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Der Anfang vom Ende: Bayer-Keeper Niklas Lomb patzt erneut schwer, Jordan Siebatcheu köpft das 1:0 für Bern.
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Der Anfang vom Ende: Bayer-Keeper Niklas Lomb patzt erneut schwer, Jordan Siebatcheu köpft das 1:0 für Bern.

Blamage in der Europa League

Am Tiefpunkt angelangt

  • VonAndreas Morbach
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Bayer Leverkusen steckt nach dem Europa-League-Aus in einer schweren Krise, doch Trainer Peter Bosz darf bleiben.

Peter Bosz konnte es gar nicht schnell genug gehen in der 36. Minute. Um einen Angriff seiner Mannschaft zu beschleunigen, versuchte der 57-jährige Niederländer einen kurzen Sprint hin zum Ball, der gerade in seiner Nähe gelandet war. Er wollte das Spielgerät zügig an Bayer-Angreifer Leon Bailey zum Einwurf weitergeben. Dabei rutschte Bosz aus, landete auf dem Hosenboden. Was ihn aber, offenkundig schwer begeistert vom eigenen Einsatz, nicht daran hinderte, gleich darauf beide Arme wild nach vorne zu stoßen.

Auch Hoffenheim blamiert sich

Nach dem unrühmlichen Aus der TSG Hoffenheim in der Europa League hat Trainer Sebastian Hoeneß die Misserfolge klar eingeräumt. „Natürlich müssen wir von einer verkorksten Saison sprechen“, sagte der 38-Jährige am Freitag. Der Tabellenelfte der Bundesliga hatte mit dem 0:2 am Donnerstagabend gegen die Norweger von Molde FK das Achtelfinale verpasst und tritt nun am Sonntag (13.30 Uhr) bei Union Berlin an.

„Wir müssen schauen, dass wir uns schnell aufrichten. Wir sind keine Opfer“, sagte Hoeneß. Dies sei seine Botschaft an die Mannschaft, die auch im DFB-Pokal nicht mehr dabei ist. Bei zehn Punkten Rückstand auf den Tabellensechsten Borussia Dortmund droht den Hoffenheimern das Verpassen des internationalen Geschäfts. dpa

Die Szene erinnerte an Leverkusens Mittelfeldakteur Nadiem Amiri, der Mitte Dezember beim längst klar gewonnenen Derby in Köln einen verlorenen Ball mit einem entschlossenen 30-Meter-Sprint zurückeroberte – und sich für die Aktion feierte, als habe er sein Team gerade zur Meisterschaft geschossen. Damals glänzte die Werkself als Tabellenführer.

Bayer Leverkusen: 0:2 in Bern

Zweieinhalb Monate später ist sie mit dem 0:2 gegen den Schweizer Meister Young Boys in der Zwischenrunde völlig verdient aus der Europa League ausgeschieden – und war, eine gute Stunde nach Bosz‘ Ausrutscher in der Coaching Zone, am nächsten Tiefpunkt in diesem an Tiefpunkten reichen Winter angelangt.

Im vergangenen Jahr erreichten die Rheinländer noch das Viertelfinale der Europa League, standen zudem im Berliner Pokalfinale. Jetzt sind sie binnen drei Wochen im nationalen Cup an Viertligist Rot-Weiss Essen gescheitert und auf internationaler Bühne gegen den Spitzenvertreter einer der kleineren europäischen Ligen ausgeschieden.

Bayer Leverkusen: Hradecky wird vermisst

Im Sommer 2020 betonte Klub-Boss Fernando Carro noch, Bayer könne im Prinzip dasselbe erreichen wie Leipzig – das es da gerade bis ins Halbfinale der Champions League geschafft hatte. Im Spätwinter 2021 geht es nach der Flut an Enttäuschungen nun aber darum, zumindest das letzte Saisonziel – die Qualifikation für die Champions League – zu erfüllen.

Der Rückstand auf Rang vier auf die Konkurrenz aus Wolfsburg und Frankfurt beträgt bereits fünf Punkte. Diese Lücke in zwölf Spielen zu schließen, hält Bosz für „absolut machbar“, obwohl er viele Baustellen zu bearbeiten hat. Etwa die im Tor, wo Niklas Lomb erneut schwer patzte und den an der Achillessehne verletzten Stammkeeper Lukas Hradecky nicht adäquat ersetzen kann.

Bayer Leverkusen: Ein Klub in Schockstarre

Am Tag nach dem Europa-League-Aus gestand Leverkusens Cheftrainer: „Der Schock war heute Morgen noch nicht verarbeitet. Deshalb haben wir uns Zeit genommen zu reden.“ Und: „Es ist deutlich, dass wir in einer schwierigen Phase sind. Und das ist noch Understatement.“ Sorgen um seinen Job macht sich Bosz trotzdem keine. Schon vor dem Spiel war Sportdirektor Simon Rolfes gefragt worden, ob sich der Coach Gedanken machen müsse, falls das Team gegen Bern ausscheide. „Nein“, antwortete er im „Kicker“. „Ein Trainerwechsel ist kein Thema.“ Mal sehen, wie lange noch.

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