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Luis Suarez beim Aufwärmen.

FC Barcelona

Luis Suarez will seinen alten Freunden aus Liverpool wehtun

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Im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Liverpool hat Barça-Stürmer Luis Suarez Großes vor.

Luis Suarez, der Angreifer des FC Barcelona, ist ein gefragter Mann vor dem Halbfinalduell der Katalanen in der Champions League gegen den FC Liverpool am Mittwochabend (21 Uhr). Er kennt ja den Leidensdruck in Liverpool, er hat das alles selbst miterlebt, fünf Jahre her inzwischen. In seiner letzten Saison beim englischen Traditionsklub standen die Reds mit Suarez kurz vor der ersehnten Meisterschaft, der ersten seit 1990. Doch dann, am drittletzten Spieltag der Premier League, unterlief Kapitän Steven Gerrard ein inzwischen legendärer Ausrutscher, Liverpool verlor gegen Chelsea. Am vorletzten Spieltag verspielte das Team des damaligen Trainers Brendan Rodgers gegen Crystal Palace in zehn Minuten eine 3:0-Führung. Meister wurde Manchester City.

Auch in diesem Jahr droht Liverpool wieder knapp zu kurz zu kommen, liegt einen Punkt hinter City, zwei Spiele vor dem Schluss. „Ich verstehe, was sie da gerade durchmachen“, sagte Suarez neulich dem „Guardian“: „Es ist schwierig.“ Der Uruguayer, 32 Jahre alt inzwischen, wechselte zum Ende der unglückseligen Saison 2013/14 zu seinem jetzigen Arbeitgeber nach Barcelona, und er freut sich auf seine Rückkehr an die Anfield Road. „Es wird ein tolles Gefühl sein, auch ein bisschen seltsam. Aber wenn das Spiel beginnt, gibt es keine Freundschaften mehr, keine schönen Erinnerungen. So bin ich als Spieler. Jeder weiß es.“ Oh ja. Wenn ein Spiel beginnt, wird Suarez auch gegen alte Freunde zur gnadenlosen Tormaschine.

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Mit Barça verfolgt er in der Champions League selbst eine Mission, denn erstmals seit dem Titelgewinn 2015 steht das Team von Ernesto Valverde wieder im Halbfinale. Eine solch lange Zeit ohne europäische Weihen sind ungewöhnlich für den FC Barcelona der Neuzeit, fast so ungewöhnlich wie die Tatsache, dass Suarez in dieser Saison in acht Einsätzen in der Königsklasse kein einziges Tor gelungen ist. Sein Kopfball zum 1:0 im Viertelfinal-Rückspiel wurde als Eigentor von Luke Shaw gewertet. In der spanischen Liga, wo sich die Katalanen am Samstag vorzeitig den Meistertitel sicherten, sind es 21 Treffer. Rang zwei in der Torjägerliste – hinter Lionel Messi natürlich (34 Tore).

Doch die Titelverteidigung dürfte verblassen, sollte Barça gegen Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp scheitern. Schwächen werden den Fußballern vom spanischen Publikum nicht verziehen, Suarez weiß das, und es stört ihn. „Wenn die Fans Titel haben wollen, müssen sie die Spieler unterstützen“, sagt er: „Wir sind nicht dumm, wir kriegen alles mit: Das Geräusch, wenn der Ball verloren geht. Das Grummeln und Murmeln. Nein. Die Fans müssen bei uns sein.“ Er meint damit auch Philippe Coutinho, 26, den anderen ehemaligen Reds-Spieler in Barcelona, der zurzeit nicht wohlgelitten ist im Camp Nou ob seines Phlegmas. Der Brasilianer kennt den Druck, der Leiden schafft, in Barcelona – und in Liverpool. Auch Coutinho war dabei, als 2014 alles in die Hose ging.

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