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Ivan Perisic, hier noch im Trikot von Inter Mailand, verstärkt Bayern München.

Bayern München

Niko Kovac stoßen negative Einschätzungen zu Ivan Perisic übel auf

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Bayern-Trainer Kovac tadelt den Umgang mit Neuzugang Perisic und erlebt einen lockeren 3:1-Pokalerfolg bei Energie Cottbus.

Das eigentliche Thema des gestrigen Tages beim FC Bayern München war schon vor dem abendlichen Spiel abgehakt: die Personalie Ivan Perisic. „Ja“, bestätigte Trainer Niko Kovac wenigen Minuten vor dem Anpfiff des DFB-Pokalduells beim Drittligisten Energie Cottbus, das der deutsche Rekordmeister kurz darauf locker mit 3:1 (1:0) für sich entschied, „er war heute in München“. Den Fakt zu leugnen, wäre für Kovac aber auch eine kaum lösbare Aufgabe gewesen, schließlich hatte die „Bild“ dem kroatischen Vizeweltmeister Perisic schon vormittags in der bayerischen Landeshauptstadt aufgelauert und ihn direkt nach dessen Medizincheck geknipst.

Der Außenstürmer wird also bald für die Münchner auflaufen, er ist damit die deutlich weniger glamouröse Alternative im Vergleich zum deutschen Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City, der sich ja bekanntlich eine schwere Knieverletzung zugezogen hat. Und dennoch hoben einige ehemalige Bajuwaren den Daumen ob des anstehenden Perisic-Deals. „Er ist keine Notlösung, er ist ein herausragender Spieler“, sagte Stefan Effenberg. Lothar Matthäus fand gar, „dass das Preis-Leistungsverhältnis top ist“. 

Die offizielle Bekanntgabe der Verpflichtung von Perisic folgte am Dienstag. Bayern München holte den Angreifer von Inter Mailand zunächst für eine Saison, hat danach aber die Option, ihn fest zu verpflichten. 

Niko Kovac übt Kritik

FCB-Trainer Kovac hatte dennoch einen Ansatz zur Kritik gefunden – ihm stießen manch negative Einschätzungen zu Perisic übel auf. „Man macht hier einen Spieler schlecht“, sagte der Münchner Trainer und setzte dabei einen tadelnden Blick auf: „Jeder Spieler hat den gleichen Respekt verdient. Man kann nicht über eine B-, C- oder D-Lösung sprechen. Da müssen wir uns alle mal hinterfragen.“

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Ganz klar, eine mögliche Verpflichtung von Philippe Coutinho würde da schon deutlich weniger hinterfragt werden. Einem spanischen Medienbericht zufolge verhandeln die Münchner nämlich mit dem FC Barcelona über eine Leihe des technisch starken Brasilianers – inbegriffen in den möglichen Deal soll zudem eine anschließende Kaufoption für den 27-jährigen Offensivmann sein. Das meldete zumindest am Montagabend der katalanische Radiosender RAC1. Die Verhandlungen seien demnach bereits weit fortgeschritten.

Bayern München dominiert in Cottbus

Abseits der vielen Gerüchte schufen die Bayern auf dem Rasen in Cottbus auch Tatsachen. Vor 20.000 Zuschauern dominierte der amtierende Pokalsieger das Erstrundenduell gegen Energie, die Pflicht wurde locker erfüllt, eine Kür gab es nicht. Die Bayern spulten ihre Programm lediglich routiniert herunter. In der ersten Hälfte brachte Robert Lewandowski die Münchner per Abstaubertor in Führung (32.), nach dem Seitenwechsel erhöhten Kingsley Coman mit einem satten Schuss ins Eck (65.) und Leon Goretzka (85.) auf 3:0. 

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Zudem gab der französische Abwehrmann Lucas Hernandez, Neuzugang von Atletico Madrid, nach überstandener Verletzung kurz vor Schluss sein Comeback. Mit dem letzten Ballkontakt verkürzte Berkan Taz für Cottbus noch per Elfmeter auf 1:3 – mit diesem Ergebnis konnten beide Teams gut leben (mit dpa)

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