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Sein Ausfall trifft die Bayern hart: Robert Lewandowski fehlt gegen Leipzig.
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Sein Ausfall trifft die Bayern hart: Robert Lewandowski fehlt gegen Leipzig.

Bayern ohne ihren Superstar ins Gipfeltreffen

Barfuß oder Lackschuh

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Kann RB Leipzig dem FC Bayern ohne Robert Lewandowski die Meisterschale noch abspenstig machen?.

Kann es tatsächlich sein, dass Albert Alavedra Jimenez die Meisterschaft in der Bundesliga entscheidet? Dass er Einfluss auf deutsche Fußballgeschichte nimmt, auf Champions League, auf Gerd Müller? Und wer ist dieser Albert Alavedra Jimenez überhaupt?

Herr Alavedra ist ein 22 Jahre alter Innenverteidiger, er spielt semiprofessionell Fußball in der vierten spanischen Liga, er verteidigt für den Klub Pobla de Mafumet CF, das liegt in der Provinz Tarragona, er ist der einzige Nationalspieler des Tabellensiebten der Tercera División. Herr Alavedra spielt für Andorra.

Die Tormaschine Lewandowski ist abgeschaltet

Ein wenig Berühmtheit erlangte der Abwehrmann (Marktwert: 50 000 Euro), als er in der vergangenen Woche unglücklicherweise und unbeabsichtigt im WM-Qualifikationsspiel gegen Polen auf einen der berühmtesten Fußballer dieses Planeten fiel, auf Robert Lewandowski (60 Millionen Euro), ausgerechnet. Und mit einem Schlag war die so unfassbar verlässlich funktionierende Tormaschine abgeschaltet. Das sei, wie TV-Experte Uli Hoeneß stoßseufzte, „großer Mist“. Für die Bayern zumindest.

Julian Nagelsmann: Nur ein Sieg hilft uns

Das Spitzenspiel heute Abend (18.30 Uhr) Zweiter (RB Leipzig) gegen Erster (FC Bayern) ist ein Barfuß- oder Lackschuh-Spiel - für den Herausforderer aus Sachsen. Nur ein Sieg lässt den erst 2009 gegründeten Brauseklub gewisse Chancen auf den Titel, man hätte den Rückstand bis auf einen Punkt aufgeholt. „Bei einer Niederlage“, sagt RB-Trainer Julian Nagelsmann, „wäre die Meisterschaft vorbei“. Das würde sich der Branchenführer nicht mehr nehmen lassen - selbst ohne Torkanone.

Uli Hoeneß: In der Not steht der FC Bayern zusammen

Andererseits wird dieses Duell auf Augenhöhe - Bayern fehlen zudem die gesperrten Boateng und Davies, Leipzig die ebenfalls gesperrten Halstenberg, Kampl und der verletzte Angelino - auch den Beweis liefern, wie sehr die Münchner abhängig sind von ihrem Fließbandknipser, der halt auch in kniffligen Situation, wenn es Spitz auf Knopf steht, die Sache mit einem Tor regelte. Die Bayern seien bekannt dafür, sagte Hoeneß, „in schwierigen Situationen zusammenzuhalten“. Solche Situation hatten sie aber immer mit Lewandowski.

Der Ausnahmestürmer hat in dieser Saison im Schnitt alle 60 Minuten getroffen, 35 Tore in 25 Bundesligaspielen, und wenn er so weiter hätte machen können, wäre er am Ende rechnerisch auf 47 Treffer gekommen - sieben mehr als Gerd Müller einst 1971/72 erzielt hatte. Und: Man hätte es Robert Lewandowski locker zugetraut. Ob er die 40 jetzt noch schafft? Es wird drauf ankommen, wann er nach seinem Kniefall zurückkehrt.

Wer ersetzt die Torkanone?

Eine langwierige Verletzung Lewandowskis hatten sie bei den Bayern immer befürchtet. Seit bald sieben Jahren spielt der Pole in München, bisher ging es immer gut. Drei Spiele wegen einer Schienbeinblessur vor Jahresfrist, das war bislang die längste Zwangspause, die die Bayern ohne den 32-Jährigen zu überstehen hatten. Lewy galt als einer der wenigen quasi unverletzlichen Spieler. Und gilt weiterhin als einer mit gutem Heilfleisch, womöglich kehrt die Münchner Lebensversicherung nicht erst in vier Wochen zurück, intern wird auf das Champions-League-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain am 13. April als Comeback-Datum geschielt.

Wer ersetzt Lewy? Choupo-Moting oder Thomas Müller?

Für das Gipfeltreffen kommen als Ersatz zwei Varianten in Frage, die erste wäre die logischste mit dem ewigen Lückenbüßer Eric Maxim Choupo-Moting. Der Deutsch-Kameruner, stets bestens gelaunt und komplett integriert im Team der Stars, hat in seinen 24 - meist kurzen - Einsätzen zwar fünf Tore erzielt, aber nie Ansprüche angemeldet. Weil er um seine Position in der Bayern-Hierarchie weiß, und weil er gottfroh ist, im Herbst seiner Karriere, die ihn erstaunlicherweise auch zu PSG geführt hat, überhaupt in München vorspielen zu dürfen. Aber natürlich könnte Hansi Flick die Lücke auch mit Serge Gnabry oder Thomas Müller im Zentrum, und Leroy Sané und Kingsley Coman auf den Außen füllen.

Nie war es leichter, die Bayern zu schlagen

Der ganz große Druck aber liegt auf Leipzig. „Wir bekommen keine kalten Füße“, sagt Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Und verweist auf die jüngste Erfolgsserie aus den letzten acht Spielen, sieben Siege und ein Unentschieden - 1:1 gegen Eintracht Frankfurt - sind eine bärenstarke Bilanz. Fest steht allemal: Nie war es leichter, die Bayern zu schlagen als jetzt.

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