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Der Trainer des 1. FC Köln, Friedhelm Funkel, blickt nachdenklich in Richtung Boden.
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Gerade für Köln als Interims-Trainer aus dem Ruhestand zurückgekehrt, schon in der Defensive: Friedhelm Funkel.

Nach Spiel gegen Leverkusen

Aufregung nach TV-Interview mit Köln-Trainer Friedhelm Funkel – Vorwurf des Rassismus

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Weil man bestimmte Ausdrücke „nicht mehr sagen darf“ findet Köln-Trainer Friedhelm Funkel nur mühevoll Worte für die Schnelligkeit der Gegner aus Leverkusen.

Köln – Das Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Köln am frühen Samstagabend (17.04.2021) barg für Köln-Trainer Friedhelm Funkel zwei Chancen: Die Mannschaft im sechsten Spieltag vor Saisonende mit einem Sieg in Richtung Relegationsplatz zu befördern, auf dem aktuell die Herta wackelt – weil sie derzeit gar nicht spielen darf, seitdem die Mannschaft nach mehreren Corona-Infektionsfällen in Quarantäne ist. Die Partie für die Werkself hätte außerdem ein runder Einstand für den neuen Trainer Funkel werden können. Das Wochenende verlief dann bisher nicht ganz so glücklich, für die Mannschaft, aber auch für den Trainer persönlich. Mit einer Äußerung nach der 0:3-Niederlage in der BayArena sorgte Funkel für reichlich Irritation.

Nach dem Spiel identifizierte Funkel in einem TV-Interview mit dem Sender „Sky“ weniger die eigene Mannschaft als Quell der Niederlage („Leistung war über 90 Minuten eigentlich okay“), sondern vielmehr die Leverkusener. Die hätten „natürlich enorme Schnelligkeit“, lobte Funkel. Und verhaspelte sich gleich darauf beim Versuch, Gründe dafür zu nennen. Das lag, wie Funkel eingelassen in mehrere „Ähs“ erklärte daran, dass „man den ein oder anderen Ausdruck ja nicht mehr sagen [darf]“. Die Spieler seien halt schnell, deswegen habe Leverkusen einen Schnelligkeitsvorteil gehabt, so schloss er dann die Hangelei zur nächsten Frage ab.

1. FC Köln: Vorwurf des Rassismus gegen neuen Trainer Friedhelm Funkel nach TV-interview

Auf Twitter äußerten Nutzer:innen daran prompt harte Kritik. Die Aussage sei rassistisch, so der Tenor bei manchen, oder ginge zumindest schwer in die Richtung, bei anderen. Am späten Samstagabend veröffentlichte der Verein dann auf Twitter ein Statement von Funkel zur Sache. „In dem Interview bei Sky bezog ich mich einzig auf die enorme Schnelligkeit von Leverkusens Spielern, nichts anderes war gemeint, nichts anderes wollte ich damit sagen“ beteuert Funkel darin.

Und auch am Sonntagmorgen (18.04.2021) ist seine Aussage aus dem TV-Interview noch mal Thema, als er sich am Rand eines Trainingsplatzes gegenüber der Presse äußert. Es tue ihm leid, sollte seine Aussage missverstanden worden sein, sagte Funkel. „Ich habe mit so vielen Spielern zusammengearbeitet, auf allen Kontinenten“, betont er, es habe ihm „immer Spaß gemacht, bis zum heutigen Tag“. Die Angriffe hätten ihn nicht nur „überrascht“, sondern auch „ein Stück weit traurig“ gemacht. Welchen Begriff er im TV-Interview bewusst vermied, ließ er offen: „Ich weiß nicht mehr genau, was mir da durch den Kopf gegangen ist“, sagte Funkel laut dpa.

Nach TV-Interview: Friedhelm Funkel, neuer Trainer beim 1. FC Köln, entschuldigt sich

Friedhelm Funkel wechselte für Markus Gisdol zum 1. FC Köln. Zuletzt hatte er von 2016 bis 2020 Fortuna Düsseldorf trainiert, er verließ den Verein Ende Januar 2020. Wie der „Kicker“ damals berichtete, sah sich Funkel damit am Ende seiner Trainerkarriere. Nach eigener Aussage auch Corona-bedingt hätten sich seine Ruhestands-Pläne allerdings doch geändert. Bei Köln soll er jedoch nur bis zum Saisonende bleiben. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zitiert ihn dazu mit den Worten: „Ich mache noch mal sechs Wochen das, woran ich Spaß habe.“ (mp)

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