (Kniebeschwerden) und Melanie Leupolz (Long COVID). Für Neulinge wie Selina Cerci (Turbine Potsdam) bietet das Gelegenheit, sich im EM-Casting zu empfehlen.

Und zwar auf höchstem Niveau: Zum Auftakt geht es am Donnerstag (15.30 Uhr) gegen die Spanierinnen um Weltfußballerin Alexia Putellas.

Das laut Bundestrainerin „kompletteste Team der Welt“ ist bei der EM in England (6. bis 31. Juli) in einer Hammergruppe zweiter Gegner des deutschen Teams, das im Sommer zudem auf Vize-Europameister Dänemark und Finnland trifft.

Entsprechend gilt der Jahresauftakt als Gradmesser. Auch Olympiasieger Kanada am Sonntag (21.15 Uhr/beide sportschau.de) und Gastgeber England am Mittwoch (20.30 Uhr/zdf.de) werden den Rekordeuropameister in allen Belangen fordern.

Der sucht nach zwei enttäuschenden Turnieren (Viertelfinal-Aus bei der EM 2017 und WM 2019) und ohne echte Wettkampfpraxis nach Stabilität und Selbstverständnis. Einbahnstraßen-Fußball in der WM-Qualifikation zuletzt gegen zweit- und drittklassige Gegner nutzte da wenig.

Die Bundestrainerin wünscht sich daher natürlich Siege fürs Selbstvertrauen, vielmehr achtet sie aber auf die Leistungen auf dem Platz: „Der Umgang mit Herausforderungen steht bei uns im Fokus.“ Die Absagenflut macht diese Aufgabe nicht einfacher. sid

Auch interessant

Kommentare