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Augsburg lässt Chancen liegen - 2:2 gegen FCK

Chancen hatten die Augsburger Bundesliga-Neulinge für zwei Spiele - allein die Ausbeute war im Kellerkrimi gegen den ...

Augsburg. Chancen hatten die Augsburger Bundesliga-Neulinge für zwei Spiele - allein die Ausbeute war im Kellerkrimi gegen den 1. FC Kaiserslautern äußerst mager.

Vier hundertprozentige Möglichkeiten ließen die engagierten Schwaben beim 2:2 (1:1) liegen, immerhin rettete Fußball-Jungprofi Stephan Hain unmittelbar nach seiner Einwechslung noch einen Zähler. Erst rund 20 Sekunden war der Stürmer auf dem Platz, ehe er mit seinem ersten Ballkontakt die schmeichelhafte Pfälzer Führung egalisierte (66. Minute).

Ganz zur Freude von Trainer Jos Luhukay, der dennoch hart mit seinem Team ins Gericht ging: «So viele hundertprozentige Chancen darf man auf einem solchen Niveau nicht auslassen. Wir müssen mehr aus unseren Möglichkeiten machen - wir brauchen Siege, keine Unentschieden», stellte der Coach heraus. Allein Stoßstürmer Sascha Mölders scheiterte zweimal allein am eigenen Unvermögen. Durch den einen Zähler reicht der FCA aber zumindest bis zum Sonntag die Rote Bundesliga-Laterne an den SC Freiburg weiter.

Ein Freistoß-Kracher des Niederländers Marcel de Jong (5.) hatte die sehenswerte erste Viertelstunde der Gastgeber gekrönt. Mit ungekannter Spielstärke düpierten Luhukays Jungs zu Beginn bisweilen die FCK-Defensive. Umso überraschender gelang Außenverteidiger Florian Dick (25.) vor 30 028 Zuschauern wie aus dem Nichts per Kopf der Ausgleich. Direkt nach der Pause legte der Aushilfs-Torjäger gleich sein zweites Saisontor nach (48.), ehe Hain zuschlug.

Unmittelbar vor Schluss sorgte eine strittige Strafraumszene für Wirbel - und hinterher für Ärger. Augsburgs Daniel Brinkmann holte FCK-Joker Nicolai Jörgensen eindeutig von den Beinen - der Pfiff von Referee Manuel Gräfe blieb aber aus. «Ein klarer Elfmeter», beteuerte FCK-Coach Marco Kurz, auch die Fernsehbilder bestätigten seine Meinung. «Ich glaube, dass es da auch keine Diskussion gibt.» Luhukay erklärte, die Szene nicht genau beobachtet zu haben.

Gerade mal 180 Sekunden dauerte es im Kellerduell bis zur ersten Gelben Karte - ein frühes erstes Indiz für die Härte in einem umkämpften Match. Die «Roten Teufel» wussten sich in der Anfangsphase nur mit Fouls zu helfen, um Augsburgs flinke Offensivkräfte überhaupt zu stoppen. Dennoch kamen die Schwaben immer wieder vors FCK-Tor.

Tobias Werner (14.) und Mölders (40./63.) hätten zwingend treffen müssen. Beide scheiterten unbedrängt und freistehend an den eigenen Nerven: Werner ballerte den Ball aus kurzer Distanz in den Nachmittagshimmel; Mölders zielte bei seiner ersten Großchance knapp neben den Pfosten, und bei seiner zweiten nach der Pause zu hoch. Kurz vor Schluss reihte sich auch der eingewechselte Marcel Ndjeng ein: Allein vor dem Lauterer Kasten schoss er links vorbei (81.).

Die Augsburger Nachlässigkeiten dienten als Weckruf für die Gäste, bei denen überhaupt nur zwei Akteure in der Anfangself standen, die zuvor in dieser Bundesligasaison schon einmal getroffen hatten: Christian Tiffert (2) und Olcay Sahan (1). Das Fehlen der Stürmer Dorge Kouemaha (verletzt) und Itay Shechter (Rotsperre) blieb unübersehbar, die beiden Winter-Zugänge Sandro Wagner und Jakub Swierczok taten sich im Angriffszentrum über weite Strecken schwer.

Und dennoch wurde Lautern immer gefährlicher. Nach einem Freistoß nutzte der aufgerückte Dick eine Unachtsamkeit im Augsburger Strafraum - und schoss am langen Pfosten zum 2:1 ein. Mittelfeldmotor Sahan (60.) hätte die Führung kurz darauf sogar ausbauen können, traf aber die Querlatte. Stattdessen bekam der FCA die zweite Luft: Nach einem Zuspiel von Hajime Hosogai rettete Jungprofi Hain mit seiner ersten Ballberührung einen verdienten Punkt.

Ballbesitz in %: 49,2 - 50,8

Torschüsse: 15 - 15

gew. Zweikämpfe in %: 58,2 - 41,8

Fouls: 13 - 17

Ecken: 3 - 4

Quelle: optasports.com (dpa)

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