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Weiß, dass er Mist gebaut hat: Arif Güclü. Foto: Imago images
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Weiß, dass er Mist gebaut hat: Arif Güclü.

FSV Frankfurt

Auf der Suche nach Balance

  • VonStefan Fritschi
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Der Regionalligist kommt gegen FK Pirmasens über ein 2:2 nicht hinaus und verliert Stürmer Arif Güclü durch Platzverweis. „Es zwickt zu viel“, schimpft Trainer Barletta.

Am Ende eines allenfalls mäßigen Fußball-Regionalligaspiels zwischen dem FSV Frankfurt und FK Pirmasens kochten die Emotionen so richtig hoch. Aus allen Richtungen kamen Spieler beider Teams gelaufen, auch Ersatzkräfte von der Bank sowie Trainer und weitere Offizielle zog es hin zu dem Tumult unweit der Haupttribüne. In der Schlussminute hatte FKP-Defensivakteur Daniel Bohl den Frankfurter Torjäger Arif Güclü schroff zu Fall gebracht, und der Bornheimer ließ sich zu einer Revanche-Aktion hinreißen – die Gelbe und die Rote Karte waren die Folge, und Angelo Barletta mischte nun ganz vorne mit. „Ich habe vielleicht etwas überreagiert“, sagte der FSV-Trainer nach dem „sehr hitzigen Spiel“. Er habe in diesem Moment daran gedacht, dass ihm in den kommenden Spielen Güclü nicht zur Verfügung stehen werde. „Er ist aktuell mein bester Stürmer, er hat zuletzt drei Tore gemacht.“

Auch beim 2:2 (1:1) gegen den südwestpfälzischen Traditionsverein am Samstag in der Regionalliga Südwest hatte Güclü getroffen, zum wichtigen 1:1 kurz vor der Pause (40.). Als der FSV nach einem Eigentor von Kevin Frisorger (78.) den zweiten Sieg binnen fünf Tagen vor Augen hatte, geriet aber noch alles aus den Fugen. Zunächst fabrizierte Lukas Gottwalt unbedrängt einen Eckstoß, dann griff Torhüter Daniel Endres daneben – und schon lag der Ball im Netz, der eingewechselte Kevin Klein brauchte nur die Brust hinzuhalten (89.). „Kein Verständnis“, betonte Präsident Michael Görner, habe er für Gottwalts Aktion und legte nach: „Gegen so einen stark limitierten Gegner müssen wir gewinnen.“

In zumindest solider Verfassung wäre dies dem Fußballsportverein vermutlich auch gelungen. Doch davon ist die Mannschaft weit entfernt. Spielfluss kam gegen die Pirmasenser selten auf, und die Defensive vermittelte keinen stabilen Eindruck – einen Sieg hatte an diesem über weite Strecken zähen Fußball-Nachmittag keiner verdient.

„Die Abgänge“, sagte Torwart Endres, konnten bisher „null kompensiert“ werden. Dabei dachte er in erster Linie an Kapitän und Abwehrorganisator Dominik Nothnagel, den es zum Ligakonkurrenten VfB Stuttgart II gezogen hat. Stattdessen seien Spieler verpflichtet worden, „die ein Jahr nicht gespielt haben“. Verletzungsbedingt. Dies trifft auf seine Vorderleute, die Innenverteidiger Gottwalt und Thomas Konrad zu. Sich selbst schloss er von Kritik freilich nicht aus. „Eine verhängnisvolle Fehlerkette“ habe zum späten Ausgleich geführt – mit dem letzten Glied Endres. Zu allem Überfluss war Robin Williams beim 0:1 ein Eigentor unterlaufen – der Rettungsversuch vor der Torlinie nach Eckstoß entpuppte sich als Schuss nach hinten (35.).

„Es zwickt überall“, meinte Barletta zur Häufung unliebsamer Dinge. Der erste Auswärtssieg unter seiner Regie am Dienstagabend in Mainz-Mombach hatte nicht zur Stabilisierung beigetragen. Jannik Sommer, ein weiterer Neuzugang und sehr regionalligaerfahren, ist derzeit ein Schatten seiner selbst, kann Steffen Straub nicht ansatzweise ersetzen. Aber auch der FSV-Altgediente Ahmed Azaouagh sucht nach der Form. Wenn dann auch der aktuell einzige Leistungsträger neben Güclü, Denis Mangafic, über Mittelmaß nicht hinauskommt, dann ist Stückwerk programmiert.

Was nun also, FSV? „Es ist wichtig, ruhig zu sein“, bemerkte Barletta dazu. Auf der Suche nach Stabilität, Balance, Selbstvertrauen. Ein Glücksmoment könnte da hilfreich sein, auf die Sprünge helfen. Daran wird Arif Güclü aber erst mal nicht teilhaben.

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