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Falsche Entscheidungen: Felix Byrch.

Kommentar Champions League

Ärgerliche Fehler

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Es ist fragwürdig, warum die Uefa beharrlich an den Torrichtern festhält, statt den Videobeweis in der Champions League schon in dieser Saison einzuführen. Ein Kommentar.

Rein sportlich betrachtet hat der erste Champions-League-Spieltag nichts Neues gebracht. Die Topklubs sind wie erwartet gut gestartet, haben ihren Gegnern keine Chance gelassen. Die Ausnahme - Manchester City - bestätigt die Regel. Zwei individuelle Schnitzer sorgten für den Überraschungssieg von Olympique Lyon. Ein Ausrutscher, mehr nicht.

Kein Ausrutscher, sondern ein echtes Ärgernis waren die vielen falschen Schiedsrichterentscheidungen, die mit Hilfe des Videoassistenten hätten verhindert werden können. Im Fokus stand das „Drama“ um Cristiano Ronaldos Platzverweis. Natürlich haben seine Hände nichts am Kopf des Gegenspieler zu suchen, aber die Rote Karte von Schiedsrichter Felix Brych war definitiv zu hart. Hätte er die Zeitlupe zu Hilfe gehabt und nicht nur Torrichter Marco Fritz, er wäre vielleicht zu einem anderen Entschluss gekommen. 

Ganz sicher zu einem anderen Entschluss wären Deniz Aytekin bei der Partie zwischen Young Boys Bern und Manchester United oder Jesus Gil Manzano beim Spiel des FC Schalke 04 gegen den FC Porto gekommen. Aytekin hatte einen Handelfmeter nach einem Schuss aus kürzester Distanz an den angelegten Arm gepfiffen. Manzano war auf eine Schwalbe von Moussa Marega reingefallen, der Porto den 1:1-Ausgleich ermöglichte. Beide Strafstöße waren vermeidbare Fehlentscheidungen.

Ohnehin ist es fragwürdig, warum die Uefa beharrlich an den Torrichtern festhält, statt den Videobeweis in der Champions League schon in dieser Saison einzuführen. Die Torrichter sollten ursprünglich kontrollieren, ob ein Ball die Tor- beziehungsweise Seitenauslinie überschritten hat, ehe sie nach Klagen mangels Beschäftigung den Schiedsrichtern auch bei allen anderen Entscheidungen helfen dürfen. Sie haben aber auch oft nur den Bruchteil einer Sekunde Zeit, während auf dem Bildschirm zu Hause bereits jeder die x-te Zeitlupe gesehen hat.

Es wäre wünschenswert, wenn die Uefa nach dem Spieltag reagiert und den Videobeweis schon jetzt einführt. Realistisch ist diese Forderung leider nicht.

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