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Die Mainzer freuen sich über den Einzug in die nächste Runde.
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Die Mainzer freuen sich über den Einzug in die nächste Runde.

DFB-Pokal

Mainz steht im Viertelfinale

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Der FSV Mainz 05 besiegt den VfB Stuttgart mit 3:1 und steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Nach einem Rückstand zur Pause drehten die Mainzer das Spiel.

In einem wilden Pokalfight vor 22 100 Zuschauern hat Mainz 05 nach großartiger kämpferischer Leistung und einer guten Portion Glück erstmals seit fünf Jahren wieder ein DFB-Pokalviertelfinale erreicht. Die Rheinhessen besiegten den tapferen VfB Stuttgart nach einem 0:1-Pausenrückstand mit 3:1. Die nächste Runde findet am 6./7. Februar statt. Mainz 05 überwintert damit nach unruhiger Hinrunde zumindest in einigermaßen wohliger Weihnachtsstimmung.

Beim VfB Stuttgart richtet man sich nun auf eine unruhige Zeit ein. Sportchef Michael Reschke ärgerte sich mächtig: „Die Mainzer waren in den entscheidenden Szenen entschlossener. Wir müssen konsequenter Fußball spielen und in vielen Bereichen an Schärfe zulegen.“ Das Thema hatte Mainz 05 zuletzt auch beschäftigt. Am Dienstag zeigte sich, dass die Spieler verstanden haben. Die begeisterten Fans feierten vor allem Torwart Robin Zentner, den Elfmeterkiller.

Nach einer Viertelstunde war es dem Stuttgarter Trainer Hannes Wolf dann doch zu bunt geworden. Der junge Mann stellte seine kurz vor Spielbeginn um den angeschlagenen Holger Badstuber dezimierte und fortan reichlich überforderte Abwehr um, weg von einer Dreierkette mit Dennis Aogo als linkem Glied, hin zu einer Viererkette. Aogo, der Ex-Nationalspieler, rückte stattdessen ins defensive Mittelfeld, um seiner Mannschaft dort mehr Halt zu geben. Mainz 05 hatte sich bis zur Pause dennoch ein Chancenplus von 7:4 herausgespielt, aber der VfB Stuttgart führte 1:0.

Es ging hin und her, weil beide defensive Mittelfeldreihen praktisch nicht vorhanden waren. Die Nullfünfer versiebten die Chancen fast im Fünfminutentakt, Stuttgart war nach 42 Minuten durch seinen stark aufspielenden Kapitän Christian Gentner erfolgreich, der Ball prallte noch vom Pfosten ins Netz. Vorausgegangen war ein feiner Doppelpass zwischen dem Maskenmann und dem wuseligen Stürmer Chadrac Akolo, mit dem die Mainzer Abwehr ihre liebe Mühe und Not hatte. Fabian Frei als Organisator der Dreierkette sah dabei nicht immer gut aus.

Trainer Sandro Schwarz hatte sehr überraschend den 19-jährigen Bote Baku im Mittelfeld aufgeboten. Der Junge aus dem Kongo, seit seinem zehnten Lebensjahr bereits gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder im Trikot der Mainzer unterwegs, hatte zuletzt im Regionalligateam starke Leistungen geboten, war am Dienstagabend aber ein wenig überfordert. Das Spiel wogte in beide Richtungen über den kleinen Kerl hinweg. Da auch Nebenmann Danny Latza nicht allzu viele Zweikämpfe gewann und es die Gäste aus Schwaben nicht besser machten, kamen auf beiden Seiten die Angreifer zu einer Vielzahl an Chancen. Für Mainz vergaben die beiden Stürmer Robert Quaison und Pablo de Blasis und die offensiven Mittelfeldspieler Alexandru Maxim und Gerrit Holtmann, Maxim gleich mehrfach. Entsprechend gefrustet ging es zur Pause in die Kabine.

Die positive Frustverarbeitung von Torwart Robin Zentner sorgte dafür, dass der Mainzer Keeper in der 53. Minute einen umstrittenen Handelfmeter von Aogo heldenhaft abwehrte und so das frühe 0:2 verhinderte. Schwarz wechselte bald darauf Quaison und Baku aus und brachte den kräftigen Emil Berggreen und den wendigen Yoshinori Muto. Es dauerte nicht lange, bis nach 62 Minuten unter Mithilfe der beiden Neuen der Ausgleich fiel, Berggreen wurde als Torschütze festgelegt. Die Stuttgarter machten fortan Druck, ohne die ganz großen Ideen zu entwickeln.

Stattdessen besorgte der Mainzer Abwehrspieler Abdou Diallo die Mainzer 2:1-Führung (71.). In der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber somit aus einer Chance zwei Tore gemacht, ehe der für Maxim eingewechselte Suat Serdar in der Nachspielzeit den umjubelten 3:1-Endstand erzielte. Fußball kann manchmal komisch sein.

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