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Stolperer auf der letzten Stufe

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Mainz 05 verpasst den Sieg gegen Schlusslicht Jena und so den Sprung an die Tabellenspitze.
Mainz 05 verpasst den Sieg gegen Schlusslicht Jena und so den Sprung an die Tabellenspitze. © dpa

Mainz 05 verpasst den Sieg gegen Schlusslicht Jena und so den Sprung an die Tabellenspitze.

Von DANIEL MEUREN

Die letzten Sekunden des Spiels gegen Carl Zeiss Jena stand Jürgen Klopp kopfschüttelnd am Spielfeldrand. Der Trainer des FSV Mainz 05 konnte genauso wenig wie die 19 500 Zuschauer im Mainzer Bruchweg-Stadion fassen, was sich zuvor abgespielt hatte. Seine Kicker hatten gegen den Tabellenletzten aus Thüringen fahrlässig eine 2:0-Führung verspielt und so den Sprung an die Tabellenspitze der Zweiten Fußball-Bundesliga verpasst.

"Wir hatten heute nicht mehr als dieses Unentschieden verdient, weil wir es zu locker angehen ließen", sagte Klopp. Dabei fing es für Mainz 05 gut an. Nach 28 Minuten klaute Markus Feulner dem Jenaer Felix Holzner im Strafraum den Ball, umkurvte Torhüter Vasili Khamutouski und schoss zum Führungstreffer ein. Ein tolles Comeback für den 26 Jahre alte Mittelfeldspieler, der beim Auswärtssieg in Mönchengladbach noch eine Denkpause erhalten und 90 Minuten auf der Bank geschmort hatte.

In der Folge kontrollierten die Mainzer das Spiel. Der sonst schwache Schiedsrichter Frank Wollenburg lag dann in der 56. Minute richtig, als er nach einem Foul von Holzner an Feulner auf Elfmeter entschied. Miroslav Karhan verwandelte souverän zum vermeintlich vorentscheidenden 2:0. Doch nur drei Minuten später kamen die mit toller Moral kämpfenden Gäste zum Anschlusstreffer. Eine Freistoßflanke von Jan Simak, dem besten Spieler auf dem Platz, flog an Freund, Feind und am Mainzer Torhüter Daniel Ischdonat vorbei ins Netz. "Ich dachte, dass noch ein Jenaer den Ball abfälscht und habe darauf spekuliert", sagte Ischdonat. "Das muss ich auf meine Kappe nehmen."

Auch beim Ausgleichstreffer in der 83. Minute war er nicht schuldlos. Nach einer Ecke von Simak ließen Ischdonat und seine Vorderleute Tim Hoogland und Felix Borja den eingewechselten Stürmer Sami Allagui aus einem Meter unbedrängt einköpfen. "Wir waren bei beiden Standards unkonzentriert", sagte Abwehrspieler Neven Subotic, "deshalb haben wir uns das selbst zuzuschreiben." Die Woche des Mainzer Glücks mit dem Sieg in Gladbach und dem gefundenen Standort fürs neue Stadion endete deshalb mit einem Rückschlag im Aufstiegskampf.

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