Vorerst wohl die Nummer zwei hinter Manuel Neuer: Schalkes Torwart Alexander Nübel schließt sich den Bayern an.
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Vorerst wohl die Nummer zwei hinter Manuel Neuer: Schalkes Torwart Alexander Nübel schließt sich den Bayern an.

Schalke

Nübel im Anflug

  • vonJonas Austermann
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  • Manuel Bonke
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Alexander Nübel, Schalker Torhütertalent, steht vor dem Wechsel zum FC Bayern.

Kurz vor Weihnachten beschenkt sich der FC Bayern einfach mal selbst. Im Sommer wechselt der Schalker Torhüter Alexander Nübel, 23, nach München. Spieler und Klub sollen sich über den offiziell noch nicht verkündeten Wechsel nach FR-Informationen aber schon im vergangenen Sommer weitgehend einig gewesen sein.

Bereits seit Monaten hielten sich die Spekulationen über einen Wechsel von Nübel an die Isar hartnäckig. Am Sonntag kam dann von Schalker Seite mächtig Bewegung in die Personalie. Um 10.48 Uhr vermeldeten die Königsblauen auf ihrer Homepage, wonach Nübel seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Der überaus talentierte Schlussmann, der jüngst durch seinen Kung-Fu-Tritt gegen den Frankfurter Mijat Gacinovic zum zweiten Mal negativ aufgefallen war, wechselte vor viereinhalb Jahren vom SC Paderborn nach Gelsenkirchen, absolvierte bis dato 41 Pflichtspiele für die Königsblauen. Nun wagt der ehemalige Schlussmann der deutschen U-21-Auswahl (17 Einsätze) den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

In München ist Nübel, der einen Fünfjahresvertrag unterschreiben soll, zunächst als Ersatzmann hinter Manuel Neuer, 33, eingeplant. Der Münchner Stammtorwart steht kurz vor einer Vertragsverlängerung bis 2023. Erst danach also dürfte Nübel zur bayerischen Nummer eins werden. Beim ablösefreien Transfer half den Münchnern der gute Draht von Torwarttrainer Toni Tapalovic nach Gelsenkirchen. Der Kroate betreute einst die Schalker Nachwuchskeeper, lernte so auch den talentierten Neuer früh kennen. 2011 wechselte das Gespann schließlich nach München. Bis heute pflegt Tapalovic beste Beziehungen ins Ruhrgebiet.

Auf Schalke steht Nübel im kommenden Halbjahr vor einer schwierigen Zeit. Viele Fans hatte der 23-Jährige bereits mit seinem ausbleibenden Treuebekenntnis in Form einer Vertragsverlängerung gegen sich aufgebracht. Für Nübels Unterschrift wollte Schalke tief in die Tasche greifen. Angeblich boten die Gelsenkirchener neben einer Ausstiegsklausel eine Anhebung seines Jahresgehalts bis Sommer 2024 von derzeit rund 600 000 Euro auf fünf Millionen Euro.

„Nach allen Gesprächen, die wir in den letzten Monaten mit Alexander Nübel und seinem Berater geführt haben, sind wir über seinen Entschluss nicht sehr überrascht und respektieren diesen selbstverständlich. Verstehen müssen wir seine Entscheidung indes nicht“, kommentierte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider ziemlich angefressen den Abgang des Torhüters. (mit dpa)

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