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Achtung, die Großen kommen

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Von: Daniel Schmitt

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Raufgerutscht in der Tabelle: Ömer Toprak (links) und Werder Bremen.
Raufgerutscht in der Tabelle: Ömer Toprak (links) und Werder Bremen. © dpa

Wildes Werder, stolzes Schalke, homogener HSV - wer steigt noch auf? Die namhaften Teams scheinen sich jedenfalls langsam zu fangen in der Zweiten Bundesliga.

Die beste zweite Liga aller Zeiten – ein Jahr für Jahr von TV-Machern gern genutzter peppiger Slogan, der sich bei Ansicht des Gezeigten wahrlich nicht immer inhaltlich erhärten ließ. Überspitzt formuliert war da eher zu sehen: Graue Mäuse und wankende Riesen, die sich im Ballwegbolzen und Gegnertreten verdingten, und ab und auch mal ein nettes Fußballspiel, das dabei herauskam. Da war nicht immer alles Gold, was glänzen sollte.

Doch in dieser Saison, in jener der allerbesten zweiten Liga aller-aller Zeiten, ist das tatsächlich anders, besser, spannender. Nicht nur, dass die Zweitligisten nun sogar den DFB-Pokal für sich einzunehmen versuchen (St. Pauli, Hannover, Karlsruhe und der Hamburger SV stehen im Viertelfinale), sie liefern auch Woche für Woche im Alltag teils packende Duell ab. Nach 20 absolvierten Spieltagen giert die halbe Liga nach dem Aufstieg, vom Erstplatzierten Darmstadt 98 (siehe untenstehender Artikel) bis zum Neunten Paderborn sind es lediglich neun Punkte Abstand.

Bremer Spektakel-Sieg

Die Krone setzten dem Ganzen am Wochenende der SC Paderborn und Werder Bremen mit einem atemberaubenden Spektakel auf, aus dem die Hanseaten mit 4:3 als Sieger hervorgingen. „Es war ein wildes Spiel“, befand Paderborn-Coach Trainer Lukas Kwasniok, Werder-Trainer Ole Werner korrigierte: „Es war ein verrücktes Spiel.“ Und der Bremer Toptorschütze Marvin Ducksch ergänzte: „Ein absolut geiles Spiel.“

Der SV Werder ist in Liga zwei die Mannschaft der Stunde. Fünf Spiele leitet Trainer Werner nun den Ex-Erstligisten an, fünf Siege sprangen heraus. Die Bremer kletterten von Rang zehn auf drei und dürfen sich in dieser Form ernsthafte Hoffnungen auf den direkten Wiederaufstieg machen.

Bloß: Es gibt ja auch noch den Rest, die Außenseiter wie Darmstadt, Heidenheim oder St. Pauli, und die Großkopferten, jene von Schalke 04 und dem Hamburger SV. Auch dieses Duo holte sich ordentlich Schwung. Schalke etwa fiedelte Aue locker mit 5:0 ab, war stolz ob der gezeigten Leistung samt vieler schöner Kombinationen, während der HSV vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit im spannenden Stadtderby (2:1) gegen die Kiezkicker aus St. Pauli zurückkam und am Ende die Oberhand behielt. mit dpa

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