Mainz 05

Mainzer Profi mit Corona infiziert

Ein Testspiel gegen den VfB Stuttgart wird abgesagt. Mateta entschuldigt sich für sein Fehlverhalten.

Wegen eines Coronafalls in der Mannschaft hat der FSV Mainz 05 sein Testspiel an diesem Mittwoch gegen den VfB Stuttgart abgesagt. „Ein Profi von Mainz 05 hat sich mit Covid19 infiziert. Der am Dienstag durchgeführte Test ergab ein positives Resultat“, teilte der Fußball-Bundesligist am Mittag mit. „Alle übrigen Tests fielen negativ aus. Der Spieler wurde isoliert und befindet sich in Quarantäne.“

Den Namen des Spielers nannten die Rheinhessen nicht. Für den VfB ist es bereits das zweite wegen Corona abgesagt Testspiel innerhalb weniger Tage: Vergangenen Freitag sollte der Aufsteiger bei Olympique Marseille antreten, der wegen des Verdachts auf einen positiven Fall im eigenen Aufgebot kurzfristig auf die Partie verzichtete. Die Mainzer setzten stattdessen ein internes Trainingsspiel an.

„Keinen weiteren Ärger“ will derweil der zuletzt suspendierte 05-Stürmer Jean-Philippe Mateta seinem Verein bereiten. Mit einer von den Nullfünfern auf ihrer Homepage verbreiteten Entschuldigung soll wieder Ruhe einkehren. Der 23-Jährige gilt als einer der wertvollsten Spieler der Rheinhessen, sorgte zuletzt aber wegen diverser Verfehlungen für Negativschlagzeilen (die FR berichtete).

Anzeige wegen Unfallflucht

Die Mainzer hatten Mateta am vergangenen Samstag wegen wiederholter Verspätungen und verpasster Termine für das Testspiel gegen Kickers Würzburg suspendiert. Der Angreifer mit einem geschätzten Marktwert von über 15 Millionen Euro gilt als einer der heißesten Wechselkandidaten im Kader von Trainer Achim Beierlorzer. Mateta hatte in den vergangenen Monaten kein Hehl daraus gemacht, dass er sich in der neuen Saison bei einem größeren Klub sieht.

Mateta entschuldigte sich. Weil er beim Einparken ein anderes Auto beschädigt, dies aber nicht ordnungsgemäß gemeldet hatte, musste er wegen Fahrerflucht vor Gericht und ist derzeit ohne Führerschein. „Das war mein erster Unfall dieser Art, und mein Verhalten war sicherlich nicht gut. Mehr kann ich dazu nicht sagen, da die Sache noch bei den Anwälten liegt“, so Mateta, „das würde ich rückblickend natürlich anders lösen.“

Eigentlich habe er nach der für ihn sehr schwierigen vorigen Saison, deren Hinrunde er verletzungsbedingt weitestgehend verpasst hatte und in der er erst gegen Ende wieder in Form kam, sportlich auf sich aufmerksam machen wollen. „Ich bin Fußballer, will Tore machen, nicht Schlagzeilen. Der Fokus muss entsprechend auf dem Fußball liegen, komplett. Das bin ich den Fans, meinen Teamkollegen und dem Verein schuldig“, sagte er reuig. (dpa/sid/FR)

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