+
Die Bayern beschäftigten sich auch mit Sebastien Haller.

Ex-Eintracht-Stürmer

Bayern war heiß auf Haller

  • schließen

Rekordmeister wollte den Franzosen im Sommer als Backup von Angreifer Robert Lewandowski von Eintracht Frankfurt verpflichten.

Robert Lewandowski befindet sich schon früh in der Saison in exzellenter Verfassung. In den bisherigen drei Ligapartien schoss der Münchner Stürmer sechs Tore. Kein Wunder, dass Bayern den Ausnahmestürmer nicht verkaufen wollte. Real Madrids Präsident Florentino Perez verriet nun, dass die Königlichen ihn gerne nach Madrid geholt hätten, aber keine Chance hatten: „Es gibt Spieler, die werden nicht verkauft. Wir haben es bei Lewandowski mehrere Jahre lang probiert, und nichts ist passiert, weil er keine Klausel hat und sie ihn nicht verkaufen werden. Es gibt keine Möglichkeit.“

Nicht umsonst wird Lewandowski gerne als Lebensversicherung der Münchner bezeichnet. Doch genau das ist das große Problem des Rekordmeisters: Was passiert, wenn sich der Pole ernsthaft verletzt und längere Zeit ausfällt? „Was sie nicht haben, und da hätte auch Leroy Sané nicht weitergeholfen, ist ein Ersatz für Lewandowski“, stellte Experte Marcel Reif unlängst fest: „Und wir alle wissen, wie schwer es ist, so jemanden zu finden. Wenn Lewandowski ausfällt, fällt mir überhaupt nichts ein.“

Dem Vernehmen nach diskutierten die Bayern-Macher um Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, Sportdirektor Hasan Salihamidzic, Trainer Niko Kovac und Chefscout Marco Neppe in den vergangenen Monaten intensiv darüber, einen qualitativ hochwertigen Backup für Lewandowski zu verpflichten. Die zwei prominentesten Namen, abgesehen von Timo Werner, mit denen sich die Münchner beschäftigten: Max Kruse und Sebastien Haller.

Sowohl mit der Seite von Kruse als auch von Haller fanden Gespräche statt, letztendlich wurde aber keine Einigung erzielt. Im Falle des Ex-Frankfurters Haller lag das vor allem an der Kurzfristigkeit. Als der Angreifer das finale Angebot von West Ham vorliegen hatte, machte die Haller-Seite Bayern Druck. Letztendlich verzichtete der FC Bayern auf einen Transfer – auch, weil ihm die Ablöse von 40 Millionen für einen Lewandowski-Ersatz zu hoch gegriffen schien.

Keine Ablöse hätte Max Kruse gekostet, der letztendlich aber von Werder Bremen zu Fenerbahce Istanbul wechselte. Ihn hätte man sich in München gut als einen Sandro Wagner 2.0 vorstellen können, auch Kruse soll von einem Wechsel zum Rekordmeister nicht abgeneigt gewesen sein – vor allem die Vorstellung, nochmal in der Champions League zu spielen hätte ihn gereizt. Dass Haller und Kruse nicht nach München geholt wurden, hat wohl auch mit Thomas Müller zu tun. Sollte sich Lewandowski nämlich doch einmal verletzen, bleibt Müller so erste Wahl als Lewandowski-Backup.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion