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Ein stets wiederkehrendes Ereignis: jubelnde Bayern-Fußballer gegen Dortmund. afp
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Ein stets wiederkehrendes Ereignis: jubelnde Bayern-Fußballer gegen Dortmund. afp

Bundesliga

Bayern gegen Dortmund: Druck vorm Klassiker

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Bayern München gegen Borussia Dortmund - der Klassiker des deutschen Fußballs. Diesmal jedoch mit ungewohnten Vorzeichen. Ein Kommentar.

Die Bezeichnung Rekordmeister wird im Zusammenhang mit dem FC Bayern geradezu inflationär benutzt, sie ist quasi automatisiert: Bayern München = Rekordmeister. Ist so, war so, bleibt so. Ist zwar abgedroschen, aber natürlich nicht falsch: 30 nationale Meistertitel hat der FC Nimmersatt gehamstert, zuletzt achtmal in Serie die Schale an die Isar geholt. Das ist – gääähn – unsagbar langweilig.

In diesem Jahr könnte es, vielleicht, etwas spannender werden, weil ein Brausegigant bekanntlich einst das Spielrecht des SSV Markranstädt erworben und dann einen in Leipzig gegründeten Klub mit ganz vielen Millionen so aufgepäppelt hat, dass er nun nur zwei Zähler hinter dem Rekord…, äh, FCB liegt. Vielleicht geht da ja was. Wäre doch schön, oder?

Sieht offenbar nicht jeder so in Fußballdeutschland. Laut einer Umfrage der „Sportbild“ würden es fast 54 Prozent der Menschen begrüßen, wenn die Bayern doch wieder ganz oben stünden. Sehr originell. Und merkwürdig. Oder auch nicht. Es liegt natürlich nicht daran, dass es derart viele Bayern-Maniacs gibt, wenngleich es von ihnen sonderbarerweise doch eine ganze Menge gibt, sondern daran, dass viele diesem seelenlosen Kunstprodukt RB Leipzig kritisch und ablehnend gegenüberstehen. Absolut nachvollziehbar ist das.

Felix Magath, der Beinharte, einst selbst Meistertrainer in München, hat nun sowieso alle Hoffnung auf Spannung an der Spitze zunichte gemacht. „Bringen die Bayern ihre Leistung nur zu 80 Prozent, wird der Meister immer Bayern heißen – auch in dieser Saison.“ 80 von 100 Prozent bringen die Münchner wahrscheinlich noch auf den Platz, wenn sie neben Joshua Kimmich, Thomas Müller und Robert Lewandowski auch Katsche Schwarzenbeck, Paul Breitner und Bernd Dürnberger aufbieten. Blöde Sache.

Aber vielleicht kommt es ja doch anders, weil die Bayern in diesem Jahr nicht ihren Lieblingsgegner in Schach halten müssen. Denn in der jüngeren Vergangenheit war es meistens so, dass Borussia Dortmund den Münchnern auf den Fersen blieb oder sie zeitweise gar überholt hatte, nur um dann in den direkten Duellen und auch im Endspurt die Nerven zu verlieren und gerupft als Vize einzulaufen. So war es in den zurückliegenden beiden Jahren.

In dieser Spielzeit sind die Westfalen von Rang zwei noch weiter entfernt als Schalke vom Relegationsrang, sie müssen aufpassen, nicht alles zu verspielen. Ausgerechnet jetzt geht es nach München, die Bundesligabilanz in Fröttmaning der letzten Jahre ist der Horror: 0:4, 0:5, 0:6, 1:4, 1:5, 1:2. Macht summa summarum: null Punkte und 3:26 Tore. Nun ja.

Der Dortmunder Absturz in dieser Saison hat Gründe: Die Mannschaft ist zwar äußerst talentiert, fetzig und spielstark, aber auch grün, unstet und wankelmütig. Lucien Favre konnte ihr die Flausen nicht austreiben, auch unter Nachfolger Edin Terzic ging die wilde Hatz nach oben und unten rasant weiter, bis der junge Coach selbst ratlos wirkte, infrage gestellt wurde und die Borussia eiligst bekanntgab, für die neue Saison Marco Rose vom Niederrhein loszueisen. Seitdem, Paradoxon am Rande, läuft es wie geschmiert, vier Spiele, vier Siege, davon drei enorm wichtige: im Derby gegen Schalke, in der Königsklasse in Sevilla und im Pokal in Gladbach. Erklären kann man im Fußball nicht immer alles.

Vor dem Klassiker ist dennoch ordentlich Druck auf dem Kessel, obwohl es für den BVB nicht um den Titel, aber eben um Rang vier geht. Und die Bayern wollen den Emporkömmling aus Leipzig abwehren. Damit es nur ja nicht spannend wird an der Spitze der Liga.

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