Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Markus Anfang, Lilien-Trainer, gewann 2017 den Landespokal Schleswig-Holstein mit den Kielern. dpa
+
Markus Anfang, Lilien-Trainer, gewann 2017 den Landespokal Schleswig-Holstein mit den Kielern. dpa

SV Darmstadt 98 strebt Pokal-Coup an

Auf den Spuren von Bruno und Eckhard

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
    schließen

Der SV Darmstadt 98 tritt als Außenseiter im Pokal-Achtelfinale bei Holstein Kiel an.

Das Ziel ist ein auf mehreren Ebenen lohnendes. Zum einen natürlich sportlich. Im Viertelfinale des DFB-Pokals standen Fußballer des SV Darmstadt 98 letztmals 1987, vor 34 Jahren also. Unter Anleitung von Trainer Eckhard Krautzun, dem Weltenbummler, und mit Torwart Wilhelm Huxhorn oder Stürmer Bruno Labbadia im Team, verloren die Lilien damals am Böllenfalltor vor rund 26 000 Fans (welch tolle Vorstellung in diesen tristen Tagen) gegen den großen Hamburger SV, den späteren Cupsieger, um Uli Stein, Manni Kaltz und Trainer Ernst Happel mit 0:1.

Zum anderen spielt an diesem Dienstag auch die wirtschaftliche Komponente mit. Über rund eine Million Euro an Prämie fürs Erreichen des Viertelfinales könnten sich die Südhessen freuen, würden sie heute (18.30 Uhr) das Duell beim Zweitligakonkurrenten Holstein Kiel für sich entscheiden. Geld, das kleineren Klubs wie dem SVD gerade in Zeiten einer Pandemie mehr denn je taugen würde. „Wir wollen unbedingt die nächste Runde erreichen“, sagt der Darmstädter Trainer Markus Anfang. Wer auch nicht?

Die Lilien sind an der Kieler Förde nur Außenseiter. In der Liga trennen die beiden Klubs satte 14 Punkte. Erst vor neun Tagen verloren die Darmstädter im eigenen Stadion das Ligaduell gegen die aufstiegsambitionierten Kieler verdient mit 0:2. Die KSV präsentierte sich an diesem Tag abgeklärter, reifer, einfach besser als die in ihren Leistungen doch arg schwankenden Gastgeber.

„Kiel wird mit breiter Brust spielen“, ahnt der Darmstädter Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt nicht nur wegen des überraschenden Holsteiner Coups in der zweiten Pokalrunde gegen den Titelverteidiger aus München. Aus all diesen Vorzeichen könne man vielleicht wirklich eine Außenseiterrolle für seine Mannschaft ableiten, findet auch Lilien-Coach Anfang, „aber mir ist wichtiger, wie wir das Spiel angehen“. Möglichst selbstbewusst.

Anfang, der in seiner persönlichen Trainervita noch nie über das Pokal-Achtelfinale hinausgekommen war, hält trotz einiger Rückschläge in den vergangenen Wochen und Monaten an seiner fußballerischen Spielidee fest. Er will, dass sich seine Truppe etwas zutraut, die Bälle nicht einfach wegbolzt, sondern sie durch die eigenen Reihen zirkulieren lässt. Selbst wenn das, wie zuletzt, nur halbwegs funktioniert.

Am vergangenen Samstag spielten die Lilien in Regensburg gut, holten am Ende wegen eines späten Gegentreffers aber nur einen Zähler. Im Grunde geht es für die Darmstädter in der Restrunde nur darum, möglichst schnell möglichst nichts mehr mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu tun zu haben. Und vielleicht im Pokal eine Überraschung zu packen. „Das wäre eine tolle Sache“, sagt Anfang, der 2017 als Kieler Trainer den Pokal gewann. Allerdings den Landeswettbewerb in Schleswig-Holstein.

Bei den Darmstädtern wird wohl der zuletzt geschonte Tobias Kempe in die Startelf zurückkehren, kein Thema für einen Einsatz ist dagegen der gestern bis zum Saisonende vom FC Basel ausgeliehene Samuele Campo. Der 25-jährige offensive Mittelfeldspieler war für den FCB zuvor in 84 Pflichtspielen (19 Tore) am Ball, in dieser Saison kam er bei den Schweizern nur sechsmal in der Liga zum Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare