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Zufrieden mit der Nullnummer

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Lufthoheit: Der Mainzer Bungert (l.) gegen Bunjaku.
Lufthoheit: Der Mainzer Bungert (l.) gegen Bunjaku. © Getty

Die stark ersatzgeschwächten Mainzer spielen diszipliniert und nehmen einen Punkt aus Nürnberg mit. Von Andreas Hunzinger

Von ANDREAS HUNZINGER

Jörn Andersen war "nicht unzufrieden", wie er hinterher sagte. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten FSV Mainz 05 konnte sich mit dem 0:0, das seine Mannschaft gestern Abend im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg erreichte, durchaus anfreunden, auch wenn der Rückstand zu Tabellenführer SC Freiburg auf fünf Zähler anwuchs. Zwar strebt der ehrgeizige Norweger stets einen dreifachen Punktgewinn an, doch angesichts des Spielverlaufs und vor allem wegen der akuten Personalnot konnte der einstige Torjäger dieses Mal mit dem Remis gut leben.

Denn der Tabellenzweite, der die beste Auswärtsmannschaft der Liga stellt, war stark ersatzgeschwächt in die Begegnung gegangen. Neben Abwehrchef Nikolce Noveski, der wegen einer Oberschenkelzerrung ausfiel, hatte Andersen in Markus Feulner und Miroslav Karhan - beide grippekrank - auf seine komplette Schaltzentrale im Mittelfeld verzichten müssen. Karhan konnte immerhin auf der Bank sitzen und in der letzten letzte Viertelstunde noch mitwirken.

Anstelle von Feulner und Karhan hatte Andersen in Milorad Pekovic und Roman Neustädter zwei defensive Akteure vor der Abwehr aufgeboten, und das merkte man dem Offensivspiel der Mainzer auch an. Nur gelegentlich lief der Ball flüssig durch die Mainzer Reihen, meist fehlte es bei den Angriffen an Präzision. Im Gegenzug stand die Defensive allerdings gut, so dass die Gäste das Geschehen weitgehend unter Kontrolle hatten. "Wir haben taktisch sehr diszipliniert und gut gespielt", lobte Andersen seine Jungs nach dem Schlusspfiff.

Nürnberg kam während der gesamten 90 Minuten durch Juri Judt, der am Mainzer Keeper Dimo Wache scheiterte (30.), sowie durch Albert Bunjaku, der völlig freistehend verzog (79.), lediglich zu zwei guten Möglichkeiten. Die hatte Mainz durch Srdjan Baljak auch. Doch einmal verpasste er nach einer Flanke von Florian Heller knapp (34.), bei der zweiten Chance stand der serbische Angreifer nach einer misslungenen Abseitsfalle der Nürnberger allein vor deren Schlussmann Raphael Schäfer (59.), weil er offenbar zu überrascht war, dass Schiedsrichter Weiner nicht gepfiffen hatte.

Das tat Michael Weiner (Giesen) dreimal, als der Ball jeweils im Tor lag - und zwar zu recht. Sowohl die beiden Nürnberger Tore durch Andreas Wolf (7.) und Daniel Gygax (82.) als auch der Mainzer Treffer durch Tim Hoogland (40.) waren wegen der vorausgegangenen Abseitsstellung der Torschützen irregulär. So blieb es bei der Nullnummer, die Florian Heller "gerecht" nannte und die Andersen "okay für uns" fand. Sie bedeutete im zwölften Auswärtsspiel der Saison den 24. Punkt. Und so konnten die Mainzer "mit einem guten Gefühl nach Hause fahren" (Heller).

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