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Mittendrin statt nur dabei

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Hat derzeit allen Grund zur Freude: Markus Feulner.
Hat derzeit allen Grund zur Freude: Markus Feulner. © dpa

Markus Feulner hat sich beim FSV Mainz 05 im zentralen Mittelfeld zur herausragenden Figur entwickelt / Heute in Kaiserslautern

Von ANDREAS HUNZINGER

Für Markus Feulner ist die Erklärung ziemlich simpel. "Der Hauptgrund ist die andere Position", sagt der Mittelfeldspieler des FSV Mainz 05 über die Ursache für seinen rasanten Formanstieg. Der 26-Jährige gehört in der laufenden Saison in der Zweiten Fußball-Bundesliga zu den Akteuren mit dem besten Notenschnitt und hat sich beim Halbzeitmeister zu einer tragenden Säule entwickelt.

Und das alles nur, weil er seinen Trainer Jörn Andersen in einem Gespräch am Rundenanfang davon überzeugte, dass er eigentlich nicht der ist, für den er jahrelang gehalten worden war. "Es herrschte immer die Meinung, ich sei ein Offensivspieler", sagt Feulner im Rückblick auf die vergangenen Jahre. Dabei, so der 1,81 Meter große und 77 Kilogramm schwere Mittelfeldmann, "bin ich eher ein Defensivspieler. Ich habe meine Qualitäten im Zweikampf und in der Laufstärke."

Bis zum vergangenen Sommer musste Feulner jedoch auf den Außenbahnen spielen. Beim großen FC Bayern München, bei dem er in der Jugend mit den heutigen Nationalspielern Philipp Lahm, Piotr Trochowski zusammen- und dabei stets im defensiven Mittelfeld spielte, wurde der in Scheßlitz bei Bamberg geborene Kicker am Anfang seiner Profikarriere außen aufgeboten. Denn das defensive Mittelfeld war mit Stefan Effenberg, Jens Jeremies und dem damals aufgehenden Stern Owen Hargreaves besetzt. So entstand das Bild vom Flügelflitzer Feulner, das sich nach seinem Wechsel zum 1. FC Köln im Januar 2004 und zum FSV Mainz 05 im Sommer 2006 verfestigte.

Erst Andersen stellte Feulner schließlich in die Zentrale. Aber auch nur notgedrungen. Der Mann mit der Rückennummer sieben hatte seinem neuen Chef auf dessen Frage, auf welcher Position er sich denn sehe, zwar mitgeteilt, dass er lieber innen statt außen spiele. Aber zum Ligastart beim Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:3) spielte er trotzdem auf der linken Seite. Da sich in dieser Partie allerdings Daniel Gunkel am Knie verletzte, "spiele ich seit dem zweiten Spieltag in der Mitte". Und das mit durchschlagendem Erfolg. Feulner überrascht das nicht. "Die Sicherheit, die mir die Position gibt, gibt mir die Ruhe im Spiel." Nichts ist mehr zu sehen von dem zappeligen Feulner, der sich oft gut gemeinte Aktionen durch seine Hektik kaputt machte.

Leverkusen hat Interesse

Mittlerweile ist der einstige U 21-Nationalspieler gemeinsam mit seinem Nebenmann Miroslav Karhan der Taktgeber im Mainzer Spiel. Wie lange noch, das ist allerdings ungewiss. Denn die starken Leistungen haben ihn für andere Klubs interessant gemacht - vor allem aus der Bundesliga. Bayer Leverkusen hat ein Auge auf Feulner geworfen, dessen Vertrag am 30. Juni dieses Jahres ausläuft und der über seine Zukunft noch nicht befunden hat. "Ich werde auf jeden Fall mit Mainz sprechen", sagt er.

Bis es aber so weit ist, stehen noch 17 Spiele an. Das erste heute Abend (20.15 Uhr, live im DSF und Premiere) im Fritz-Walter-Stadion. Feulner ist optimistisch, dass Mainz 05 dort gut aussieht. Er selbst verbindet mit dem FCK ohnehin Gutes: Im Hinspiel erzielte er zwei Tore.

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