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Den Sack zugemacht: der Leverkusener Torschütze zum 3:0, Karim Bellarabi (Mitte) jubelt mit Lars Bender (rechts) und Wendell.

Düsseldorf - Leverkusen 1:3

Alle schwärmen vom Bosz-Stil

Leverkusen will mit dem Trainer verlängern, vor allem Kevin Volland würde es begrüßen.

Die Zukunft von Bayer Leverkusen heißt Peter Bosz. Mit dem niederländischen Trainer hat der Champions-League-Teilnehmer Siegermentalität und spielerische Klasse entwickelt und 13 von 19 Bundesligaspiele im Jahre 2019 gewonnen. „Es macht riesig Spaß mit ihm. Er fordert uns immer wieder neu im Training und im Spiel und macht uns alle Stück für Stück besser“, befand Bayers Angriffsspieler Kevin Vollland nach dem 3:1 (3:0) beim Vorjahresaufsteiger Fortuna Düsseldorf. Mit dem besten Start seit vier Jahren hat der Leverkusener Trainer weitere gute Argumente, seinen 2020 auslaufenden Vertrag vorzeitig zu verlängern.

„Das Ziel ist natürlich, dass der Trainer noch länger bei uns bleibt“, sagte Sportdirektor Simon Rolfes bereits vor der Partie in Düsseldorf. Einer baldigen Einigung zwischen dem Klub und dem ehemaligen Coach von Ajax Amsterdam und Borussia Dortmund dürfte nichts im Wege stehen. Auch Bosz, der in seinen acht Monaten als Bayer-Coach 14 von 23 Pflichtspielen bei drei Unentschieden und sechs Niederlagen gewinnen konnte, hatte bereits Signale für ein längerfristiges Engagement bei den Rheinländern gegebenAuch die Spieler sind mit der Arbeit des Niederländers sehr zufrieden. „Das ganze Trainerteam hat sich die Vertragsverlängerung verdient, wenn es denn so kommt. Peter Bosz macht schon gute Arbeit“, sagte Torhüter Lukas Hradecky.

„Wir haben ein System, in dem alle auf dem Platz funktionieren müssen. Das machen wir als Mannschaft gut und versuchen es immer zu verbessern“, analysierte Volland, der wie schon im Saisonauftaktspiel gegen Paderborn (3:2) an zwei Treffern beteiligt war. Das 1:0-Eigentor von Lewis Baker leitete er ein, beim 3:0 durch Karim Bellarabi war er ebenfalls Vorbereiter. Das 2:0 erzielte Charles Aranguiz mit einem sehenswerten Drehschuss. „Das war schon eine reife Leistung“, so Volland.

Volland, der schon im Vorjahr viertbester Scorer der Liga war, präsentiert sich derzeit in Länderspielform und fühlt sich in dem 4-3-3-System von Bosz pudelwohl. Ob seinen bislang zehn Einsätzen im Nationaltrikot weitere folgen, ist fraglich. Seinen bislang letzten Länderspieleinsatz hatte der 27-Jährige am 15. November 2016 gegen Italien. „Fakt ist, dass ich in den letzten zwei Jahren konstante Saisons gespielt habe, meine Tore und meine Assists gemacht habe. Mehr kann ich nicht machen“, sagte Volland dem TV-Sender Sky.

Eine Vertragsverlängerung mit Bosz käme dem Leverkusener Stürmer gelegen. Bosz ist ein Anhänger des offensiven Spiels und Volland seine zentrale Angriffsspitze. Zudem profitiert der Mittelstürmer auch von den Fähigkeiten neuer Spieler wie Kerem Demirbay oder Nadiem Amiri. Letzterer kam wie Moussa Diaby von der sehr gut bestückten Ersatzbank zu seinem Bundesligadebüt für Bayer. „Wir haben schon eine unglaubliche Qualität auf dem Platz“, sagte Volland. Und dann wohl auch längerfristig auf der Trainerbank. (dpa/sid)

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