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Der Außenseiter

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Die Südkoreaner kommen mit dem besten asiatischen Spieler des Jahres 2017: Heung-Min Son.
Die Südkoreaner kommen mit dem besten asiatischen Spieler des Jahres 2017: Heung-Min Son. © imago

Der dritte Gegner wird es schwer haben.

Bis vor einem halben Jahr wäre Deutschland noch einem guten Bekannten begegnet: Dann trennte sich Südkorea von seinem deutschen Trainer Uli Stielike. Der Vertrag mit dem mittlerweile 63-Jährigen sei „erfolgsabhängig“, hieß es im Juni. Auf Stielike, der die Nationalelf drei Jahre und damit länger trainierte als Guus Hiddink, folgte Tae-Yong Shin, der prompt die direkte Qualifikation meisterte.

Bräuchte Joachim Löw ein Double für den asiatischen Markt, Shin würde auch ohne Casting engagiert. Das ebenholzfarbene Haar, die leichten Furchen im Gesicht: Die Ähnlichkeit zwischen dem Nationaltrainer Südkoreas und dem Weltmeistercoach sind verblüffend. Doch das war es auch fast schon mit den Gemeinsamkeiten. Shin kämpft bei den Asiaten um deren fußballerische Identität. „Wir müssen beweisen, dass der südkoreanische Fußball nicht tot ist. Ich versuche, ein Team zusammenzustellen, das dies hinbekommt“, sagte der 48-Jährige.

Bereits zum neunten Mal in Serie sind die Südkoreaner bei der WM dabei. Eine besondere Serie, auch wenn es bislang – mit Ausnahme der Heim-WM 2002 – nie für die Teilnahme am Viertelfinale reichte.

Die Hoffnungen der Offensive trägt der frühere Leverkusen-Profi Son, der bei Tottenham Hotspur internationale Klasse verkörpert. Kapitän Sung-yong Ki gilt als Führungsfigur. Der technisch versierte Mittelfeldspieler von Swansea City spielt seit sechs Jahren in der Premier League. Und auch Ja-Cheol Koo vom FC Augsburg ist wichtig – er trug bei der WM 2014 die Kapitänsbinde.

Bei Weltmeisterschaften trafen Deutschland und Südkorea bereits zweimal aufeinander. Neben dem Halbfinale von Seoul 2002 (1:0 für Deutschland) standen sich beide Teams auch bei der WM 1994 in den USA gegenüber. In diesem Duell siegte ebenfalls die DFB-El mit 3:2. Und 2018? (sid/FR)

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