Stürmer kommt aus Mainz

Aaron Seydel verstärkt den SV Darmstadt 98

  • Daniel Schmitt
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Angreifer Aaron Seydel wechselt von Mainz 05 zum SV Darmstadt 98, dort trifft er auf seinen früheren Trainer Markus Anfang.

Die letzte Erinnerung an die gemeinsame Zeit hätte durchaus angenehmer sein können. Wenngleich die beiden damals natürlich nur Außenseiter waren mit Holstein Kiel gegen den VfL Wolfsburg. Trotzdem hätten Aaron Seydel und Markus Anfang den Aufstieg in die Bundesliga natürlich gerne gepackt. Die Relegationsspiele allerdings gingen jeweils verloren und auch die Wege trennten sich anschließend. Stürmer Seydel blieb noch ein Jahr in Kiel, Trainer Anfang zog es zum 1. FC Köln.

Nun, mehr als zwei Jahre später, sind sie wieder vereint, beim SV Darmstadt 98. Seydel unterschrieb gestern beim hessischen Zweitligisten einen Zweijahresvertrag. Der Anteil von Anfang, den 24-jährigen Angreifer vom Bundesligisten Mainz 05 ans Böllenfalltor zu lotsen, ist ein großer. „Die Art Fußball, die Markus Anfang spielen lässt, passt sehr gut zu mir und ich kann es kaum erwarten, mit den neuen Teamkollegen auf dem Platz zu stehen“, bestätigt Seydel, während ihn Rouven Schröder, Sportchef in Mainz, mit besten Wünschen verabschiedete: „Es ist für Aaron wichtig, einen Neustart zu wagen.“

Bereits mit neun Jahren trat Seydel das erste Mal für die Nullfünfer gegen den Ball, später erhielt er beim FSV seinen ersten Profivertrag, konnte sich aber nie wirklich durchsetzen.

Lediglich sechs Partien (ein Tor) absolvierte Seydel in der Bundesliga für die Mainzer. 2017 wurde er für zwei Jahre nach Kiel verliehen und war unter Anfang Stammspieler – häufig durfte der 1,99-Meter-Mann im Angriffszentrum ran, ab und an wich er auf die Flügel aus. „Aaron ist ein Angreifer, der variabel einsetzbar ist. Er hat schon einiges an Erfahrung in dieser Liga sammeln können und dabei seine Qualitäten unter Beweis gestellt“, sagt der Darmstädter Sportchef Carsten Wehlmann. Insgesamt kommt der einstige U-21-Nationalspieler auf 40 Partien in der zweiten Liga (fünf Tore), zuletzt war an Jahn Regensburg verliehen worden.

In Darmstadt tritt Seydel vordringlich in Konkurrenz mit den beiden Mittelstürmern Felix Platte und Serdar Dursun, wenngleich der Verbleib des letztgenannten Topmannes in Darmstadt weiterhin offen ist. Ersatz steht jetzt jedenfalls bereit. „Wir sind uns sicher, dass Aaron noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen ist und freuen uns, dass er den nächsten Schritt nun in Darmstadt gehen möchte“, sagt Wehlmann.

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