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Auf dem Platz zündeln

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Von: Frank Hellmann

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Der FSV Mainz 05 beschwört vor dem Heimspiel gegen Mönchengladbach den Zusammenhalt.

Vielleicht war es sogar die wichtigste Nachricht, die Tobias Sparwasser gleich zu Beginn der Pressekonferenz zum bevorstehenden Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach verkündete. 32 000 Karten seien verkauft, „es gibt nur noch Stehplätze“, vermeldete der Pressesprecher des FSV Mainz 05. Will heißen: Bei den Nullfünfern hat auch das Umfeld erkannt, worum es auf der Zielgeraden geht.

Nämlich den Klassenverbleib, der vom Slogan „Mainzbleibt1“ unterstützt wird. Zudem wurde dieses Verlangen am Donnerstag von markigen Worten des Cheftrainers Martin Schmidt unterfüttert: „Es geht nur im Teamwork, als Paket im Stadion und in der Stadt. Und wir müssen auf dem Platz zündeln.“ Springt der Funke vom Rasen auf die Ränge über, wollte der Schweizer also sagen, dann könnte eine Energieleistung wie zuletzt daheim gegen Hertha BSC schon genügen, um Borussia Mönchengladbach, den nächsten Europapokalanwärter, niederzuringen. Denn: „Erreicht haben wir noch nichts. Wir sind noch nicht weiter als vor zwei Wochen, aber wir haben ein gutes Gefühl.“

Als „Team von Champions-League-Format“, pries Schmidt den Gast, wohlwissend, dass das Pokal-Aus gegen die Eintracht bei den Fohlen neben körperlichen vor allem mentale Spuren hinterlassen haben könnte.

Die Ausgangslage in Mainz: Mittelstürmer Jhon Cordoba hat einen Härtetest bestanden und soll auflaufen, bei Levin Öztunali („bei ihm geht es um Stunden“) könnte es allerdings eng werden. Ansonsten sieht der Coach „einen zweiten Schub“ durch Spieler wie Robin Quaison, Karim Onisiwo und nicht zuletzt Bojan Krkic, die davor keine so große Rolle gespielt hätten und das Team jetzt in Schwung brächten.

Gerade der im Winter mit (zu viel?) Vorschusslorbeeren bedachte Krkic hat in München endlich angedeutet, warum sein fußballerisches Potenzial im Abstiegskampf eben doch helfen kann. „Ich habe ihm gesagt, dass ist dein Stadion, dein Gegner, dein Spiel“, verriet Schmidt, der sich von der Kurzzeitleihgabe dieselben Impulse nun auch gegen Mönchengladbach erhofft.

Langfristig gebunden hat sich an die Rheinhessen nun Gaetan Bussmann. Der Bundesligist und der Linksverteidiger haben sich auf Basis einer bestehenden Option auf eine Zusammenarbeit bis 2019 verständigt. Sportdirektor Rouven Schröder sagte, der 26-Jährige sei ein Teamplayer, „der sich sportlich und menschlich schnell integriert hat“.

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