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Zurück auf den Plätzen des Glücks

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Antreten zum Abklatschen: Jürgen Klopp nach dem Sieg bei den Mainzer Fans.
Antreten zum Abklatschen: Jürgen Klopp nach dem Sieg bei den Mainzer Fans. © dpa

Dem FSV Mainz 05 genügen in Osnabrück ein paar starke Minuten, um einen wichtigen Erfolg zu landen

Von DANIEL MEUREN

Am heutigen Montag wird Jürgen Klopp im Rahmen einer PR-Aktion der Brillenindustrie zum "Brillenträger des Jahres 2008" gekürt. In den kommenden, entscheidenden Wochen dürfte Klopp seine derart gewürdigte Sehhilfe genügen, um auch das Traumziel vom sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga im Auge behalten zu können. Nach dem 2:1-Sieg beim VfL Osnabrück hat Mainz jedenfalls den Aufstiegsrang drei vom 1. FC Köln zurückerobert. "Das war heute sicher ein wichtiger Sieg, da wir gewonnen haben und Köln nicht", sagte auch Manager Christian Heidel.

Den fünften Auswärtserfolg der laufenden Spielzeit hatten die Mainzer einer starken Phase kurz vor der Pause zu verdanken, in der sie den Führungstreffer der Gastgeber nach einem unberechtigten Foulelfmeter durch Thomas Cichon in der 36. Minute zunächst quasi im Gegenzug egalisierten und dann in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs sogar noch das 2:1 erzielten. Das 1:1 nach einer Freistoßflanke von Miroslav Karhan war dabei ein Gemeinschaftswerk von Neven Subotic und Nikolce Noveski, die zuvor in der Entstehung des Osnabrücker Führungstreffers erhebliche Teilschuld auf ihre breiten Innenverteidigerschultern geladen hatten. Felix Borja profitierte bei seinem 14. Saisontreffer unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff schließlich von einem mustergültigen Pass von Daniel Gunkel. Der Ecuadorianer gewann anschließend das Sprintduell gegen seinen Gegenspieler Dominique Ndjeng, umkurvte VfL-Schlussmann Tino Berbig und schob den Ball ins leere Gehäuse.

Im zweiten Spielabschnitt ließen die Mainzer zahlreiche Kontergelegenheiten ungenutzt und mussten den Auswärtserfolg in der Schlussphase in einer Abwehrschlacht verteidigen. Bei einem Lattentreffer des Osnabrücker Stürmers Rouwen Hennings hatten die Mainzer obendrein großes Glück. Manager Heidel bemängelte unterdessen die anfängliche Passivität des Aufstiegsanwärters, der sich in der ersten halben Stunde vom abstiegsgefährdeten Gastgeber den Schneid abkaufen ließ. "Vielleicht hat der völlig unberechtigte Elfmeter für Osnabrück unsere Mannschaft aus dieser Lethargie gerissen", sagte Heidel, dessen Mannschaft am kommenden Freitag gegen den 1. FC Kaiserslautern auf Noveski wegen einer Gelbsperre verzichten muss.

"Es ist jetzt mein Herzenswunsch, dass wir aufsteigen ", sagte derweil Coach Klopp, der bekanntlich nur im Aufstiegsfall seine bislang sieben Jahre währende Arbeit am Bruchweg um eine weitere Spielzeit verlängern würde. "Wir haben auf jeden Fall eine gute Ausgangsposition." Für diese zuversichtliche Prognose muss Klopp nicht mal auf eine rosarote Brille zurückgreifen.

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