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Sinnbild deutscher Champions League-Tristesse: Florian Kohfeldt.
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Sinnbild deutscher Champions League-Tristesse: Florian Kohfeldt.

Champions League

Bayrisches Solo

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Bayern und sonst nix. Nur der Abonnementsmeister ist weiter in der Königsklasse vertreten. Das wirft ein Schlaglicht auf das Niveau in der Bundesliga. Ein Kommentar.

Corona-Querelen hin oder her: Der FC Bayern bleibt das Maß aller Dinge. Und als Aushängeschild für die Bundesliga unverzichtbar. Sechs Vorrundenspiele, sechs Siege. Das ist in der Königsklasse alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Als die Bayern im August 2020 letztmals den Henkelpott einheimsten, waren sie ebenfalls in der Gruppe verlustpunktfrei durchmarschiert. Doch abseits der Münchner Siegmaschinerie lief es für die deutschen Teams längst nicht wie geölt. Im Gegenteil.

Borussia Dortmund hat in einer machbaren Gruppe leichtfertig eine Chance weggeworfen, auch für RB Leipzig wäre mehr drin gewesen – gerade in den Duellen mit Paris St. Germain. Enttäuschend das Auftreten des VfL Wolfsburg – auch der Zuschauerzuspruch war beim Werksklub übrigens blamabel. Niemand wird diesen Verein im nächsten Jahr in Europa vermissen.

Die Bundesliga sollte nun viel Kraft darauf verwenden,in der Europa League zu reüssieren. Wenn Dortmund und Leipzig, dazu Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen gemeinsam ins Achtelfinale kommen, besteht eine veritable Chance, diesen Wettbewerb endlich einmal zu gewinnen. Zur Erinnerung: Letztmals im Finale stand 2009 Werder Bremen – und damals hieß die Disziplin noch Uefa-Cup.

Nichtsdestotrotz hat natürlich die Champions League die viel größere Aufmerksamkeit. Dass nur die Bayern dort überwintern, vergrößert die nationale Schieflage, die seit einem Jahrzehnt in teils gähnende Langeweile im Meisterschaftskampf mündet.

Nur die Bayern partizipieren jetzt von den prall gefüllten Fleischtöpfen der K.o.-Runde. Vom Image- und Prestigegewinn, der sich letztlich übers Sponsoring eben auch in barer Münze auszahlt, ganz zu schweigen. Mag der BVB gerade dem Rekordmeister einen fast heroischen Kampf auf Augenhöhe geliefert haben, so sind solche Duelle längst nicht mehr die Regel. Und die Tabelle bietet ohnehin das altbekannte Bild.

Auch für Bundestrainer Hansi Flick steuern die Bayern bereits schnurstracks auf ihre zehnte Meisterschaft in Folge zu. Nicht zu Unrecht hat BVB-Boss Hans-Joachim Watzke darauf verwiesen, dass die Bayern beim Aufwand für den Spielerkader ein Delta von mehr als 100 Millionen Euro erzeugt haben – so viel kann Sportchef Hasan Salihamidzic im Grunde gar nicht mehr bei der Personalplanung falsch machen, dass die Immergewinner sich nicht die Schale schnappen. Ob es allerdings dauerhaft für eine Chance auf den Champions-League-Sieg reicht, steht auf einem anderen Blatt.

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