Bayerns Thomas Müller feiert mit seinen Mannschaftskameraden, nachdem er den vierten Treffer seiner Mannschaft erzielt hat.
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Bayerns Thomas Müller feiert mit seinen Mannschaftskameraden, nachdem er den vierten Treffer seiner Mannschaft erzielt hat.

Viertelfinale

Champions League: FC Bayern München demütigt den FC Barcelona

Der FC Bayern München hat gegen den FC Barcelona in der Champions League für eine Sternstunde gesorgt.

Bei der Rückkehr ins Mannschaftsquartier „Penha Longo Resort“ außerhalb von Lissabon wurden die über sich selbst staunenden Bayern-Profis nach ihrer Fußball-Sternstunde mit Beifall empfangen. Im Estádio da Luz gab es wegen der Corona-Pandemie ja keine Fans, die das historische 8:2 (4:1) der Münchner gegen den gedemütigten FC Barcelona am Freitagabend hätten bejubeln können.

Champions League: FC Bayern-Trainer Hansi Flick spricht vom Titel

Nach diesem atemberaubenden Einstieg ins Finalturnier der Champions League war es keine Überraschung, dass Trainer Hansi Flick nun offensiv den Titelgewinn als Zielsetzung formulierte. „Jetzt geht es darum, das sacken zu lassen und uns dann auf das nächste Spiel so vorzubereiten, um das, was wir wollen, auch zu schaffen: Ganz oben zu stehen“, verkündete der 55-Jährige nach dem Viertelfinalerfolg.

„Das ist ein hartes Stück Arbeit“, mahnte Flick aber auch mit dem Blick auf die letzten zwei Triple-Schritte im Halbfinale gegen Manchester City oder Olympique Lyon und in einem in Reichweite gerückten deutschen Endspiel gegen RB Leipzig. Die Sachsen treffen im ersten Halbfinale auf das Starensemble von Paris Saint-Germain.

Champions League: FC Bayern gelingen acht Treffer gegen den FC Barcelona

Die Demontage und Demütigung von Barça mit einem frustriert vom Platz schlurfenden Weltstar Lionel Messi stimmte die galaktischen Gewinner „sehr euphorisch“, wie Nationalspieler Leon Goretzka sagte. Acht Tore gegen die Katalanen, das nannten selbst die Torschützen Thomas Müller (2) und Joshua Kimmich „unbegreiflich“. Ivan Perisic, Serge Gnabry, Robert Lewandowski und der eingewechselte Barça-Leihspieler Philippe Coutinho (2) komplettierten den Eintrag in die Geschichtsbücher. „Es war ein Genuss, den Jungs beim Spielen zuzuschauen“, schwärmte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Auf der Tribüne jubelten die Bosse.

„Wir haben wirklich mit einem brutalen Fokus gespielt“, erklärte Kimmich. Es gab kein Bayern-Erbarmen mit Barcelona. „Wir haben immer weitergemacht“, sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer zur Mentalität dieses Bayern-Teams. Die zwei Gegentore störten da nicht groß. „Nach so einem Spiel kann man das Positive herausheben“, sagte Flick. Er blickte schon voraus auf das Wochenende: „Es geht nun darum, Kräfte zu sammeln für das Halbfinale.“ Das steht am kommenden Mittwoch an.

Champions League: „Historisches Begräbnis“ für Barcelona

Bei Barcelona dürfte das „historische Begräbnis“, wie spanische Medien schrieben, Konsequenzen haben. Trainer Quique Sétien ahnt, dass seine Zeit nach nur sechs Monaten im Amt schon wieder enden könnte. „Natürlich minimieren sich die Chancen für mich“, sagte der 61-Jährige, der seufzte: „Wir haben uns überrollt gesehen von einer sehr guten Mannschaft.“ Dem kommenden Champions-League-Sieger und dann Triple-Gewinner 2020?

Champions League: FC Bayern gegen Barcelona: Die spanische Presse tobt

Nach dem sensationellen 8:2-Sieg der Bayern zeigt sich die spanische Presse am Samstag bitter enttäuscht

„El País“: „Bayern demütigt Barcelona. Bei dem historischen Sieg hat die Mannschaft von Quique Setién unerklärlicherweise der Macht des deutschen Teams nichts entgegenzusetzen. (...) Das Azulgrana-Team hat die schlimmste jemals bei einem europäischen Wettbewerb gesehene Niederlage seiner Geschichte erlitten.“

„La Vanguardia“ (Barcelona): „Bayern beerdigt den FC Barcelona. Die Blaugrana machen sich in Lissabon lächerlich und scheiden durch ein beschämendes 2:8 aus. Die Demütigung war ungeheuer. Es wird lange dauern, bis die Schande verblasst. Champions kriechen nicht so. Was für eine Strafe. Wie schmerzhaft. Was für ein Untergang. Lissabon ist vielleicht das dunkelste Kapitel in der schwarzen Geschichte Barcelonas.“

Weitere internationale Pressestimmen zum Spiel: „Barca von den Bayern zermalmt“

„Marca“: „Adiós für Setién, aber es müssen noch viel mehr gehen. Das Barça-Debakel entfaltete sich auf die schlimmste Art und Weise, von den Bayern geschlagen und verprügelt, unfähig angesichts des deutschen Fußballs und dessen Schwungs, überwältigt von der 2. bis zur 90. Minute, das Bild einer kleinen Mannschaft, ein Negativbild ihrer Größe. Es gab einige Chancen beim verrückten Beginn des Spiels, aber die Schläge der bayerischen Dampfwalze wurden nach vier Toren binnen einer halben Stunde zu einem K.o.. Das 2:8 ist ein demütigendes Ergebnis.“

„Mundo Deportivo“: „Historische Lächerlichkeit Barças in der Champions League. Die Bayern besiegten Barça mit einem überwältigenden 2:8, ein Ergebnis, das es in der jüngeren Geschichte nicht nur Barças, sondern des gesamten Wettbewerbs noch nie gab. Die Spieler, die diesem Verein den größten Ruhm gebracht haben, boten ein unwürdiges Bild für einen hundertjährigen Verein wie Barça. „Wir sind Barça, das beste Team der Welt“, wiederholte Vidal in der Vorbereitungsphase immer wieder. Dieses Barça, das er meinte, ist jetzt Geschichte.“

„Goal“: „Das war kein Spiel, das war kaltblütiger Mord. Ein Mord, der absehbar und mit aller Härte der Welt unerbittlich war. Da nach zwei die Drei kommt, hat Barça alles getan, um seinen Weltrekord für Jämmerlichkeit noch zu überbieten. Nachdem das Team in Rom und Anfield gedemütigt worden war, brach es seinen eigenen Rekord und verließ Lissabon mit acht Treffern im Sack. In Lissabon wurde ein Duell zwischen Sportlern und Touristen ausgetragen, dessen Ergebnis ebenso kraftvoll wie verdient war. Als Chronik eines angekündigten Todes schlug Bayern München Barça auf vernichtende Weise.“ (dpa)

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