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Offizielle messen das Ersatztor aus, nachdem das ursprüngliche Tor vor dem Spiel als defekt befunden wurde.
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Offizielle messen das Ersatztor aus, nachdem das ursprüngliche Tor vor dem Spiel als defekt befunden wurde.

Kommentar „Einwurf“

Antti und das Fußballtor

  • Jakob Böllhoff
    VonJakob Böllhoff
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In St. Gallen ist das Tor zu hoch. Die Welt staunt und fragt sich: Eine skandinavische Verschwörung? Ein Kommentar.

In St. Gallen stand ein Tor herum, das war nicht richtig. Damit ist ausdrücklich nicht das Karlstor gemeint, das als letztes verbliebenes Stadttor der mittelalterlichen Stadtmauer weiterhin alle Erwartungen an ein solches Bauwerk erfüllt: Es ist alt und aus Stein und man kann hindurchlaufen.

Am Karlstor hatte am Sonntag niemand etwas auszusetzen, Sorge bereiteten vielmehr seine entfernten Verwandten, die als Fußballtore im St. Gallener Stadion Kybunpark Dienst schoben beim WM-Qualifikationsspiel der Schweiz gegen Litauen (1:0). Bei der Platzbegehung kam dem Vierten Offiziellen, dem Finnen Antti Munukka, etwas komisch vor am Strafrauminterieur. Man maß die Tore nach, und siehe da: beide zu hoch. Das eine um fünf, das andere um ganze zehn Zentimeter. Ersteres konnte irgendwie repariert werden; Zweiteres wurde ausgetauscht. Der Anpfiff erfolgte mit viertelstündiger Verspätung, wobei der Schweizer Xherdan Shaqiri panisch versuchte, die Zeit wieder reinzuholen, indem er ganz eilig, nach nur 90 Sekunden, den einzigen Treffer des Spiels erzielte.

Zur Schweizer Ehrenrettung genügt das natürlich nicht. Worauf, fragen sich Leute jetzt weltweit, während sie nervös auf ihren Uhren herumtippen, kann man sich überhaupt noch verlassen, wenn nicht einmal mehr auf die Präzision der Eidgenossen. Zumal im St. Gallener Handwerk eigentlich genügend Expertise vorhanden wäre, um gescheite Fußballtore in den Kybunpark zu stellen. So hätte man den Auftrag an „Ammann Raumgestaltung“ geben können, Rorschacher Straße 179: Hier ist ein Raum, Ammann, bitte gestalte ihn als Fußballtor. Gemunkelt wird bereits, durch Vetternwirtschaft sei der Auftrag stattdessen beim „Creativa Bastelshop“ gelandet, und da kann natürlich alles herauskommen.

Nichts jedoch, was dem Blick eines finnischen Schiris entgehen würde. Gerüchte, wonach es sich um eine skandinavische Verschwörung handele, weil, wie auf TV-Bildern zu sehen, das Ersatztor aus Richtung einer nahestehenden Ikea-Filiale herangebracht wurde, wurden als haltlos zurückgewiesen.

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