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Der Mainzer Trainer hat die Pokalpleite abgehakt. 

Mainz 05

Schwarz fordert Haltung

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Der Mainzer Trainer hat die Pokalpleite abgehakt. Zum Bundesligastart gegen Freiburg fehlen ihm wichtige Spieler - vor allem im Sturm.

Beim FSV Mainz 05 hat es vor der Anreise zum ersten Saisonspiel beim SC Freiburg am heutigen Samstag (15.30 Uhr) eine Mannschaftssitzung gegeben, die zeitlich und inhaltlich über das übliche Maß hinausging. Zum Einläuten der neuen Spielzeit erschien das Cheftrainer Sandro Schwarz richtigerweise notwendig. Und damit auch alle Mann dabei sein konnten und nicht nur die Kadermitglieder für Freiburg, wurde die Ansprache schon zeitig gehalten.

Genauere Inhalte sind unbekannt, Schwarz ist kein großer Freund davon, großartige tabellarische Ziele zu formulieren. „Intensität, Konsequenz und Energie“ waren deshalb auch eher die Themen, denn Schwarz weiß: Wenn Mainz 05 auch nur einen Deut weniger als hundert Prozent auf den Platz bringt, reicht es oft nicht. Zumal gegen traditionell extrem lauffreudige Freiburger.

„Wir haben uns beschissen gefühlt, haben uns geärgert und waren frustriert.“

Es hat schon zwei unruhige Nächte gedauert, ehe sich der 05-Chefcoach aufgehört hatte, über die 0:2-Pokalniederlage in Kaiserslautern mit all den unangenehmen Begleiterscheinungen auf und vor der Fantribüne zu erholen. Natürlich wurden die Defizite der Schlussphase in der Raumaufteilung und im Passspiel per Videosequenzen mit der Mannschaft seziert. „Wir haben uns beschissen gefühlt, haben uns geärgert und waren frustriert.“ Aber allzu sehr Nachkarten mochte Schwarz dann doch nicht. „Es bringt dann auch nichts mehr. Es ist ein neuer Wettbewerb auf den wir uns jetzt fokussieren und auf den wir eine Vorfreude entwickeln wollen. Jetzt gilt es, die Haltung, die wir schon so oft gezeigt haben, wieder auf den Platz zu bekommen.“

Ein echtes Ärgernis aus Mainzer Sicht ist auch die Tatsache, dass sich mit Neuzugang Dong-Won Ji und Goalgetter Jean-Philippe Mateta gleich zwei Stürmer so schwerwiegend verletzt haben, dass sie monatelang ausfallen. Vor allem der Verlust des Franzosen wiegt potenziell schwer, er wollte sich zur wahren Tormaschine entwickeln, was sein Meniskus erst einmal nicht mitmachte. Die Stellvertreter Robin Quaison und Karim Onisiwo haben es in Kaiserslautern beide nicht wirklich gut gemacht. So wird es für die Bundesliga nicht reichen, Torgefahr auszustrahlen. Ob der in der Vorwoche vom FC Liverpool für recht kleines Geld für ein Jahr ausgeliehene Taiwo Awoniyi schon weit genug ist? Schwarz sagte, der Kerl mache „im Training einen sehr guten Eindruck“, vor allem mit seinen Tiefenläufen. Genau daran hatte es im Mainzer Angriffsspiel in der vergangenen Saison mitunter gehapert.

Gut aufgestellt

Neben Mateta, dem 14-Tore-Mann der vergangenen Saison, Mateta, und Ji fehlt auch Stefan Bell mit einer Knöchelverletzung für längere Zeit. Der Defensivspezialist war zwar ohnehin nicht für die erste Elf vorgesehen, dennoch hatten die Nullfünfer kurz überlegt, ob sie für die Innenverteidigung kurzfristig mehr personelle Tiefe im Kader benötigen. Nun ist die Entscheidung getroffen. Den kurzfristigen Nachkauf eines weiteren Stoppers schloss Sportvorstand Rouven Schröder aus.

„Wir sind mit Moussa Niakhaté, Alexander Hack, Ahmet Gürleyen und Jeremiah St. Juste gut aufgestellt. Er ist nicht umsonst U-20-Nationalspieler.“ Vollends überzeugt hat der junge Mann mit der Niklas-Süle-Figur, der vergangene Saison gegen Augsburg ein einziges Mal zwölf Minuten in der Bundesliga spielen durfte und sogar fast ein Tor erzielt hätte, die Mainzer Verantwortlichen aber noch nicht. Aber das kann ja noch werden.

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