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Führte die Bayern auch an der Alten Försterei eindrucksvoll an: Thomas Müller.
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Führte die Bayern auch an der Alten Försterei eindrucksvoll an: Thomas Müller.

Kommentar

Nach Pokal-Pleite: FC Bayern München trotzt dem Druck

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Nachdem vieles über die Bayern hereingebrochen war, zeigten sie mit dem 5:2 in Berlin eine entsprechende Reaktion und haben klar bewiesen: Mit Druck können sie umgehen. Ein Kommentar.

München ‒ Es war einiges hereingebrochen über den FC Bayern München: der Trainer an Corona erkrankt und als Küchenschabe ins Homeoffice verbannt, der teuerste Transfer der Klubgeschichte wegen Gewalt gegen die eigene Partnerin mit einem halben Bein im Knast, der formstärkste Mittelfeldspieler Auslöser einer heftigen Impfdebatte bis in die hohe Politik hinein, schließlich das null-zu-fünf im Pokal in Mönchengladbach. Vier Begebenheiten mit jeweils entsprechend monumentalem öffentlichen Widerhall.

All das muss eine Fußballmannschaft erst einmal verarbeiten. Zumal im Angesicht eines Auswärtsspiels beim zuvor in dieser Saison daheim noch ungeschlagenen 1. FC Union Berlin. Der FC Bayern hat das hervorragend hinbekommen. Sicher könnte man bekritteln, dass die Abwehr inklusive Keeper Manuel Neuer sich auch an der guten Alten Försterei mehrfach übertölpeln ließ. Das Defensivverhalten wird sicher auch Inhalt der Videoanalysen sein, die Julian Nagelsmann vor dem Heimspiel in der Champions League am Dienstag (02.11.2021) gegen Benfica Lissabon aus der heimischen Küche heraus anstrengt.

Widerstand und Moral: FC Bayern München beeindruckt in Berlin

Aber in der Tat besteht mehr Anlass zu Lob für die Widerstandsfähigkeit und Moral, die die Bayern in Berlin in beeindruckender Manier demonstrierten. Keine Spur von Unsicherheit. Beim 5:2-Sieg war schon nach 35 Minuten und dem Zwischenstand zum 3:0 klar, dass das Pokalaus keine bleibenden Schäden hinterlassen hat.

Ein Spieler tat sich dabei besonders hervor: Thomas Müller war an vier der fünf Tore höchstpersönlich beteiligt. Besonders seine Vorarbeit zum 3:0 durch Sané, bei der er die Fußspitze noch mit einer enormen Willensleistung und größtmöglicher Streckung der hinteren Oberschenkelmuskulatur an den Ball bekam und so dessen Richtung entscheidend veränderte, zeugte von seinen Qualitäten als Führungskraft.

Auch zum Fall Kimmich und dessen bisheriger Impfverweigerung hatte sich Müller vor Wochenfrist intelligent und abwägend geäußert, kritisch zwar gegenüber dem Mitspieler, aber ohne zusätzliche Gräben zu öffnen. Die sind ja ohnehin schon tief genug, lassen sich aber im Binnenklima des Mikrokosmos einer funktionierenden Profitruppe trotz symptomatischer Erkrankung des Cheftrainers offenbar besser überbrücken als in einem gesellschaftlichen Klima, in dem jedes noch so kluge Wort mehr zum Thema für ein weiteres Stück Unverständnis auf der Gegenseite zu führen scheint.

Wenn Fußballspieler behaupten, sie könnten mit Druck umgehen: Die Bayern haben es bewiesen. (Jan Christian Müller)

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