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Gehört zu de begehrteren Bremen: Stürmer Josh Sargent (links), hier beim Testspiel gegen Feyenoord Rotterdam.
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Gehört zu de begehrteren Bremen: Stürmer Josh Sargent (links), hier beim Testspiel gegen Feyenoord Rotterdam.

Werder Bremen

Aufstand der Opas

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Die Altvorderen Lemke, Müller, Fischer und Wontorra machen mobil beim Absteiger. Trainer Markus Anfang soll den Wiederaufstieg bewerkstelligen, kämpft aber mit Unklarheiten.

Es war ein unruhiges Jahr bei Werder Bremen - und es wird ein unruhiges Jahr bleiben. Gerade ist es zum Opa-Aufstand gekommen. Die Ex-Chefs Willi Lemke (74), Manfred Müller (77) und Klaus-Dieter Fischer (80) haben sich zusammengetan, um für die am 5. September stattfindenden Mitgliederversammlung dafür zu sorgen, dass der bei ihnen unbeliebte Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald (60) nicht in Personalunion auch noch bezahlter Geschäftsführer bleiben darf. Interessant: Genau diese Konstellation hatten sie selbst vor Urzeiten entwickelt und so Fischer und Müller aus dem Ehrenamt zu gut bezahlten Bossen befördert. Jörg Wontorra (72) kommt nun als Anführer der Opposition hinzu, ein weiterer alter Fahrensmann. Der emeritierte TV-Moderator drängt zurück in den Aufsichtsrat.

Den macht Marco Bode als Chef des Gremiums nach sieben Jahren frei, was trotz manchen Fehlers des Ex-Nationalspieler den größten Verlust für den Absteiger bedeuten dürfte. Der 51-Jährige ist republikweit geachtet, seine Ausstrahlung wird Werder fehlen.

Bleiben darf vorerst Sportchef Frank Baumann, der von einem neuen Aufsichtsrat deutlich weniger Rückendeckung erwarten darf als von dem alten unter Führung des einflussreichen Bode. Ehrenspielführer Baumann steht aus nachvollziehbaren Gründen wegen verfehlter Transferpolitik unter extremer Beobachtung. Er hat Werder in die zweite Liga gemanagt. Dass Bode geht und Baumann bleibt, halten viele Beobachter und Fans für die falsche Personalie.

Schwierig, aber nicht unmöglich wird unter dem von Darmstadt 98 losgeeisten Trainer Markus Anfang in diesem komplizierten Umfeld der direkte Wiederaufstieg. Wobei der Coach nicht annähernd weiß, wie viele Leistungsträger überhaupt bleiben, nachdem Milot Rashica für elf Millionen Euro zu Norwich City transferiert werden konnte. Keeper Jiri Pavlenka wollte Werder gern verkaufen, allein: Der Tscheche ist wegen eines Rückenleidens nicht spielfähig. Jetzt soll er bleiben. Wenn für die Innenverteidiger Ömer Toprak, Marco Friedl oder Milos Veljkovic Angebote eintrudeln, stehen auch hier die Zeichen auf Abschied, ebenso wie bei den Brüdern Maxi und Johannes Eggestein, Ludwig Augustinsson, Josh Sargent sowie Yuya Osako, und Leonardo Bittencourt. Letzterer fällt nun mit Innenbandanriss im rechten Knie wochenlang aus. Eine potenzielle Millioneneinnahme weniger. Dabei braucht Werder dringend Geld.

Es bleibt unruhig an der Weser. Auf allen Ebenen.

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